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Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san

3,8(37)
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Über das Buch

Essen und LESEN halten Leib und Seele zusammen

Ein leichtfüßiger, herzerwärmender Roman mit viel japanischem Flair

Ein Jahr ist das kleine Antiquariat in Tokios Bücherviertel Jimbocho geschlossen gewesen, als Sango-san den Rolladen nach oben schiebt. Voll Elan macht sie sich ans Kehren, Abstauben, stellt Bücherkisten nach draußen … nur, was dann? Zeitlebens hat die 70-Jährige sich um die Bedürfnisse anderer gekümmert, aber ein Geschäft hat sie noch nie geführt. Und so drückt sie ihren Kunden überraschende Buchempfehlungen in die Hand und lädt sie zu Tee, Sushi, Sobanudeln oder Curry ein. Lange wird das nicht gut gehen. Zum Glück kann die 70-Jährige auf die Hilfe ihrer Großnichte zählen. Für Mikiki bedeutet der Laden mit den seltenen, längst vergriffenen Büchern mehr, als sie sich bisher eingestanden hat …

Editionen (1)

ISBN9783423284752
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum17.04.25
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

11 Rezensionen

3,8

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  • aygen_e
    aygen_e

    138 Follower

    5,0

    Sternebewertung fiktiv

    Was wäre, wenn ein Buchladen der Anfang von etwas Neuem wäre und gleichzeitig eine stille Verneigung vor dem Vergangenen? In „Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ von Hika Harada begleiten wir die 70-jährige Sango-san, die nach dem Tod ihres Bruders dessen Buchladen im japanischen Bücherviertel Jimbocho wieder zum Leben erweckt. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Nichte Mikiki und gemeinsam richten sie nicht nur Regale neu ein, sondern ordnen auch Erinnerungen, Beziehungen und Lebensfragen. Was mir besonders gefallen hat. Auch wenn das Setting Buchhandlung, Japan, melancholische Rückschau nicht neu ist, hat dieser Roman seinen ganz eigenen Charme. Jede Episode beginnt mit einem japanischen Buchklassiker und wird von einem typischen Gericht begleitet, ein literarisch-kulinarisches Ritual, das Wärme und Tiefe verleiht. Sango-san ist eine ruhige, dankbare Figur, deren Alter spürbar Teil der Geschichte wird, sie schafft vieles nicht allein, sie braucht Zeit, Pausen, Hilfe. Und genau das macht diese Geschichte so ehrlich. Es ist kein Roman, der überraschen will, sondern einer, der umhüllt. Ein ruhiger Wohlfühlroman, ideal für alle, die sich für ein paar Stunden in eine entschleunigte, liebevoll ausgestattete Bücherwelt hineinlesen möchten.

    12. Juni 2025

  • 3,0

    Nach dem Tod ihres Bruders Jiro hat Sango-san sein Antiquariat im Tokioter Stadtteil Jimbocho übernommen, doch die 70-Jährige kann sich nicht so recht für diese Arbeit begeistern. Außerdem musste sie dafür ihr Leben in Obihiro zurücklassen, in welchem sie an einem wichtigen Wendepunkt stand. Unterstützt wird Sango-san von ihrer Großnichte Mikiki, deren Mutter das Geschäft lieber in den Händen ihrer Tochter sehen würde, als denen einer alten Frau. Auch Mikiki träumt davon, das Antiquariat selbst zu führen, doch Sango-san scheint das nicht in Erwägung zu ziehen. Was soll Mikiki also tun? „Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ ist der zweite, im Deutschen vorliegende Roman von Hika Harada, die Übersetzung stammt von Janett Blesch. Erzählt wird abwechselnd aus Sangos und Mikikis Perspektive in der Ich- und Gegenwartsform, so als würden wir selbst an den Ereignissen teilnehmen. Ich muss allerdings sagen, dass in meinem Ebook keine klare Trennung zwischen den Perspektiven zu sehen war und diese manchmal von einer Zeile auf die nächste wechselte. Somit musste ich ständig aus dem Kontext schließen, wer eigentlich gerade erzählt – da hätte ich mir doch eine klare Abgrenzung gewünscht. Jedes Kapitel ist zudem so aufgebaut, dass einem Kunden oder einer Kundin ein bestimmtes Buch empfohlen und im Anschluss gemeinsam ein japanisches Gericht gegessen wird. Diese Kombination wirkte etwas gewollt auf mich, denn Sango-sans Antiquariat hat nicht etwa ein angeschlossenes Restaurant, sondern sie lädt einfach regelmäßig jemanden, der bei ihr einkauft, zum Essen ein. Hier hätte sich die Autorin besser auf die Literaturempfehlungen beschränkt, so wirkt es überfrachtet. Die eigentliche Handlung ist nicht unbedingt spektakulär. Sango und Mikiki verkaufen Bücher, grübeln über die Zukunft des Ladens und versuchen nebenbei herauszufinden, was für ein Leben ihr Bruder bzw. Großonkel in den letzten Jahren geführt hat. Dabei machen sie am Ende eine – für sie – große Entdeckung, die uns als Leser*innen aber nicht wirklich vom Hocker haut. In der Vielzahl der Romane um kleine Läden geht dieser leider unter.

    24. Apr. 2025

  • oezlemakdeniz
    oezlemakdeniz

    2 Follower

    4,0

    Anders als zunächst erwartet und trotzdem stimmig

    Ich hatte das Buch gerade auf meine Merkliste gesetzt als ich es in der Onleihe der örtlichen Bibliothek gefunden habe. Zack. Ausgeliehen und direkt angefangen zu lesen. Zunächst war es ganz anders als erwartet. Ich habe erwartet, dass es darum geht wie gearbeitet wird. Einen Blick hinter die Kulissen. Hier lag der Fokus auf Buchempfehlungen und Essen. An ein-zwei Stellen manchmal belehrend, eröffnet dann aber weitere Einblicke. Gut fand ich, dass es nicht so viele Protagonisten hat und das einiges auch offen bleibt. Es wird die Möglichkeit zu Entwicklung geboten, was die Person dann daraus macht ist ihr/ihm überlassen. Für mich war es anders als ich erwarten habe und trotzdem stimmig. Ich hab es gemocht zu lesen. Nachkaufen werde ich es erstmal nicht, trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben. So ein Antiquariat finde ich auch ganz toll und ich werde an die Geschichte denken, wenn ich das nächste Mal in einem stöbere.

    26. März 2026

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hika Harada

Hika Harada wurde 1970 in der japanischen Präfektur Kanagawa geboren. Sie hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Bücher veröffentlicht und wurde mit dem Subaru-Literaturpreis ausgezeichnet.

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