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Toll geschrieben und großartiges Worldbuilding aber keine Verbindung zu den Charakteren
Puh ich habe hier echt gekämpft. Ich hatte das Buch schon einmal vor etwa 3 Jahren begonnen und auf Seite 200 etwa abgebrochen. Nachdem ich aber so viel gutes von Leuten, deren Meinung ich schätze, gehört hatte, habe ich es erneut versucht. Sprachlich und vom Worldbuilding her ist das Buch großartig. Man merkt dass Samantha Shannon weiß was sie tut und das Handwerk beherrscht. Aber für mich sind alle POVs absolut blass und uninteressant geblieben. Ich habe keinerlei Verbindung zu irgendjemandem aufgebaut und die Charaktere mit ihren Entwicklungen etc sind für mich immer das wichtigste in Büchern. Sie bringen mich dazu immer weiter zu lesen und mitzufiebern. Hier war gähnende Langeweile. Nicht weil nichts passiert ist, sondern weil es mich einfach nicht interessiert hat, ob einer Figur oder dem ganzen Land der Untergang droht. Ich denke für mich liegt das an folgenden Punkten. 1. Zu früh zu viele POVs. Man startet mit einer frischen Drachenreiterin und dann ist man gefühlt erstmal 100 Seiten komplett woanders. Mehrere POVs funktionieren für mich besser, wenn sie nach und nach eingeführt werden, während man schon eine Verbindung zu einzelnen Charakteren aufgebaut hat. 2. Der ganze Plot am Hofe um die Königin und Thronfolge hat mich null interessiert und ich fand sowohl Ead als POV als auch alle Nebencharaktere sehr blass. Hätte ich gewusst, dass 60% des Buches davon handeln, dass eine Frau Nachwuchs kriegen muss, um einem fanatischen Volk Hoffnung zu geben, hätte ich das Buch gar nicht erst begonnen. 3. Der Anfang des Buches hat für mich eine falsche Prämisse vermittelt. Wenn man mit einer Drachenreiterin startet, erwartet man Drache... 4. Sehr viele Charaktere sind sehr gläubige und devot sowohl dem Glauben als auch der Königin oder den Drachen oder anderen vermeintlich höhergestellten Personen gegenüber. Das ist für mich persönlich immer schwer nachvollziehbar und anstrengend zu lesen, wenn es so überhand nimmt und jedes Gespräch, jeder POV so gestaltet ist 5. Ich habe direkt davor Jay Kristoffs Reich der Vampire gelesen und es ist für mich das komplette Gegenteil. Ich habe mit fast jeder Figur (auch mit der fanatischen Nonne) mitgefühlt und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Hier war es als hätte jemand komplett die Handbremse angezogen. Ich denke dass diese Probleme hauptsächlich meine persönlichen Probleme sind und nicht das Buch an sich schlecht ist. Handwerklich wie gesagt solide. Ich werde aber keinen weiteren Band lesen. Dass ich mich zwei Wochen durch 550 Seiten gequält hab, ist genug Zeitverschwendung.
5 Tage vor
Toll geschrieben und großartiges Worldbuilding aber keine Verbindung zu den Charakteren
Puh ich habe hier echt gekämpft. Ich hatte das Buch schon einmal vor etwa 3 Jahren begonnen und auf Seite 200 etwa abgebrochen. Nachdem ich aber so viel gutes von Leuten, deren Meinung ich schätze, gehört hatte, habe ich es erneut versucht. Sprachlich und vom Worldbuilding her ist das Buch großartig. Man merkt dass Samantha Shannon weiß was sie tut und das Handwerk beherrscht. Aber für mich sind alle POVs absolut blass und uninteressant geblieben. Ich habe keinerlei Verbindung zu irgendjemandem aufgebaut und die Charaktere mit ihren Entwicklungen etc sind für mich immer das wichtigste in Büchern. Sie bringen mich dazu immer weiter zu lesen und mitzufiebern. Hier war gähnende Langeweile. Nicht weil nichts passiert ist, sondern weil es mich einfach nicht interessiert hat, ob einer Figur oder dem ganzen Land der Untergang droht. Ich denke für mich liegt das an folgenden Punkten. 1. Zu früh zu viele POVs. Man startet mit einer frischen Drachenreiterin und dann ist man gefühlt erstmal 100 Seiten komplett woanders. Mehrere POVs funktionieren für mich besser, wenn sie nach und nach eingeführt werden, während man schon eine Verbindung zu einzelnen Charakteren aufgebaut hat. 2. Der ganze Plot am Hofe um die Königin und Thronfolge hat mich null interessiert und ich fand sowohl Ead als POV als auch alle Nebencharaktere sehr blass. Hätte ich gewusst, dass 60% des Buches davon handeln, dass eine Frau Nachwuchs kriegen muss, um einem fanatischen Volk Hoffnung zu geben, hätte ich das Buch gar nicht erst begonnen. 3. Der Anfang des Buches hat für mich eine falsche Prämisse vermittelt. Wenn man mit einer Drachenreiterin startet, erwartet man Drache... 4. Sehr viele Charaktere sind sehr gläubige und devot sowohl dem Glauben als auch der Königin oder den Drachen oder anderen vermeintlich höhergestellten Personen gegenüber. Das ist für mich persönlich immer schwer nachvollziehbar und anstrengend zu lesen, wenn es so überhand nimmt und jedes Gespräch, jeder POV so gestaltet ist 5. Ich habe direkt davor Jay Kristoffs Reich der Vampire gelesen und es ist für mich das komplette Gegenteil. Ich habe mit fast jeder Figur (auch mit der fanatischen Nonne) mitgefühlt und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Hier war es als hätte jemand komplett die Handbremse angezogen. Ich denke dass diese Probleme hauptsächlich meine persönlichen Probleme sind und nicht das Buch an sich schlecht ist. Handwerklich wie gesagt solide. Ich werde aber keinen weiteren Band lesen. Dass ich mich zwei Wochen durch 550 Seiten gequält hab, ist genug Zeitverschwendung.
5 Tage vor








