Der Goldvogel

Der Goldvogel

Taschenbuch
5.01

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Beschreibung

Galizien in der Donaumonarchie 1880: Zelda Demandt, jüdische Gastwirtstochter, lebt in einer Welt zwischen strengem Ritus und stiller Rebellion – bis ihre jüngere Schwester Fani den Versprechungen eines Amerika-Agenten folgt, der sich als skrupelloser Menschenhändler entpuppt. Entschlossen, Fani zu retten, nimmt Zelda die Verfolgung auf. Gemeinsam mit ihrem Kindheitsfreund Jon, einem Preisboxer, stürzt sich Zelda in eine blutige Hetzjagd quer durch halb Europa: von den Karpaten über die Stätten des frühen Ölbooms und die Adelspaläste Wiens bis zu den Landungsbrücken am Hamburger Hafen. Ein rasanter historischer Roman voller Atmosphäre, Tempo und sorgfältig recherchiertem Zeitkolorit – für Fans kampfstarker Heldinnen, grimmiger Gangster-Sagas und lebendiger Porträts jüdischen Lebens um die Jahrhundertwende. Prämiert mit dem 3. Preis beim Tolino-Media-Alltime-Favorites-Award 2025.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
450
Preis
16.50 €

Autorenbeschreibung

Angela Marina Reinhardt ist Autorin historischer Romane und lebt mit ihrer Familie bei Bonn. Sie hat auch unter Pseudonymen wie z.B. Angela Lund veröffentlicht. Ihr Roman "Eismusik" (Droemer) stand 2024 auf der Shortlist des DELIA-Literaturpreises. Ihre Romane spielen meist im 19. oder 20. Jahrhundert – in verschiedenen Regionen Europas, besonders aber in ihrer literarischen Herzensheimat Italien.

Beiträge

1
Alle
5

A. M. Reinhardt entführt uns nach Galizien (histor. Land Osteuropas auf dem heutigen Gebiet Polens/Ukraine) mitten in die Donaumonarchie 1880. Die junge Zelda, jüdische Tochter eines Gastwirtes, fühlt sich gefangen in den strengen Vorgaben ihrer Rolle als Frau und träumt von einem selbstbestimmten Leben. Als ihre Schwester Fanny den Versprechungen eines Amerika Agenten folgt, nimmt sie gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Jon die Verfolgung durch halb Europa auf. Eine unglaubliche abenteuerliche Reise beginnt. Der Schreibstil liest sich leicht und fließend. Die bildhafte Sprache lässt so viele Szenen lebendig erscheinen. Zeldas Familie leben im jüdischen Glauben, der jüdische Brauchtum ist sehr gut umgesetzt, viele sprachliche Begriffe sind im Anhang erklärt. Ein Personenverzeichnis ist ebenfalls vorhanden, dass ich in historischen Romanen immer zu schätzen weiß. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven erzählt (Zelda, Jon, Fani, Maximilian, Leib Greif), jeder Figur folgt ihren eigenen Zielen. Die Autorin hat starke, authentische Romanfiguren geschaffen, die jeder für sich seine eigenen Bedürfnisse durchsetzen möchte. Dabei kommen alle Beteiligten in höchste Gefahr. Die Figur des Leib Greif fand ich abgrundtief böse, aber auch er hat seine Vergangenheit. Die Geschichte punktet vor allem, dass historische Elemente/Figuren mit fiktiven Handlungen verknüpft sind. So hat es u. a. die Reise von Kaiser Franz Josef durch Galizien im Salonzug gegeben, in denen Zelda und Jon landeten. Auch der Name des Leib Greif ist historisch belegt, ihn hätte ich nicht leibhaftig begegnen wollen. Insgesamt ist es eine spannende Reise unterschiedlichster Figuren, wie diese für den Einzelnen ausgeht, lest am besten selbst. Es lohnt sich! Ich gebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

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