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Romane

Das gute Übel

3,3(18)
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Über das Buch

Das Grauen lauert im Vertrauten

Hinterm Haus liegt ein tiefer See, da sitzt sie stundenlang auf dem Grund und hält die Luft an – zurück bei Mann und Kindern wird sie den bohrenden Wunsch nicht los, für immer unter Wasser zu wollen. Ein Junge hat ein Loch in der Kehle und die Stimme verloren – und um die Aufmerksamkeit seines gebrochenen Vaters zu wecken, greift er zu immer abgründigeren Methoden. Eine im Sterben liegende Frau ruft eine Freundin an, mit der sie seit dreißig Jahren nicht gesprochen hat, seit dem tragischen Unfall damals – wer von den beiden trug daran eigentlich die Schuld?

In den gestochen scharfen Horrorgeschichten von Das gute Übel kommen uns die Monster des Alltäglichen so nahe, dass wir ihren Atem im Nacken spüren. Samanta Schweblin ist eine Magierin und schreibt mit einem übernatürlichen Gespür über den Einbruch des Bösen in unsere Welt – und das perfide Gute, das darin aufscheint.

Alle Dutzend Jahre erscheint dieses eine Buch, das ein Loch in den Himmel reißt.

Editionen (1)

ISBN9783518431382
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum17.09.25
Seitenzahl189

Rezensionen & Bewertungen

18 Bewertungen

4 Rezensionen

3,3

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  • mathiaz
    mathiaz

    9 Follower

    3,5

    Dieser Erzählband mit sechs Kurzgeschichten verlangte mir Durchhaltevermögen ab. Dennoch lohnte sich das Lesen.

    Durchhalten: Nicht weil die Geschichten langatmig waren. Im Gegenteil, Schweblin bringt mit ihren präzisen Alltagsbeschreibungen teils bekannte Szenen in den Fokus, die sich leicht weglesen lassen und mich dann ins Grübeln über das Gelesene versetzten. Und das ist das Problem. Mein Problem? Von sechs Geschichten kapiere ich tatsächlich gerade mal so zwei. Sprachlich präzise kreiert die Autorin Spannungsbögen, nur um mich dann verständnislos drein blickend zurückzulassen. Das ist ok. Ich habe die Wahl. Kann darüber nachdenken oder einfach weiterlesen. Meist las ich einfach weiter. Hängen geblieben sind vor allem drei Geschichten, wobei mir die erste (Selbstmordthema) und die letzte (Gewaltausbruch gegenüber einer Frau) am eindringlichsten im Gedächtnis blieben, beim Lesen den Atem stocken und mich äußerst unwohl zurück ließen. Ich mag, wenn es mir Geschichten nicht so einfach machen. Deshalb las ich immer weiter und hoffte auf eine Auflösung am Ende. Die gibt die Autorin auch im Nachwort. Das hilft ein klein wenig beim Einordnen. Aber mehr nicht. Und ja… Cover-Texte… die führten mich hier wieder mal in die Irre: “Gestochen scharfe Horrorgeschichten”.. ich hatte mehr Phantastik erwartet, obwohl das Werk dem literarischen Genre der “Phantastischen Erzählungen” zugeschrieben wird. Und während ich das hier schreibe und dabei darüber nachdenke, komme ich doch zu dem Schluss. Ok. Das war gestochen scharfer Horror. Mir aber teils zu real. Ich hatte mehr etwas in Richtung Stephen King erwartet. Also wenn das hier eher negativ rüber kommt, ist so nicht gemeint. Sondern ich versuche nur die Diskrepanz zu meiner Erwartungshaltung zu zeigen. Lest. Es ist kurzweilig. Es gibt Einblick in menschliche Alltagsabgründe, die gar nicht so fern sind. Man sollte nur Lust auf eine tiefere Auseinandersetzung mit den Texten haben. Diese fehlte mir.

    28. Juni 2026

  • fm014
    fm014

    19 Follower

    2,0

    Kann ich wirklich nicht empfehlen. Makabere Kurzgeschichten, die mir wenig geben - auch wenn der Schreibstil okay ist.

    20. Dez. 2025

  • floern
    floern

    18 Follower

    3,0

    Eine Sammlung gar merkwürdiger Erzählungen die im Genre Tragik und Horror angesiedelt sind. Die Geschichten sind handwerklich solide erzählt, und kommen ohne Blut und sonstige Ekelhaftigkeiten aus. Der eigentliche Horror versteckt sich im Subtext, und wird von einer symbolträchtigen Sprache ziemlich gut verschleiert. Damit möchte ich sagen, dass ich selten ein Buch so sehr nicht verstanden habe wie dieses hier. Vermutlich liegt es auch daran, dass ich dem Buch kaum Luft gegeben habe, seine Wirkung zu entfalten, da ich über das gelesene nicht wirklich großartig nachdenken mochte. Oftmals ist das Thema der Verlust der eigenen Kinder und funktioniert wahrscheinlich sehr viel besser, wenn man in seinem Leben bereits elterliche Gedanken und Gefühle erlebt hat oder sich selbst Kinder wünscht. Ich fühlte mich trotzdem weitgehend gut unterhalten.

    1. Okt. 2025

3 von 4 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 3114%
mathiaz
mathiaz23. Juni 2026

Uff. Das war direkt ein heftiger Einstieg und das kurz vorm Einschlafen 🫣 Aber toll auf den Punkt geschrieben. Das Ende kann jeder für sich interpretieren, oder? 1. Die letzten Erinnerungen bevor sie das zeitliche segnet… aber da passt der Nachbar nicht so recht dazu…? 2. Alles offen…

Seite 6529%

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Autorin / Autor

Über Samanta Schweblin

Samanta Schweblin wurde 1978 in Buenos Aires geboren. Für ihren Erzählungsband Die Wahrheit über die Zukunft erhielt sie 2008 den Premio Casa de las Américas sowie den Juan-Rulfo-Preis, für den Band Sieben leere Häuser erhielt sie den Premio de narrativa breve Ribera del Duero de España. Ihre Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt. Zwei Mal stand sie bereits auf der Shortlist für den International Booker Prize. Samanta Schweblin lebt und arbeitet in Berlin.

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