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Daniel kämpft um den Titel “Bester Papa der Welt”, während seine Familie im Oma-Krieg eskaliert und er nebenbei die Biografie eines skandalträchtigen Schauspielers schreiben soll. Warmherzig, witzig und voller liebenswerter Chaos-Momente, typisch Netenjakob!
Als ich die erste Seite von “Der beste Papa der Welt” aufschlug, fühlte es sich an wie ein Familientreffen bei guten Freunden, vertraut, chaotisch und voller Überraschungen. Ich habe mich riesig gefreut, Daniel und Aylin wiederzusehen. Seit “Macho Man” begleite ich die beiden durch Kulturcrashs und Familienwahnsinn, und auch im neuen Band liefert Moritz Netenjakob genau das, was ich an seinen Büchern liebe, warmherzigen Humor, der nie verletzend wird. Diesmal steht Daniel vor der Herausforderung, seiner sechsjährigen Tochter gerecht zu werden, schließlich hat er eine Tasse mit der Aufschrift “Bester Papa der Welt” bekommen, und dieser Titel will verteidigt werden. Netenjakob schafft es wieder einmal meisterhaft, seine Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man sich tatsächlich wünscht, selbst zu dieser verrückten deutsch-türkischen Familie zu gehören. Der absurde “Lieblingsoma”-Kampf zwischen Daniels Mutter (bewaffnet mit Bioprodukten und pädagogischem Lernspielzeug) und Aylins Mutter (Glitzerklamotten, Barbiepuppen und endloses Knuddeln) ist herrlich überspitzt und doch so nachvollziehbar. Auch die Nebenstränge funktionieren. Daniel als Ghostwriter für einen ehemaligen Bond-Bösewicht, der Shitstorms magisch anzieht, und sein Versuch, das “spektakulärste Date in der Geschichte ehelicher Romantik” zu planen, sorgen für köstliche Situationskomik. So sehr ich die Figuren auch liebe, manchmal wünschte ich mir beim Lesen, das Tempo würde etwas gedrosselt. Bei all den parallelen Handlungssträngen (Erziehung, Oma-Krieg, Ghostwriting, Ehe-Date) verliert sich gelegentlich die Tiefe einzelner Momente. Manche Szenen hätten, aus meiner Sicht, mehr Raum verdient, um noch stärker zu wirken. Am Ende fühlte sich das Buch für mich wie ein vollgepackter Familienausflug an, manchmal anstrengend, oft chaotisch, aber mit ganz viel Herz. Netenjakob beweist einmal mehr, dass er der Meister des liebevollen Kulturcrashs ist. Wer die Vorgänger mochte, wird auch diesen Band verschlingen.
22. Dez. 2025
Daniel kämpft um den Titel “Bester Papa der Welt”, während seine Familie im Oma-Krieg eskaliert und er nebenbei die Biografie eines skandalträchtigen Schauspielers schreiben soll. Warmherzig, witzig und voller liebenswerter Chaos-Momente, typisch Netenjakob!
Als ich die erste Seite von “Der beste Papa der Welt” aufschlug, fühlte es sich an wie ein Familientreffen bei guten Freunden, vertraut, chaotisch und voller Überraschungen. Ich habe mich riesig gefreut, Daniel und Aylin wiederzusehen. Seit “Macho Man” begleite ich die beiden durch Kulturcrashs und Familienwahnsinn, und auch im neuen Band liefert Moritz Netenjakob genau das, was ich an seinen Büchern liebe, warmherzigen Humor, der nie verletzend wird. Diesmal steht Daniel vor der Herausforderung, seiner sechsjährigen Tochter gerecht zu werden, schließlich hat er eine Tasse mit der Aufschrift “Bester Papa der Welt” bekommen, und dieser Titel will verteidigt werden. Netenjakob schafft es wieder einmal meisterhaft, seine Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man sich tatsächlich wünscht, selbst zu dieser verrückten deutsch-türkischen Familie zu gehören. Der absurde “Lieblingsoma”-Kampf zwischen Daniels Mutter (bewaffnet mit Bioprodukten und pädagogischem Lernspielzeug) und Aylins Mutter (Glitzerklamotten, Barbiepuppen und endloses Knuddeln) ist herrlich überspitzt und doch so nachvollziehbar. Auch die Nebenstränge funktionieren. Daniel als Ghostwriter für einen ehemaligen Bond-Bösewicht, der Shitstorms magisch anzieht, und sein Versuch, das “spektakulärste Date in der Geschichte ehelicher Romantik” zu planen, sorgen für köstliche Situationskomik. So sehr ich die Figuren auch liebe, manchmal wünschte ich mir beim Lesen, das Tempo würde etwas gedrosselt. Bei all den parallelen Handlungssträngen (Erziehung, Oma-Krieg, Ghostwriting, Ehe-Date) verliert sich gelegentlich die Tiefe einzelner Momente. Manche Szenen hätten, aus meiner Sicht, mehr Raum verdient, um noch stärker zu wirken. Am Ende fühlte sich das Buch für mich wie ein vollgepackter Familienausflug an, manchmal anstrengend, oft chaotisch, aber mit ganz viel Herz. Netenjakob beweist einmal mehr, dass er der Meister des liebevollen Kulturcrashs ist. Wer die Vorgänger mochte, wird auch diesen Band verschlingen.
22. Dez. 2025








