Das Nostradamus-Rätsel
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ein historischer Roman, der düster und mystisch anmutend ist. Interessant gestaltet, was Nostradamus angeht. Hätte aber mehr sein können 🔮
Wir schreiben das Jahr 1566: Melisandé und ihre Schwester Chantelle haben das Glück zusammen mit ihrem Vater am Hofe des jungen König Charles spielen zu können. Dort treffen sie auch auf Katharina von Medici und den berühmten Seher und Arzt Nostradamus. Sie werden Zeuge einer Vorhersagung von Nostradamus, doch außer Katharina von Medici, mag keiner Recht daran glauben. Doch ein Teil der Prophezeiung erfüllt sich und Chantelle wird mitsamt ihres Bräutigams ermordet. Melisandé muss fliehen und sucht nach Hilfe, um ihren Vater zu befreien und ihren Ruf reinzuwaschen. So flüchtet sie zu Nostradamus nach Salon. Doch der bürdet Melisandé drei weitere Prophezeiungen auf, welche sie noch weiter in Todesgefahr bringen... Melisandé ist mit ihren 12 Jahren wirklich erwachsen geraten. So mag es sein, dass dies früher der Fall war, jedoch erscheint sie mir dennoch äußerst gescheit und auch empathisch zu sein. Ihren Gedanken und Handlungen kann man durchweg gut folgen, was auch dem Lesefluss Recht zuträglich war. Die Charaktere sind generell sehr realistisch gestaltet. So gibt es liebe Charaktere, als auch die, denen man besser aus dem Weg geht. Wie zur damaligen Zeit üblich sind viele Menschen hinterrücks und man weiß nicht ganz, wem man wirklich trauen kann. Generell ist das Hieben und Stechen aus der Zeit, wo man vorsichtig sein muss, wem man was und generell, was man überhaupt sagt, sehr gut dargestellt. Besonderes Augenmerk bei den Charakteren ist der Konflikt, welcher durch die verschiedenen Religionen in der Politik heraufbeschworen wurde. Und es ist interessant zu lesen, wie Katharina von Medici total darin aufgeht, während anderen das eigentlich am Allerwertesten vorbeigeht. Es interessiert nur, als Mittel zum Zweck: Erhaltung von Mächten. Auch das Setting ist gut beschrieben. Historisch gesehen hat sich die Autorin wohl sehr gut informiert und die Abläufe etc. sind genau beschrieben. Die Brutalität und Rauheit der Zeit der Spannungen mit den Hugenotten ist deutlich und in meinem Augen für Jugendliche schon fast zu ausführlich. Generell habe ich vorher ehrlicherweise nicht viel davon gehört und so war ich stellenweise mit den Gegebenheiten und den ganzen Personen etwas überfordert. Lediglich durch das Anlesen weiterer Informationen hatte ich gegen Mitte des Buches mal das Gefühl auch wirklich zu verstehen, was eigentlich Sache ist. Dennoch ist die Gräueltat hinsichtlich der Blutnacht von Paris, welche nicht an dem Abend endete, eine von langer Hand geplante Aktion gewesen, welche willkürlich eingeleitet wurde und zum Ende des Buches plastisch beschrieben wird. Hinsichtlich Nostradamus hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Erst tritt er kurz als Seher und Prophet auf, dann als kranker alter Mann und schließlich sind es 'nur' noch seine Weissagungen, welche meiner Meinung nach dennoch zu wenig Raum hatten. Melisandé steht eindeutig im Vordergrund, aber die Nachrichten des Nostradamus sind eher zweitrangig. Das Buch zieht sich gezwungener Maßen über Jahre, in denen nicht immer besonders viel passiert, weshalb die Spannung auch mehr oder weniger ausblieb. Auch das politische Geplänkel, insbesondere zum Ende hin, fand ich nicht wirklich spannend. Der Schreibstil ist in Ordnung und lässt sich gut lesen. Insgesamt würde ich recht gut unterhalten. Dennoch würde ich sagen, dass sich dieser Roman eher an geschichtlich interessierte Jugendliche oder Erwachsene richtet. Nimmt doch nicht jeder in der Schule die Zeit um die Hugenotten im vorrevolutionären Frankreich durch. Ich vergebe daher 3,5 Sterne 📜
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Ein historischer Roman, der düster und mystisch anmutend ist. Interessant gestaltet, was Nostradamus angeht. Hätte aber mehr sein können 🔮
Wir schreiben das Jahr 1566: Melisandé und ihre Schwester Chantelle haben das Glück zusammen mit ihrem Vater am Hofe des jungen König Charles spielen zu können. Dort treffen sie auch auf Katharina von Medici und den berühmten Seher und Arzt Nostradamus. Sie werden Zeuge einer Vorhersagung von Nostradamus, doch außer Katharina von Medici, mag keiner Recht daran glauben. Doch ein Teil der Prophezeiung erfüllt sich und Chantelle wird mitsamt ihres Bräutigams ermordet. Melisandé muss fliehen und sucht nach Hilfe, um ihren Vater zu befreien und ihren Ruf reinzuwaschen. So flüchtet sie zu Nostradamus nach Salon. Doch der bürdet Melisandé drei weitere Prophezeiungen auf, welche sie noch weiter in Todesgefahr bringen... Melisandé ist mit ihren 12 Jahren wirklich erwachsen geraten. So mag es sein, dass dies früher der Fall war, jedoch erscheint sie mir dennoch äußerst gescheit und auch empathisch zu sein. Ihren Gedanken und Handlungen kann man durchweg gut folgen, was auch dem Lesefluss Recht zuträglich war. Die Charaktere sind generell sehr realistisch gestaltet. So gibt es liebe Charaktere, als auch die, denen man besser aus dem Weg geht. Wie zur damaligen Zeit üblich sind viele Menschen hinterrücks und man weiß nicht ganz, wem man wirklich trauen kann. Generell ist das Hieben und Stechen aus der Zeit, wo man vorsichtig sein muss, wem man was und generell, was man überhaupt sagt, sehr gut dargestellt. Besonderes Augenmerk bei den Charakteren ist der Konflikt, welcher durch die verschiedenen Religionen in der Politik heraufbeschworen wurde. Und es ist interessant zu lesen, wie Katharina von Medici total darin aufgeht, während anderen das eigentlich am Allerwertesten vorbeigeht. Es interessiert nur, als Mittel zum Zweck: Erhaltung von Mächten. Auch das Setting ist gut beschrieben. Historisch gesehen hat sich die Autorin wohl sehr gut informiert und die Abläufe etc. sind genau beschrieben. Die Brutalität und Rauheit der Zeit der Spannungen mit den Hugenotten ist deutlich und in meinem Augen für Jugendliche schon fast zu ausführlich. Generell habe ich vorher ehrlicherweise nicht viel davon gehört und so war ich stellenweise mit den Gegebenheiten und den ganzen Personen etwas überfordert. Lediglich durch das Anlesen weiterer Informationen hatte ich gegen Mitte des Buches mal das Gefühl auch wirklich zu verstehen, was eigentlich Sache ist. Dennoch ist die Gräueltat hinsichtlich der Blutnacht von Paris, welche nicht an dem Abend endete, eine von langer Hand geplante Aktion gewesen, welche willkürlich eingeleitet wurde und zum Ende des Buches plastisch beschrieben wird. Hinsichtlich Nostradamus hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Erst tritt er kurz als Seher und Prophet auf, dann als kranker alter Mann und schließlich sind es 'nur' noch seine Weissagungen, welche meiner Meinung nach dennoch zu wenig Raum hatten. Melisandé steht eindeutig im Vordergrund, aber die Nachrichten des Nostradamus sind eher zweitrangig. Das Buch zieht sich gezwungener Maßen über Jahre, in denen nicht immer besonders viel passiert, weshalb die Spannung auch mehr oder weniger ausblieb. Auch das politische Geplänkel, insbesondere zum Ende hin, fand ich nicht wirklich spannend. Der Schreibstil ist in Ordnung und lässt sich gut lesen. Insgesamt würde ich recht gut unterhalten. Dennoch würde ich sagen, dass sich dieser Roman eher an geschichtlich interessierte Jugendliche oder Erwachsene richtet. Nimmt doch nicht jeder in der Schule die Zeit um die Hugenotten im vorrevolutionären Frankreich durch. Ich vergebe daher 3,5 Sterne 📜




