Der gute Onkel

Der gute Onkel

Hardcover
2.78

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Beschreibung

Bettina Görings Biografie ist eine Auseinandersetzung mit ihrer dunklen Familiengeschichte und dem verbrecherischen Erbe ihres Großonkels, Reichsmarschall Hermann Göring

Bettina Görings Name ist ihr Schicksal. Als Großnichte von Reichsmarschall Hermann Göring wächst sie im Schatten seiner Verbrechen auf, der in der Zeit des Nationalsozialismus für tausendfachen Mord verantwortlich war. Früh rebelliert sie und entflieht Ende der 60er Jahre der bedrückenden Verbindung in die Welt der Hippies und Freigeister.

Der Nazi, der Guru und ich

Doch weder in der linken Kommune noch im Aschram in Poona kann sie ihrer Vergangenheit entkommen. Sie erkennt, dass auch sie falschen Führern hinterhergelaufen ist und dass allein die Auseinandersetzung mit der dunklen Seite ihrer Familie sie befreien kann. Bettina Göring gewährt einen sehr persönlichen Einblick in die Geschichte ihrer Familie und ins Nachkriegsdeutschland. Sie legt ein mutiges Zeugnis ab über ihren Umgang mit dem schwierigen Erbe aus der Zeit des Nationalsozialismus.

»Hermann Göring war ein Massenmörder und Psychopath, der sehr charmant sein konnte. Monster sind nicht charmant, oder?« Bettina Göring

Diese Autobiografie legt den Finger in die Wunde der deutschen Erinnerungskultur – und wird dabei aus einer persönlichen und erlebbaren Perspektive erzählt. Es ergründet die Frage, wie sich der Schatten unserer deutschen Vergangenheit bis heute auf uns auswirkt und nimmt damit gleichzeitig die Sinnfrage einer ganzen Generation in den Fokus. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig die Aufarbeitung der dunklen Geschichte Deutschlands ist, damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Memoiren
Format
Hardcover
Seitenzahl
416
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Bettina Göring wurde 1956 in Wiesbaden geboren. Schon zu Schulzeiten engagiert sie sich in der linken Bewegung. Mit 13 flüchtete sie aus dem elterlichen Haus und schloss sich der Hippiebewegung an. In den siebziger Jahren lebte sie in einer Kommune und ging später als Bhagwan-Anhängerin nach Poona, Indien. 1983 zog sie in den USA, heute lebt sie in Thailand. Bettina Göring ist ausgebildete Heilpraktikerin und Doktor der Orientalischen Medizin. Der gute Onkel ist ihr erstes Buch.

Beiträge

3
Alle
3.5

Stellenweise gab interessante Hintergründe und Einblicke ins Familienleben der Görings. Es zieht sich aber hier und da auch ordentlich. Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Dennoch im Großen und Ganzen recht lesenswert.

3.5

Ein mutiges, aufrüttelndes Buch, welches eindrucksvoll zeigt wie schwer es ist, sich von den Lasten der Vergangenheit zu lösen.

╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞 Bettina Göring eröffnet ihr Buch mit einem sehr persönlichen Prolog: Als Großnichte von Hermann Göring, einem der mächtigsten Männer des NS-Regimes, setzt sie sich mit der Bürde ihres Familienerbes auseinander. Ihre Erzählung vereint persönliche Erinnerungen, historische Ereignisse, die schmerzhaften Fragen und wie sich Schuld und Verdrängung über Generationen hinweg fortsetzen. Das Buch verbindet Hermann Görings Verbrechen und seinem Leben mit Bettina Görings eigenen Erinnerungen. Ein Leben das geprägt von schwierigen familiären Beziehungen, Identitätssuche und der Konfrontation mit einem überwältigenden Erbe war/ist. Besonders beeindruckend fand ich ihren reflektierten Blick auf die Erinnerungskultur. Das hat mich doch berührt. ⇢ Swipe für ein prägendes Zitat. Bettina Göring verschönert in ihrem Buch nichts: Sie analysiert die widersprüchlichen Facetten ihres Großonkels schonungslos. Dabei beleuchtet sie, wie in ihrer Familie verdrängt und gerechtfertigt wurde. Gleichzeitig erzählt sie von ihrem eigenen turbulenten Lebensweg, von zerrütteten Familienverhältnissen bis zu ihrem Kampf, sich von der Vergangenheit zu befreien. Auch wenn mich manche ihrer Lebensentscheidungen verloren haben, bleibt dieses Buch ein eindringliches Beispiel dafür, wie die Schatten der Geschichte bis in die Gegenwart reichen. ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Ein mutiges, aufrüttelndes Buch, welches eindrucksvoll zeigt wie schwer es ist, sich von den Lasten der Vergangenheit zu lösen. ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚 3,5 / 5 ⭐️ Liebste Grüße 📚📖, Jeanette.

Ein mutiges, aufrüttelndes Buch, welches eindrucksvoll zeigt wie schwer es ist, sich von den Lasten der Vergangenheit zu lösen.

Erst fand ich den Schreibstil gut, die Kapitel relativ kurz aber am Ende geht es (bis da wo ich gelesen habe) nur um die Verhältnisse. Ich hätte lieber ein Buch über Bettina Görings Zeit im Ausland gelesen mit Erkenntnissen aus ihrer (Familien-) Geschichte. 

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