
46 Follower
400 Seiten legt mir die Autorin dar, wie wohlstandskaputt die gutbürgerliche westliche Mittelschicht ist (das war erst Band 1, insgesamt geht die Hauptfigur über drei Bände zugrunde). Dazu lerne ich in jedem Kapitel neues Romanpersonal kennen, das aber nur dünn miteinander in Verbindung steht. Dadurch verliere ich schon auf den ersten 100 Seiten den Überblick, was mich nicht in das Buch hineinkommen lässt, weil ich ständig neue Leute verstehen muss, ohne mehr von den bisherigen zu erfahren. Der Protagonist Vernon Subutex hat seine Wohnung verloren und manövriert sich durchs Leben, indem er "vorübergehend" bei seinen alten Freunden unterkommt. Ihn und alle seine Kumpels von damals prägt eine Erinnerung an eine glorifizierte Jugendzeit, die mich kolossal nervt: Früher war alles besser, die Musik, das Leben, die Parties, es gab noch kein Internet, etc. Jetzt ist alles schlecht, man ist alt, verträgt nichts mehr, hat keinen Job, einer nach dem anderen sterben die Freunde weg, usw. Zwischendurch gibt es jede Menge Geschlechtsverkehr, Alkohol und Drogen, nun gut. Angeblich soll das Buch humorvoll sein, ich habe den Witz nicht gefunden. Die Autorin zerfleischt die französische Mittelschicht, aber ihre Art des Spiegel Vorhaltens hat mich leider nicht erreicht, bzw. irgendwann gelangweilt.

6. Aug. 2024
400 Seiten legt mir die Autorin dar, wie wohlstandskaputt die gutbürgerliche westliche Mittelschicht ist (das war erst Band 1, insgesamt geht die Hauptfigur über drei Bände zugrunde). Dazu lerne ich in jedem Kapitel neues Romanpersonal kennen, das aber nur dünn miteinander in Verbindung steht. Dadurch verliere ich schon auf den ersten 100 Seiten den Überblick, was mich nicht in das Buch hineinkommen lässt, weil ich ständig neue Leute verstehen muss, ohne mehr von den bisherigen zu erfahren. Der Protagonist Vernon Subutex hat seine Wohnung verloren und manövriert sich durchs Leben, indem er "vorübergehend" bei seinen alten Freunden unterkommt. Ihn und alle seine Kumpels von damals prägt eine Erinnerung an eine glorifizierte Jugendzeit, die mich kolossal nervt: Früher war alles besser, die Musik, das Leben, die Parties, es gab noch kein Internet, etc. Jetzt ist alles schlecht, man ist alt, verträgt nichts mehr, hat keinen Job, einer nach dem anderen sterben die Freunde weg, usw. Zwischendurch gibt es jede Menge Geschlechtsverkehr, Alkohol und Drogen, nun gut. Angeblich soll das Buch humorvoll sein, ich habe den Witz nicht gefunden. Die Autorin zerfleischt die französische Mittelschicht, aber ihre Art des Spiegel Vorhaltens hat mich leider nicht erreicht, bzw. irgendwann gelangweilt.
6. Aug. 2024







