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„Der erste König“ handelt vom angelsächsischen König Offa und seiner Begegnung mit Drida aus dem Frankenreich, die in eine Heirat mit einigen Spannungen mündete. Sabrina Qunaj ist mir zuerst durch ihre lesenswerte Geraldines-Reihe bekannt geworden. Hier handelt es sich allerdings um einen fast 900 Seiten starken Einzelband, bei dem die Waliser eher als Gegner der stärker im Fokus stehenden Angelsachsen angesehen werden. Zudem spielt die Handlung bereits im 8. Jahrhundert. Die Aufmachung des Buches hat mich zugegeben etwas verwirrt. Denn im kürzeren ersten Teil ist nur von Offa die Rede. Der lange zweite Teil beginnt mit Drida, der Begegnung und Heirat der beiden Protagonisten – und dann bleibt der Roman über sehr lange Zeit fast schon stehen. Denn der Hauptinhalt ist meiner Ansicht nach das Spannungsverhältnis der beiden: Offa hat Interesse, sein Reich zu stabilisieren und gegen die Waliser zu verteidigen, Drida kann ihre fränkische Herkunft nicht leugnen und sorgt sich daher eher um die Spannungen in ihrem Reich. Das sorgt keineswegs für eine stabile Ehe und das manche Personen intrigieren, wo es nur geht, macht es nicht besser. All das ist nicht schlecht zu lesen, so ist es nicht. Aber zum Einen ist eine derartige Handlung nicht unbedingt neu, zum Anderen wird sie langatmiger, je länger sie erzählt wird. Und in „Der erste König“ wird sie bis zum Exzess erzählt. Andere Handlungsstränge, wie beispielsweise der Konflikt im Frankenreich zwischen Karl dem Großen und seinem Bruder Karlmann werden zwar thematisiert, gehen aber zugunsten der Haupthandlung völlig unter. So bleibt mir für „Der erste König“ nicht mehr zu sagen als ein „War okay“. Der Fokus war für mich falsch gewählt, die Handlung gewohnt gut erzählt, aber jetzt auch nicht besonders. Für die, die zwar einen Klopper, aber nur einen Einzelband lesen wollen, ganz gut, sonst kann es Sabrina Qunaj auch deutlich besser.
1. Apr. 2026
„Der erste König“ handelt vom angelsächsischen König Offa und seiner Begegnung mit Drida aus dem Frankenreich, die in eine Heirat mit einigen Spannungen mündete. Sabrina Qunaj ist mir zuerst durch ihre lesenswerte Geraldines-Reihe bekannt geworden. Hier handelt es sich allerdings um einen fast 900 Seiten starken Einzelband, bei dem die Waliser eher als Gegner der stärker im Fokus stehenden Angelsachsen angesehen werden. Zudem spielt die Handlung bereits im 8. Jahrhundert. Die Aufmachung des Buches hat mich zugegeben etwas verwirrt. Denn im kürzeren ersten Teil ist nur von Offa die Rede. Der lange zweite Teil beginnt mit Drida, der Begegnung und Heirat der beiden Protagonisten – und dann bleibt der Roman über sehr lange Zeit fast schon stehen. Denn der Hauptinhalt ist meiner Ansicht nach das Spannungsverhältnis der beiden: Offa hat Interesse, sein Reich zu stabilisieren und gegen die Waliser zu verteidigen, Drida kann ihre fränkische Herkunft nicht leugnen und sorgt sich daher eher um die Spannungen in ihrem Reich. Das sorgt keineswegs für eine stabile Ehe und das manche Personen intrigieren, wo es nur geht, macht es nicht besser. All das ist nicht schlecht zu lesen, so ist es nicht. Aber zum Einen ist eine derartige Handlung nicht unbedingt neu, zum Anderen wird sie langatmiger, je länger sie erzählt wird. Und in „Der erste König“ wird sie bis zum Exzess erzählt. Andere Handlungsstränge, wie beispielsweise der Konflikt im Frankenreich zwischen Karl dem Großen und seinem Bruder Karlmann werden zwar thematisiert, gehen aber zugunsten der Haupthandlung völlig unter. So bleibt mir für „Der erste König“ nicht mehr zu sagen als ein „War okay“. Der Fokus war für mich falsch gewählt, die Handlung gewohnt gut erzählt, aber jetzt auch nicht besonders. Für die, die zwar einen Klopper, aber nur einen Einzelband lesen wollen, ganz gut, sonst kann es Sabrina Qunaj auch deutlich besser.
1. Apr. 2026






