Das Haus des Magiers

Das Haus des Magiers

Taschenbuch
1.82

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Beschreibung

Überraschend erbt Matthew Palmer von seinem Vater ein Haus in Clerkenwell im Süden Londons. Als er das alte Gebäude zum ersten Mal betritt, spürt er sofort, wie er in dessen magischen Bann geschlagen wird. Es kommt ihm fast wie ein Spukhaus vor, bedrohlich und – obwohl leerstehend – seltsam lebendig, als hätte das Haus selbst eine Seele. Matthew beginnt die Geschichte des Hauses zu recherchieren und stößt dabei auf den berühmten Magier Doktor John Dee, einst Besitzer des geheimnisvollen Hauses. Und Doktor Dee war weit mehr als nur ein Zauberkünstler. Er war Wissenschaftler und Philosoph, Hofastrologe von Elisabeth I., Mathematiker und Alchimist: Ein Mann von ungeheurem Forschungsdrang, der erkunden wollte, was die Welt im Innersten zusammenhält - und der an die Kommunikation mit Geistern glaubte. Je tiefer Matthew in die Geschichte des Hauses eindringt, desto weniger kann er sich den Schatten und Stimmen der Vergangenheit entziehen. Und sie führen ihn schließlich zu einer ungeheuerlichen Erkenntnis über seinen Vater und über sich selbst. Brillant verknüpft Peter Ackroyd in seinem Roman zwei Zeitebenen: Der Leser erlebt das London der Gegenwart und das des 16. Jahrhunderts. Und wie kaum einem anderen Autor gelingt es Peter Ackroyd, die Geschichte, die Orte, die Gebäude dieser einzigartigen Stadt zum Leben zu erwecken.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
384
Preis
10.30 €

Beiträge

1
Alle
2.5

Peter Ackroyds "Das Haus des Magiers" ist ein faszinierender, aber auch fordernder Roman, der sich mit der Durchlässigkeit von Zeit und Identität beschäftigt. Im Zentrum steht der Historiker Matthew Palmer, der ein geheimnisvolles Haus in London erbt – ein Haus, das einst dem elisabethanischen Magier und Alchemisten John Dee gehörte. Was als historische Spurensuche beginnt, entwickelt sich zu einer metaphysischen Reise, bei der sich Vergangenheit und Gegenwart zunehmend überlagern. Stärken des Romans liegen in Ackroyds atmosphärischer Dichte und seinem Gespür für historische Details. Besonders gelungen ist die Darstellung des elisabethanischen Londons, das mit all seinen Gerüchen, Geräuschen und sozialen Spannungen lebendig wird. Auch die Sprache – insbesondere in den Passagen um John Dee – ist kraftvoll und stilistisch überzeugend. Allerdings verlangt der Roman seinen Leserinnen und Lesern einiges ab. Die verschachtelte Erzählstruktur, die häufigen Perspektivwechsel und die philosophischen Reflexionen über Zeit und Existenz können verwirrend wirken. Wer eine klassische Handlung mit klarer Dramaturgie erwartet, könnte enttäuscht sein. "Das Haus des Magiers" ist weniger ein historischer Roman im traditionellen Sinn als vielmehr ein literarisches Experiment über die Grenzen von Raum und Zeit. Insgesamt ist Ackroyds Werk ein anspruchsvolles, aber lohnendes Leseerlebnis – besonders für jene, die sich für Geschichte, Esoterik und die dunkleren Ecken Londons begeistern können. Wenn du bereit bist, dich auf ein literarisches Labyrinth einzulassen, wirst du hier fündig. Wenn du eher auf geradlinige Erzählungen stehst, könnte es ein harter Brocken sein.

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