
433 Follower
Wie schon der erste Band der Gerber-Reihe bietet auch “Das Mädchen und der General” eine authentische Nachkriegskulisse, bleibt aber bei der Geschichte nur mittelmäßig spannend.
Nun habe ich nach “Ein Präsident verschwindet” auch “Das Mädchen und der General” von Ralf Langroth gelesen, und leider setzt sich der mittelmäßige Eindruck fort. Während sich der vorherige Band um das mysteriöse Verschwinden des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John drehte, widmet sich dieser Fall einem Mord an einer jungen Frau mit Verbindungen zu einem hochrangigen General und dem verschwinden geheimer Papiere. Kommissar Gerber bleibt seiner Linie treu - manchmal leider zu sehr, denn auch hier wirken seine Ermittlungsmethoden oft nicht nachvollziehbar. Die Stärken und Schwächen der Buchreihe sind ähnlich geblieben. Die historische Recherche ist wieder sehr solide. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit wird auch in diesem Buch wieder gut eingefangen. Die Charakterentwicklung bleibt weiterhin oberflächlich und die Spannung lässt auch in diesem Teil zu wünschen übrig. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Fall diesmal nicht nur politisch sondern auch persönlich. Der Fokus auf den Mord an einer jungen Frau hätte eigentlich mehr emotionale Tiefe ermöglichen können, doch leider nutzt der Autor dieses Potenzial nicht ausreichend. Wie schon bei den ersten beiden Teilen ist “Das Mädchen und der General” solide Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht mehr. Wer die anderen beiden Bände, mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen - allerdings sollte man keine deutliche Steigerung erwarten. Die Reihe bleibt ihrer Linie treu: historisch gut recherchiert, aber erzählerisch nur durchschnittlich. Für Fans deutscher Nachkriegskrimis ist die Reihe weiterhin eine Option für entspannte Lesestunden, aber der große Wurf ist auch dieser Teil nicht geworden. Die authentische Zeitdarstellung rettet die drei Sterne, auch wenn ich mir für den nächsten Band mehr Spannung und bessere Charakterentwicklung wünschen würde.
13. Nov. 2024
Wie schon der erste Band der Gerber-Reihe bietet auch “Das Mädchen und der General” eine authentische Nachkriegskulisse, bleibt aber bei der Geschichte nur mittelmäßig spannend.
Nun habe ich nach “Ein Präsident verschwindet” auch “Das Mädchen und der General” von Ralf Langroth gelesen, und leider setzt sich der mittelmäßige Eindruck fort. Während sich der vorherige Band um das mysteriöse Verschwinden des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John drehte, widmet sich dieser Fall einem Mord an einer jungen Frau mit Verbindungen zu einem hochrangigen General und dem verschwinden geheimer Papiere. Kommissar Gerber bleibt seiner Linie treu - manchmal leider zu sehr, denn auch hier wirken seine Ermittlungsmethoden oft nicht nachvollziehbar. Die Stärken und Schwächen der Buchreihe sind ähnlich geblieben. Die historische Recherche ist wieder sehr solide. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit wird auch in diesem Buch wieder gut eingefangen. Die Charakterentwicklung bleibt weiterhin oberflächlich und die Spannung lässt auch in diesem Teil zu wünschen übrig. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Fall diesmal nicht nur politisch sondern auch persönlich. Der Fokus auf den Mord an einer jungen Frau hätte eigentlich mehr emotionale Tiefe ermöglichen können, doch leider nutzt der Autor dieses Potenzial nicht ausreichend. Wie schon bei den ersten beiden Teilen ist “Das Mädchen und der General” solide Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht mehr. Wer die anderen beiden Bände, mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen - allerdings sollte man keine deutliche Steigerung erwarten. Die Reihe bleibt ihrer Linie treu: historisch gut recherchiert, aber erzählerisch nur durchschnittlich. Für Fans deutscher Nachkriegskrimis ist die Reihe weiterhin eine Option für entspannte Lesestunden, aber der große Wurf ist auch dieser Teil nicht geworden. Die authentische Zeitdarstellung rettet die drei Sterne, auch wenn ich mir für den nächsten Band mehr Spannung und bessere Charakterentwicklung wünschen würde.
13. Nov. 2024






