Der Bundesbrief

Der Bundesbrief

Hardcover
2.23

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Beschreibung

Ein Roman, der die Schweizer Geschichtsschreibung in Frage stellt. Glänzend recherchiert und hochexplosiv. Restaurator Benjamin Am Bach wird in seinem Haus am Brienzersee erschossen aufgefunden. Motive und Verdächtige für den Mord gibt es zuhauf, denn er war als kritischer Bürger nicht von allen geliebt. Bewundert wurde hingegen sein künstlerisches Geschick: Er konnte malen wie kein Zweiter – und täuschend echte Fälschungen anfertigen, wie die polizeilichen Ermittlungen ergeben. Ein Talent, das bereits sein Vorfahr aus jener Zeit besass, als der Schweizer Bundesbrief erstellt wurde ...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Polizei
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
16.50 €

Beiträge

1
Alle
2.5

Alles nur eine Lüge?

Ich lese Beutlers Bücher gerne, obwohl sein Schreibstil mir nicht behagt. Seine nüchterne, sachliche Sprache blendet Emotionen, Farben, Gerüche und Geschmack aus. Seine Bücher bauen auf wahre Begebenheiten auf und sind gut recherchiert. Man sieht die wissenschaftliche Ausbildung. Dafür schätze ich sie sehr. Dieses Mal drängen aber auch sein Beruf, er war Lehrer, und seine politischen Ansichten in den Vordergrund. Er bezichtigt politisch Andersdenkende offen der Lüge. Dafür erfindet er eine Familie, die über Jahrhunderte an zahlreichen wichtigen Ereignissen der Schweizer Geschichte beteiligt war. Ihre Geschichte soll die wahre Geschichte sein. Als lausiger Kriminalroman getarnt, ist dieser historische Roman ein Pamphlet gegen den Missbrauch des Mythos der Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft durch rechtsnationale Kreise. Als Licio Gelli im Bunker der Geheimarmee P-26 in Lochbach bei Burgdorf auftauchte, fand ich, Beutler lasse keines seiner Feindbilder aus. Schade, denn eigentlich wäre der Krimininalfall interessant.

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