Der Krieg gegen die Ukraine
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Beschreibung
Warum und wogegen führt Russland in der Ukraine Krieg? Und wie erklärt sich die Stärke des ukrainischen Widerstands, von dem nicht nur Wladimir Putin überrascht wurde, sondern auch viele westliche Beobachter und Beobachterinnen? Die Osteuropa-Expertin Gwendolyn Sasse analysiert die Hintergründe des russischen Angriffs, der schon 2014 begann, und fragt, welche Folgen er hat - für Russland, für die Ukraine, aber auch für uns im Westen.
Am 24. Februar 2022 griff Russland die gesamte Ukraine an, gegen die es schon seit 2014 Krieg führte. Zunächst erfolgten Luftschläge, dann bewegten sich Panzerkolonnen auf Kiew und andere ukrainische Städte zu. Millionen Menschen flohen, viele wurden verwundet oder getötet. Wie konnte es dazu kommen? Warum entschloss sich Putin zu diesem Schritt? Gwendolyn Sasse seziert die Faktoren, die zu dieser verhängnisvollen Entscheidung führten und zeigt, wie sehr die eigenständige Entwicklung der Ukraine das russische Machtsystem bedrohte. Dabei räumt sie mit zahlreichen Fehlwahrnehmungen auf, die gerade auch in Deutschland das Bild der Ukraine lange verzerrt haben. So entsteht eine erhellende historische und politische Einordnung des russischen Überfalls, der die westlichen Staaten und die internationale Ordnung vor enorme Herausforderungen stellt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gwendolyn Sasse ist Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und Einstein-Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Beiträge
2022 begann Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Viele, darunter auch ich, haben sich gefragt: Warum die Ukraine? Warum jetzt? Ich habe schon länger nach einem Buch gesucht, dass die Fakten, Motive und Hintergründe dieses Krieges klar präsentiert. Ohne die ganze Aufregung in den Nachrichten, ohne zweifelhafte Einträge in Wikipedia. Auf dem Flohmarkt habe ich dann dieses Buch entdeckt, und dachte: Warum eigentlich nicht. Und es hat sich gelohnt. Dieses Buch ist absolut perfekt dafür geeignet, da die Autorin eine Expertin auf dem Gebiet ist - und trotzdem verständlich und nicht allzu gehoben schreibt. Dabei geht sie zurück bis zu den Wurzeln des Konflikts, in die Zeit der Sowjetunion. Dadurch versteht man überhaupt erst, wie sich das Land über die Jahre entwickelt hat, und warum Waldimir Putin die Ukraine Russland gewaltsam einverleiben will. Mir ist positiv aufgefallen, dass Gwendolyn Sasse nicht nur Russlands Präsidenten Putin die Schuld zuschiebt, sondern auch auf die Fehler der westlichen Regierungen eingeht. Wie sie mit den Lügen und Ausreden aufräumt, die man oft in den Reden gewisser Politiker und Parteien hört, wie dass die ukrainischen Flüchtlinge nur herumsitzen und Bürgeld beziehen würden fällt einem als Leser direkt ins Auge. Sachlich, faktenbasiert, informativ - jeder, der solche Parolen verbreitet, sollte dieses Buch einmal lesen. Das Buch ist keine emotionale Reportage mit Geschichten, sondern eine gute und prägnante Erklärung von jemandem, der sich auskennt. Man muss kein Politik-Experte sein, um hier mitzukommen. Wer nicht nur Schlagzeilen lesen, sondern die echten Ursachen verstehen will, sollte hier unbedingt einen Blick rein werfen
Gwendolyn Sasse gelingt es, komplexe Hintergründe und Entwicklungen verständlich zu vermitteln und den westlichen Blick auf die Ukraine aufzubrechen.
Gwendolyn Sasse zeichnet die wichtigsten Entwicklungen nach, die zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine führten und setzt besonders Akzente auf gesellschaftliche Dynamiken. Ihr Ziel ist es, Muster zu erkennen, die den Krieg wahrscheinlich machten, wobei sie sich auf die Autokratisierung Russlands, seine neo-imperialen Machtansprüche, die Westorientierung der Ukraine und die unterschiedlichen Sicherheitswahrnehmungen konzentriert. Diese Muster schlüsselt die Autorin auf und macht deutlich, dass der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands unvereinbar ist mit dem legitimen Streben der Ukraine nach Souveränität und Demokratie. Neben strukturellen Aspekten bezieht sie dabei stets auch politische und gesellschaftliche Akteure mit ein. Besonders interessant fand ich die Abschnitte zur ukrainischen Identität und dem Drang der ukrainischen Bevölkerung nach Veränderung, was sie in den Zusammenhang zu dem großen zivilgesellschaftlichen Engagement während des Krieges stellt, wie auch die Bedeutung und Geschichte der Krim. Ausgehend von der Krim Annexion am 27. Februar 2014 beschreibt die Autorin die Ereignisse über den Krieg im Donbas, das Minsker Abkommen bis zu der Invasion seit dem 24. Februar 2022. Aufgrund der Länge des Buches ist es nicht möglich, jedes Detail und jede Entwicklung in seiner Tiefe darzustellen. Doch durch die Vielzahl an Aspekten, die die Autorin aufführt, ist das Buch sehr hilfreich, um ein Verständnis für die Hintergründe, Ereignisse und Folgen des Krieges zu entwickeln. Gwendolyn Sasse gelingt es, komplexe Hintergründe und Entwicklungen verständlich zu vermitteln und den westlichen Blick auf die Ukraine aufzubrechen.

Beschreibung
Warum und wogegen führt Russland in der Ukraine Krieg? Und wie erklärt sich die Stärke des ukrainischen Widerstands, von dem nicht nur Wladimir Putin überrascht wurde, sondern auch viele westliche Beobachter und Beobachterinnen? Die Osteuropa-Expertin Gwendolyn Sasse analysiert die Hintergründe des russischen Angriffs, der schon 2014 begann, und fragt, welche Folgen er hat - für Russland, für die Ukraine, aber auch für uns im Westen.
Am 24. Februar 2022 griff Russland die gesamte Ukraine an, gegen die es schon seit 2014 Krieg führte. Zunächst erfolgten Luftschläge, dann bewegten sich Panzerkolonnen auf Kiew und andere ukrainische Städte zu. Millionen Menschen flohen, viele wurden verwundet oder getötet. Wie konnte es dazu kommen? Warum entschloss sich Putin zu diesem Schritt? Gwendolyn Sasse seziert die Faktoren, die zu dieser verhängnisvollen Entscheidung führten und zeigt, wie sehr die eigenständige Entwicklung der Ukraine das russische Machtsystem bedrohte. Dabei räumt sie mit zahlreichen Fehlwahrnehmungen auf, die gerade auch in Deutschland das Bild der Ukraine lange verzerrt haben. So entsteht eine erhellende historische und politische Einordnung des russischen Überfalls, der die westlichen Staaten und die internationale Ordnung vor enorme Herausforderungen stellt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gwendolyn Sasse ist Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und Einstein-Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Beiträge
2022 begann Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Viele, darunter auch ich, haben sich gefragt: Warum die Ukraine? Warum jetzt? Ich habe schon länger nach einem Buch gesucht, dass die Fakten, Motive und Hintergründe dieses Krieges klar präsentiert. Ohne die ganze Aufregung in den Nachrichten, ohne zweifelhafte Einträge in Wikipedia. Auf dem Flohmarkt habe ich dann dieses Buch entdeckt, und dachte: Warum eigentlich nicht. Und es hat sich gelohnt. Dieses Buch ist absolut perfekt dafür geeignet, da die Autorin eine Expertin auf dem Gebiet ist - und trotzdem verständlich und nicht allzu gehoben schreibt. Dabei geht sie zurück bis zu den Wurzeln des Konflikts, in die Zeit der Sowjetunion. Dadurch versteht man überhaupt erst, wie sich das Land über die Jahre entwickelt hat, und warum Waldimir Putin die Ukraine Russland gewaltsam einverleiben will. Mir ist positiv aufgefallen, dass Gwendolyn Sasse nicht nur Russlands Präsidenten Putin die Schuld zuschiebt, sondern auch auf die Fehler der westlichen Regierungen eingeht. Wie sie mit den Lügen und Ausreden aufräumt, die man oft in den Reden gewisser Politiker und Parteien hört, wie dass die ukrainischen Flüchtlinge nur herumsitzen und Bürgeld beziehen würden fällt einem als Leser direkt ins Auge. Sachlich, faktenbasiert, informativ - jeder, der solche Parolen verbreitet, sollte dieses Buch einmal lesen. Das Buch ist keine emotionale Reportage mit Geschichten, sondern eine gute und prägnante Erklärung von jemandem, der sich auskennt. Man muss kein Politik-Experte sein, um hier mitzukommen. Wer nicht nur Schlagzeilen lesen, sondern die echten Ursachen verstehen will, sollte hier unbedingt einen Blick rein werfen
Gwendolyn Sasse gelingt es, komplexe Hintergründe und Entwicklungen verständlich zu vermitteln und den westlichen Blick auf die Ukraine aufzubrechen.
Gwendolyn Sasse zeichnet die wichtigsten Entwicklungen nach, die zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine führten und setzt besonders Akzente auf gesellschaftliche Dynamiken. Ihr Ziel ist es, Muster zu erkennen, die den Krieg wahrscheinlich machten, wobei sie sich auf die Autokratisierung Russlands, seine neo-imperialen Machtansprüche, die Westorientierung der Ukraine und die unterschiedlichen Sicherheitswahrnehmungen konzentriert. Diese Muster schlüsselt die Autorin auf und macht deutlich, dass der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands unvereinbar ist mit dem legitimen Streben der Ukraine nach Souveränität und Demokratie. Neben strukturellen Aspekten bezieht sie dabei stets auch politische und gesellschaftliche Akteure mit ein. Besonders interessant fand ich die Abschnitte zur ukrainischen Identität und dem Drang der ukrainischen Bevölkerung nach Veränderung, was sie in den Zusammenhang zu dem großen zivilgesellschaftlichen Engagement während des Krieges stellt, wie auch die Bedeutung und Geschichte der Krim. Ausgehend von der Krim Annexion am 27. Februar 2014 beschreibt die Autorin die Ereignisse über den Krieg im Donbas, das Minsker Abkommen bis zu der Invasion seit dem 24. Februar 2022. Aufgrund der Länge des Buches ist es nicht möglich, jedes Detail und jede Entwicklung in seiner Tiefe darzustellen. Doch durch die Vielzahl an Aspekten, die die Autorin aufführt, ist das Buch sehr hilfreich, um ein Verständnis für die Hintergründe, Ereignisse und Folgen des Krieges zu entwickeln. Gwendolyn Sasse gelingt es, komplexe Hintergründe und Entwicklungen verständlich zu vermitteln und den westlichen Blick auf die Ukraine aufzubrechen.







