Der Bote

Der Bote

Taschenbuch
4.01
ZunkunftEndzeitLeicheScience Fiction

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Beschreibung

Es war Lene, die Tochter des Hauses. Sie trat an den Tisch, nahm den zweiten Stuhl, der dort stand, sah mich an. Ich wusste nicht, was ich davon zu halten hatte. 'Ich muss die Nacht hierbleiben', sagte das Mädchen. "'Das geht nicht', sagte ich. 'Es muss gehen. Niemand wird davon erfahren.' Sie stellte den Stuhl in die Mitte des Zimmers und begann sich auszuziehen. Die Kleidung ließ sie einfach fallen. Sie setzte sich auf den Stuhl, mir zugewandt. Ich betrachtete das Mädchen wie ein altes Foto. Die Brüste, den Bauch, das Gesicht. Ich betrachtete sie eine halbe Stunde, bis ich müde wurde." Es ist das Jahr 2168 in Zeiten von Postkutschen und rationiertem Wasser. Im Weiler Bannkies findet man die Leiche eines Unbekannten. Ein Kriminalrichter reist an, um den Fall zu untersuchen. Merkwürdiges geschieht, die Zeit fließt schneller. Ein Strudel, der alles und jeden erfasst. Unter einem Schafstall summen Computer. Unter Ruinen liegen Relikte einer merkwürdigen Vergangenheit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Sci-Fi
Sub-Genre
Steam Punk
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
182
Preis
12.30 €

Beiträge

1
Alle
4

Ein weiteres Buch aus meiner Auswahl zum diesjährigen Indiebookday - erneut aus den Conte Verlag.  Ist das nicht ein großartiges Cover, das zusammen mit den Worten "Ein Science-Fiction-Krimi" absolut verlockend klingt? Ich konnte mich diesem Charme jedenfalls nicht entziehen und habe nicht einmal den Klappentext gelesen, bevor ich mich darauf einließ. "Der Bote" hat mich komplett überrascht und es ist schwierig, etwas darüber zu sagen, ohne viel preiszugeben.  Der Einstieg ist ungewöhnlich. Wir werden mit einer seltsamen Figur konfrontiert, die ein paar irre Züge zu haben scheint, von der wir aber sonst nichts erfahren. In kurzen, abgehackten Sätzen stolpern wir ins Geschehen. Doch dann kommt ein hilfreicher Kriminalrichter, der die Sache und uns Leser in die Hand nimmt und versucht, einen Mord aufzuklären.  Wir erfahren etwas mehr über die Hintergründe und dass wir uns in einer Zivilisation in ferner Zukunft befinden, die sich ausnahmsweise einmal nicht vorwärts, sondern rückwärts entwickelt hat und den Errungenschaften aus der "Leserjetztzeit" skeptisch gegenübersteht und sie als Märchen abtut. Die Protagonisten hängen - im wahrsten Sinne des Wortes - in ihrer Zeit fest. Zumindest hat es den Anschein. Es ist ein absolut außergewöhnliches Buch, das mich bis zum Schluß völlig im Unklaren ließ und zwar bekannte Elemente verwendet, diese aber neu zusammensetzt. Mich hat "Der Bote" begeistert. Die Geschichte ist zwar kurz, aber sehr intensiv und ich möchte nun auch die weiteren Werke des Autors lesen.

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