Der große Meaulnes

Der große Meaulnes

Taschenbuch
3.812
SchlossFreundschaftÄlterwerdenTräume

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Beschreibung

Mit der Ankunft des schweigsamen, bäuerisch gekleideten Augustin Meaulnes in der Oberschule von Sainte-Agathe bricht für seine Mitschüler, vor allem für den jüngeren François, eine Zeit der zarten Träume und der wilden Abenteuer an. An einer Hochzeitsfeier auf einem geheimnisvollen Schloss verliebt sich Meaulnes in die schöne Yvonne de Galais. Doch unmittelbar nach der Feier verliert er sie aus den Augen – und als er sie nach einer langen Suche wiederfindet, haben er und seine Freunde sich bereits so sehr in ein Wechselspiel von Liebe, Treue und Verrat verstrickt, dass es scheint, als könne Meaulnes nur noch hilflos dem Scheitern seiner Träume zusehen … Kunstvoll verflicht Alain-Fournier in seinem einzigen Roman Traum und Wirklichkeit, Realität und Phantasie. Das 1913 erschienene Buch beschreibt wie nur wenige Werke die Stimmung jener Generation, die im Ersten Weltkrieg zugrunde gehen sollte – zwischen Geborgenheit und Unbehaustsein, zarter Kindheitsnostalgie und ungestümem Tatendrang.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
336
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Henri-Alain Fournier (eigtl. Henri-Alban Fournier), geboren 1886 in La Chapelle d'Angillon bei Bourges, fiel am 22.9.1914 im Ersten Weltkrieg in einem Wald bei Saint-Rémy. Mit seinem 1913 erschienenen Roman ›Der große Meaulnes‹, in dem er meisterhaft Traum und Wirklichkeit verflicht, eröffnete er den Weg in die moderne Erzählkunst und ging in die Weltliteratur ein.

Beiträge

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3,5 Sterne Ich bin kein nostalgischer Mensch. Das Buch hat es mir daher extrem schwer gemacht. Ich scheine keinen ausgeprägten Sinn für die Romantik zu haben. Lediglich das Wissen aus Luhmanns [b:Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität|1859274|Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität|Niklas Luhmann|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1189323347l/1859274._SY75_.jpg|719442] hat mich gerettet und mir die Möglichkeit gegeben eine Weise zu finden, das Verhalten einzuordnen. Das Buch ist m.E. sprachlich inkonsistent. Viele Passagen haben mir gar nicht gefallen. Ganz großer Pluspunkt: die Naturbeschreibungen und einzelne Szenen, die der Traumlogik folgen. Toll, die Symbolik. z.B. der Totengräber, als Übergang der Jugend zum Erwachsenenalter- Verlust der Unschuld - das Wunder Liebe! Insgesamt bin ich leider kein Fan, der Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Die letzten 20% haben das Buch von 2,5 auf 3,5 Sterne gerettet. Hier bricht die ganze Tragik und Tiefe des Buches durch. Für mich, mal abgesehen von der verlorenen Jugend und der Nostalgie, zentrale Themen: • Freiheit und Verantwortung • Determinismus des Naturalismus vs. Freiheit am Beispiel von Valentine vs. Yvonne : Valentine = Determinismus des sozialen Status, sieht sie sich möglicherweise als Opfer äußerer Umstände- Paradoxie (nach Luhmann): Anstatt die eigene Verantwortung für das Scheitern ihrer Beziehung zu ... zu übernehmen, schiebt sie die Schuld auf eine externe Quelle.... Dies könnte eine Verteidigungsmechanismus sein, um mit dem inneren Konflikt und der Paradoxie ihrer eigenen Gefühle und Handlungen umzugehen. Yvonne= Individuen können völlig freie Willensentscheidungen treffen. • Unbeständigkeit des Lebens • Wie oft kann der Mensch stolpern, fallen bis er nicht mehr aufsteht? In der Jugend noch spielerisch, Rangeleien. Im Erwachsenenalter fällt man, und fällt und fällt... wer versorgt die Wunden? Können diese Wunden jemals heilen? Meine persönliche Hauptfigur der Tragik, der Resilienz, der Beständigkeit, der Verantwortung, ein außergewöhnlicher Charakter, der mein ganzes Herz bekommt: François Seurel - still, nachdenklich, treu- dem die Unbeständigkeit des Lebens und der Menschen mitspielt, den man als wahren Freund an seiner Seite wissen möchte. Ein Mensch ohne Drama, ohne Allüren und doch so unendlich tragisch. Nur für ihn, würde ich gerne 5 Sterne geben. Aber, ich muss konsequent bleiben.

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