Das Gewicht aller Dinge
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Das Gewicht aller Dinge Britta Röder Hier kommt ein leichtes, feines Buch, das zum Nachdenken anregt: Wie sieht es eigentlich mit dem Schicksal aus? Gibt es Situationen, die anders verlaufen wären, wenn man sich anders verhalten hätte? Ich meine, wenn man vielleicht fünf Minuten später aus dem Haus gegangen wäre, nicht den Schlüssel vergessen hätte, nicht noch einmal hätte umkehren müssen? Oder gibt es sogar Wesen auf der Erde, die einen beschützen oder uns in eine andere Richtung lenken? Eine junge Frau wacht eines Morgens auf einer Parkbank auf und kann sich an nichts erinnern. Man gibt ihr zu essen, bietet ihr ein Nachtquartier an und besorgt ihr sogar einen Job. Diese junge Frau, die sich Angelica nennt, ist gebildet, spricht mehrere Sprachen und hat ein beeindruckendes Allgemeinwissen. Doch sie weiß ihren Namen nicht oder woher ihr unglaubliches Wissen kommt. Sie selbst ist eher zurückhaltend, aber die Leute in ihrer Nähe haben das Gefühl sich ihr anvertrauen zu wollen. So erfahren wir Geschichten von Angelicas Gegenüber: - Die 90-Jährige Charlotte erzählt uns ihre spannende Lebensgeschichte, die uns mitten in den 2. Weltkrieg führt. Sie und ihr Vater versuchen einen jüdischen Freund vor den Nazis zu verstecken. - Und Rolf hat gerade seine geliebte Frau Sybille durch einen Autounfall verloren. Er ist in seiner Trauer total erstarrt. - Die kühle Anne, vom Leben enttäuscht, ist bereits so verbittert, dass sie Höflichkeiten falsch interpretiert. Allen hilft sie auf unterschiedlichster Weise um sie in ihre Leben zurück zu holen. Britta Röders Sprache ist fein und sie bringt die Dinge auf den Punkt. Ihr komprimierter Schreibstil vermeidet langatmige Bandwurmsätze und beinhaltet trotzdem so viele Weisheiten. Ein kleines Buch mit 198 Seiten, was sich angenehm und schnell liest. Ein Buch was bei mir noch länger nachwirken wird.

Herzensbuch „Was also sind unsere Erfahrungen? Das, was uns ereilt, worauf wir nicht vorbereitet sind.“ (aus: Susan Sontag: Beschreibung (Einer Beschreibung) in: Wie wir jetzt leben, S. 39) Es gibt ja manchmal „Botschaften“, die einem zum richtigen Zeitpunkt „zufliegen“. So auch das obige Zitat, was sich mir förmlich aufgedrängt hat, es als Eingang meiner Rezension zu „Das Gewicht aller Dinge“ von Britta Röder zu verwenden. Denn im weitesten Sinne geht es auch in dem neuen Roman von Britta Röder um Erfahrungen, um Situationen, auf die wir (jeder einzelne Mensch) nicht vorbereitet sind, die uns aber aus heiterem Himmel treffen (können). Es gibt viele Begegnungen in diesem Buch; manche „verlaufen“ sich, andere hinterlassen Spuren – im Roman wie auch beim Leser (wie die berührende und nachdenklich stimmende „Lebensbeichte“ von Charlotte, einer charmanten älteren Dame, die mich sofort „gepackt“ hat.) Mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen lässt Britta Röder ihre Charakter sprechen, nachdenken, reflektieren und auch die geneigte Leserschaft fängt automatisch an, bestimmte Eigenarten an sich (kritisch und manchmal auch selbstironisch) zu hinterfragen. Dabei sind die Situationen und Begegnungen allzu „menschlich“ – sprich: jede*r kann in eine derartige Lebens- und Gefühlslage kommen. Es ist also kein „neues“ Thema, dem sich die Autorin hier annimmt. Aber warum sollte sie auch? Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Sprache des Hasses, der Verleumdung, der Falschaussagen und der Unmenschlichkeit wieder lauter ist als sie soll, tut es gut, auf solche „Oasen“ der Menschlichkeit, der Empathie, der Fantasie und dem ein oder anderen märchenhaften Element zu stoßen. Britta Röder sagt auf 199 Seiten so viel, dass es bei weitem nicht beim ersten Lesen „erfasst“ werden kann. Das macht aber nichts: „Das Gewicht aller Dinge“ gehört zu der Art Büchern, die man immer wieder in die Hand nehmen wird, um darin zu „schmökern“, neuerlich zu versinken. Well done, liebe Britta! 5* und glasklare Leseempfehlung! ©kingofmusic
Das Gewicht aller Dinge Britta Röder Hier kommt ein leichtes, feines Buch, das zum Nachdenken anregt: Wie sieht es eigentlich mit dem Schicksal aus? Gibt es Situationen, die anders verlaufen wären, wenn man sich anders verhalten hätte? Ich meine, wenn man vielleicht fünf Minuten später aus dem Haus gegangen wäre, nicht den Schlüssel vergessen hätte, nicht noch einmal hätte umkehren müssen? Oder gibt es sogar Wesen auf der Erde, die einen beschützen oder uns in eine andere Richtung lenken? Eine junge Frau wacht eines Morgens auf einer Parkbank auf und kann sich an nichts erinnern. Man gibt ihr zu essen, bietet ihr ein Nachtquartier an und besorgt ihr sogar einen Job. Diese junge Frau, die sich Angelica nennt, ist gebildet, spricht mehrere Sprachen und hat ein beeindruckendes Allgemeinwissen. Doch sie weiß ihren Namen nicht oder woher ihr unglaubliches Wissen kommt. Sie selbst ist eher zurückhaltend, aber die Leute in ihrer Nähe haben das Gefühl sich ihr anvertrauen zu wollen. So erfahren wir Geschichten von Angelicas Gegenüber: - Die 90-Jährige Charlotte erzählt uns ihre spannende Lebensgeschichte, die uns mitten in den 2. Weltkrieg führt. Sie und ihr Vater versuchen einen jüdischen Freund vor den Nazis zu verstecken. - Und Rolf hat gerade seine geliebte Frau Sybille durch einen Autounfall verloren. Er ist in seiner Trauer total erstarrt. - Die kühle Anne, vom Leben enttäuscht, ist bereits so verbittert, dass sie Höflichkeiten falsch interpretiert. Allen hilft sie auf unterschiedlichster Weise um sie in ihre Leben zurück zu holen. Britta Röders Sprache ist fein und sie bringt die Dinge auf den Punkt. Ihr komprimierter Schreibstil vermeidet langatmige Bandwurmsätze und beinhaltet trotzdem so viele Weisheiten. Ein kleines Buch mit 198 Seiten, was sich angenehm und schnell liest. Ein Buch was bei mir noch länger nachwirken wird.
Ein Roman, der das Herz berührt. Wir lernen hier Angelica kennen. Eine Frau, die nicht weiß, wer sie ist oder wo sie herkommt. Doch etwas an ihr ist besonders. Die Menschen, die ihr begegnen, spüren direkt eine Art Vertrautheit und haben das Gefühl, sie schon einmal getroffen zu haben. Als sie einen Job als Reinigungskraft annimmt, lernt sie ihre Kundschaft näher kennen. Anne, die Menschen gegenüber sehr scheu ist und durch Angelica lernt, wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Charlotte, eine ältere Dame, die ihr ihre traumatischen Erlebnisse während des zweiten Weltkriegs erzählt. Und Rolf, der um seine kürzlich verstorbene Lebenspartnerin trauert und durch die Begegnung mit Angelica neuen Lebensmut schöpft. Angelica hat stets ein offenes Ohr. Doch wer ist diese Frau, die allen so bereitwillig hilft? Als dieses Geheimnis gelüftet wird, hat es mich doch sehr überrascht, weil ich in eine ganz andere Richtung gedacht habe. Ich mag den Schreibstil des Buches sehr. Es liest sich sehr flüssig. Und zwischen den Zeilen schwingt immer wieder eine schöne Botschaft mit. Generell haben mich viele Sätze zum Nachdenken gebracht. Schade nur, dass das Ende sehr schnell kam. Ich hätte über den ein oder anderen Charakter gern noch mehr erfahren. Und auch fand ich, dass die Geschichte um Angelicas Identität viel zu kurz kam. Auch hier hätte ich mir mehr gewünscht.
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Das Gewicht aller Dinge Britta Röder Hier kommt ein leichtes, feines Buch, das zum Nachdenken anregt: Wie sieht es eigentlich mit dem Schicksal aus? Gibt es Situationen, die anders verlaufen wären, wenn man sich anders verhalten hätte? Ich meine, wenn man vielleicht fünf Minuten später aus dem Haus gegangen wäre, nicht den Schlüssel vergessen hätte, nicht noch einmal hätte umkehren müssen? Oder gibt es sogar Wesen auf der Erde, die einen beschützen oder uns in eine andere Richtung lenken? Eine junge Frau wacht eines Morgens auf einer Parkbank auf und kann sich an nichts erinnern. Man gibt ihr zu essen, bietet ihr ein Nachtquartier an und besorgt ihr sogar einen Job. Diese junge Frau, die sich Angelica nennt, ist gebildet, spricht mehrere Sprachen und hat ein beeindruckendes Allgemeinwissen. Doch sie weiß ihren Namen nicht oder woher ihr unglaubliches Wissen kommt. Sie selbst ist eher zurückhaltend, aber die Leute in ihrer Nähe haben das Gefühl sich ihr anvertrauen zu wollen. So erfahren wir Geschichten von Angelicas Gegenüber: - Die 90-Jährige Charlotte erzählt uns ihre spannende Lebensgeschichte, die uns mitten in den 2. Weltkrieg führt. Sie und ihr Vater versuchen einen jüdischen Freund vor den Nazis zu verstecken. - Und Rolf hat gerade seine geliebte Frau Sybille durch einen Autounfall verloren. Er ist in seiner Trauer total erstarrt. - Die kühle Anne, vom Leben enttäuscht, ist bereits so verbittert, dass sie Höflichkeiten falsch interpretiert. Allen hilft sie auf unterschiedlichster Weise um sie in ihre Leben zurück zu holen. Britta Röders Sprache ist fein und sie bringt die Dinge auf den Punkt. Ihr komprimierter Schreibstil vermeidet langatmige Bandwurmsätze und beinhaltet trotzdem so viele Weisheiten. Ein kleines Buch mit 198 Seiten, was sich angenehm und schnell liest. Ein Buch was bei mir noch länger nachwirken wird.

Herzensbuch „Was also sind unsere Erfahrungen? Das, was uns ereilt, worauf wir nicht vorbereitet sind.“ (aus: Susan Sontag: Beschreibung (Einer Beschreibung) in: Wie wir jetzt leben, S. 39) Es gibt ja manchmal „Botschaften“, die einem zum richtigen Zeitpunkt „zufliegen“. So auch das obige Zitat, was sich mir förmlich aufgedrängt hat, es als Eingang meiner Rezension zu „Das Gewicht aller Dinge“ von Britta Röder zu verwenden. Denn im weitesten Sinne geht es auch in dem neuen Roman von Britta Röder um Erfahrungen, um Situationen, auf die wir (jeder einzelne Mensch) nicht vorbereitet sind, die uns aber aus heiterem Himmel treffen (können). Es gibt viele Begegnungen in diesem Buch; manche „verlaufen“ sich, andere hinterlassen Spuren – im Roman wie auch beim Leser (wie die berührende und nachdenklich stimmende „Lebensbeichte“ von Charlotte, einer charmanten älteren Dame, die mich sofort „gepackt“ hat.) Mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen lässt Britta Röder ihre Charakter sprechen, nachdenken, reflektieren und auch die geneigte Leserschaft fängt automatisch an, bestimmte Eigenarten an sich (kritisch und manchmal auch selbstironisch) zu hinterfragen. Dabei sind die Situationen und Begegnungen allzu „menschlich“ – sprich: jede*r kann in eine derartige Lebens- und Gefühlslage kommen. Es ist also kein „neues“ Thema, dem sich die Autorin hier annimmt. Aber warum sollte sie auch? Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Sprache des Hasses, der Verleumdung, der Falschaussagen und der Unmenschlichkeit wieder lauter ist als sie soll, tut es gut, auf solche „Oasen“ der Menschlichkeit, der Empathie, der Fantasie und dem ein oder anderen märchenhaften Element zu stoßen. Britta Röder sagt auf 199 Seiten so viel, dass es bei weitem nicht beim ersten Lesen „erfasst“ werden kann. Das macht aber nichts: „Das Gewicht aller Dinge“ gehört zu der Art Büchern, die man immer wieder in die Hand nehmen wird, um darin zu „schmökern“, neuerlich zu versinken. Well done, liebe Britta! 5* und glasklare Leseempfehlung! ©kingofmusic
Das Gewicht aller Dinge Britta Röder Hier kommt ein leichtes, feines Buch, das zum Nachdenken anregt: Wie sieht es eigentlich mit dem Schicksal aus? Gibt es Situationen, die anders verlaufen wären, wenn man sich anders verhalten hätte? Ich meine, wenn man vielleicht fünf Minuten später aus dem Haus gegangen wäre, nicht den Schlüssel vergessen hätte, nicht noch einmal hätte umkehren müssen? Oder gibt es sogar Wesen auf der Erde, die einen beschützen oder uns in eine andere Richtung lenken? Eine junge Frau wacht eines Morgens auf einer Parkbank auf und kann sich an nichts erinnern. Man gibt ihr zu essen, bietet ihr ein Nachtquartier an und besorgt ihr sogar einen Job. Diese junge Frau, die sich Angelica nennt, ist gebildet, spricht mehrere Sprachen und hat ein beeindruckendes Allgemeinwissen. Doch sie weiß ihren Namen nicht oder woher ihr unglaubliches Wissen kommt. Sie selbst ist eher zurückhaltend, aber die Leute in ihrer Nähe haben das Gefühl sich ihr anvertrauen zu wollen. So erfahren wir Geschichten von Angelicas Gegenüber: - Die 90-Jährige Charlotte erzählt uns ihre spannende Lebensgeschichte, die uns mitten in den 2. Weltkrieg führt. Sie und ihr Vater versuchen einen jüdischen Freund vor den Nazis zu verstecken. - Und Rolf hat gerade seine geliebte Frau Sybille durch einen Autounfall verloren. Er ist in seiner Trauer total erstarrt. - Die kühle Anne, vom Leben enttäuscht, ist bereits so verbittert, dass sie Höflichkeiten falsch interpretiert. Allen hilft sie auf unterschiedlichster Weise um sie in ihre Leben zurück zu holen. Britta Röders Sprache ist fein und sie bringt die Dinge auf den Punkt. Ihr komprimierter Schreibstil vermeidet langatmige Bandwurmsätze und beinhaltet trotzdem so viele Weisheiten. Ein kleines Buch mit 198 Seiten, was sich angenehm und schnell liest. Ein Buch was bei mir noch länger nachwirken wird.
Ein Roman, der das Herz berührt. Wir lernen hier Angelica kennen. Eine Frau, die nicht weiß, wer sie ist oder wo sie herkommt. Doch etwas an ihr ist besonders. Die Menschen, die ihr begegnen, spüren direkt eine Art Vertrautheit und haben das Gefühl, sie schon einmal getroffen zu haben. Als sie einen Job als Reinigungskraft annimmt, lernt sie ihre Kundschaft näher kennen. Anne, die Menschen gegenüber sehr scheu ist und durch Angelica lernt, wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Charlotte, eine ältere Dame, die ihr ihre traumatischen Erlebnisse während des zweiten Weltkriegs erzählt. Und Rolf, der um seine kürzlich verstorbene Lebenspartnerin trauert und durch die Begegnung mit Angelica neuen Lebensmut schöpft. Angelica hat stets ein offenes Ohr. Doch wer ist diese Frau, die allen so bereitwillig hilft? Als dieses Geheimnis gelüftet wird, hat es mich doch sehr überrascht, weil ich in eine ganz andere Richtung gedacht habe. Ich mag den Schreibstil des Buches sehr. Es liest sich sehr flüssig. Und zwischen den Zeilen schwingt immer wieder eine schöne Botschaft mit. Generell haben mich viele Sätze zum Nachdenken gebracht. Schade nur, dass das Ende sehr schnell kam. Ich hätte über den ein oder anderen Charakter gern noch mehr erfahren. Und auch fand ich, dass die Geschichte um Angelicas Identität viel zu kurz kam. Auch hier hätte ich mir mehr gewünscht.






