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Romane

Der beste Platz der Welt

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Über das Buch

Felicitas Hoppes Bücher sind immer auch Bücher vom Reisen. Mit Der beste Platz der Welt ist die Autorin am Ziel.Aber welches Ziel? Und wie gelangt sie dorthin? Durch einen Tunnel, beängstigend wie der im Märchen vom Schlaraffenland. In dem Märchen, das Felicitas Hoppe hier erzählt, mündet er direkt an den Mauern einer Kirche auf einem Plateau über der Rhone. An einem so unwirklichen wie realen Sehnsuchtsort, wo viel Wein wächst und wo sich eine alte, aber frisch restaurierte Einsiedelei befindet: »Einsiedeln heißt, einen Ort finden, einen Platz, eine Stelle.«Was nun erzählt wird in jener alpinen Landschaft voll südlichem Licht, ist allerdings keine Geschichte vom Bleiben, sondern der funkelnde Kern der Autobiografie einer Autorin, der nicht zu trauen ist, weil sie in ihren Büchern Mythen und Schicksale erfindet, indem sie – rastlose Hochstaplerin auf der Suche nach Wahrheit – Märchen und Historien zusammenfabuliert. Mit Der beste Platz der Welt erfindet Felicitas Hoppe sich selbst, indem sie zwar von ihrem Aufenthalt als Preisträgerin des Spycher-Literaturpreises erzählt, dabei aber unmerklich in die Reihe ihrer Erfindungen tritt, neben ihre Ritter und Heiligen, ihre Verbrecher und Versager und all die anderen unzuverlässigen Reiseführer der Weltgeschichte. Um schließlich einem Mann die Hand zu reichen, mit dem sie erprobt, wie man Gipfel stürmt. Ein wunderbares Kabinett- und Zauberkunststück, entblößend und verbergend zugleich, das uns zeigt, wie man Sonne in Flaschen füllt und dass wir nie die Ersten sein werden, weil der Einsiedler immer schon vor uns da war.
ISBN9783908777519
VerlagDörlemann
Erscheinungsdatum26.08.09
Seitenzahl96

Autorin / Autor

Über Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt als Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt Picknick der Friseure; 1999, nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff, folgte der Roman Pigafetta; 2003 Paradiese, Übersee; 2004 Verbrecher und Versager; 2006 Johanna; 2008 Iwein Löwenritter; 2009 Sieben Schätze und die Erzählung Der beste Platz der Welt; 2010 Abenteuer – was ist das?; 2011 Grünes Ei mit Speck, eine Übersetzung des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss; 2012 der autobiographische Roman Hoppe und zuletzt 2018 der Roman Prawda. Eine amerikanische Reise. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis und zuletzt mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds.

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