Das Erbe der Karolinger
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Was geschieht, wenn Neid und Gier zu Streit und Krieg führen: das große Karolinger-Epos
Eigentlich macht Ludwig, Kaiser der Franken und Sohn Karls des Großen, alles richtig: Er regelt seine Nachfolge früh, ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitregenten und bedenkt die jüngeren Söhne mit großen Ländereien. Schnell zeigt sich jedoch, dass Ludwig und Lothar unterschiedliche Vorstellungen darüber haben, wie das Land regiert werden soll. Während sich der Vater um Frieden und Ausgleich bemüht, drängt der Sohn darauf, die Interessen des Reiches mit Härte durchzusetzen. Als Ludwig nach dem Tod seiner Frau ausgerechnet um Judith wirbt, für die sich auch sein Sohn interessiert, eskalieren die Streitigkeiten. Bald steht alles auf dem Spiel, was Karl der Große einst geschaffen hat ...
In seinem gut recherchierten und einfühlsam erzählten Roman über Politik, Familie und Liebe im frühmittelalterlichen Frankenreich lässt Claudius Crönert eine wichtige Epoche der Geschichte lebendig werden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Claudius Crönert wurde 1961 in Hamburg geboren. Er lebt in Berlin, wo er Philosophie und Kunstgeschichte studiert und viele Jahre als Journalist für Zeitungen, Radio und Fernsehen gearbeitet hat. Heute schreibt er vor allem Historische Romane. Sein Roman FREYAS LAND wurde 2016 mit dem GOLDENEN HOMER ausgezeichnet. Einzelheiten finden Sie unter www.claudius-croenert.de.
Beiträge
In "Das Erbe der Karolinger" von Claudius Crönert geht es um einen Familienstreit, der Europa quasi bis heute prägt. Obwohl hier ein Zeitraum von knapp 25 Jahren abgedeckt wird, entsteht beim Lesen eine durchgehende Geschichte. Ich bin den Personen gerne gefolgt und habe viel über Ludwig den Frommen und seine Söhne erfahren. Mit Judith hat Ludwig eine kluge Frau an seiner Seite, die ihn auch in politischen Angelegenheiten unterstützen kann. Fiktion und Wahrheit wurden gut miteinander verbunden, auch wenn es hier kleinere Abzüge in der B-Note gibt.

Ein für Europa folgenreicher Erbstreit eines mächtigen Adelsgeschlechts!
Der Autor hat sich einer bedeutungsvollen historischen Zeit zugewandt. Kaiser Ludwig (Sohn des berühmten Karl dem Grossen) möchte die Nachfolgeregelung für sein großes Reich klären. Dieses reicht von Nordspanien bis ins heutige Norddeutschland, in den Osten Bayerns und bis nach Rom. Der Kaiser strebt nach Frieden, wird als besonnen und gutmütig dargestellt. Kompliziert wird es durch die Ambitionen seiner 4 Söhne die alle ihren Teil vom Kuchen abhaben möchten. Das führt zu Neid und Missgunst und mündet in ständigen Konflikten. Diese Konflikte im Karolingerreich sind der Ursprung für heutige Bezeichnungen und Grenzen von Staaten und Regionen in Europa. Es liest sich sehr gut, ein halber Stern Abzug weil der Roman etwas braucht um Fahrt aufzunehmen.
Machtkämpfe in der Familie – spannend und fesselnd erzählt, voller Intrigen, Machtspiele und überraschender Wendungen.
Selten gibt es Romane, die sich mit der Herrscherfamilie der Karolinger befassen, umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe. Nachdem ich lange darauf gewartet hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist spannend erzählt, hervorragend recherchiert und voller interessanter Einblicke in eine Epoche, über die ich bisher nur wenig wusste. Es war faszinierend, in eine Zeit einzutauchen, die oft nur am Rande historischer Romane behandelt wird. Der Roman entführt die Leser in die Zeit von Kaiser Ludwig und seinen Söhnen, die sich mit den Herausforderungen der Herrschaft über das Reich auseinandersetzen müssen. Nach und nach entfalten sich die Konflikte um die Machtverteilung, und die politischen sowie familiären Schwierigkeiten werden eindrucksvoll geschildert. Intrigen, Bündnisse und Verrat spielen eine große Rolle, was die Handlung besonders fesselnd macht. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, ihre Motive nachvollziehbar, und ihr Schicksal bewegt den Leser. Besonders angenehm ist der Schreibstil: Er ist leicht verständlich, aber dennoch atmosphärisch und lebendig. Dadurch fällt es leicht, sich in die Zeit einzufühlen und die Geschehnisse mitzuerleben. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Trotz der beachtlichen Länge von 800 Seiten wirkt der Roman nie langatmig oder überladen. Stattdessen liest er sich flüssig, und man merkt kaum, wie die Seiten verfliegen. Auch die Gestaltung des Buches überzeugt auf ganzer Linie. Das Cover ist nicht nur optisch ansprechend, sondern passt auch hervorragend zur Erzählung. Zudem gelingt es dem Autor, die Welt des Mittelalters mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Facetten lebendig werden zu lassen. Man bekommt ein Gefühl für die damalige Zeit, die Herrschaftsstrukturen und die Herausforderungen, mit denen die Protagonisten konfrontiert sind. Das Ende ist passend zur Geschichte gewählt und hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck. Dennoch könnte man noch viele weitere Kapitel über diese faszinierende Familie schreiben, da ihr Schicksal weit über die im Buch erzählten Ereignisse hinausgeht. Ich bin gespannt, was der Autor als Nächstes veröffentlicht, und hoffe, dass es vielleicht eine Fortsetzung oder ein weiteres Werk über diese spannende Epoche geben wird. Für alle, die historische Romane mögen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung . Wer sich für das Mittelalter und die Geschichte der Karolinger interessiert, wird an diesem Buch große Freude haben.

Der Autor Claudius Crönert hat mit seinem historischen Roman „Das Erbe der Karolinger“ das Leben von Ludwig den Frommen in den Mittelpunkt gerückt und dabei ein mögliches Geschehen der damaligen Zeit niedergeschrieben – seine Interpretation der Quellen. Dieses Buch ist ein eigenständiges Werk und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Klappentext: Eigentlich macht Ludwig, Kaiser der Franken und Sohn Karls des Großen, alles richtig: Er regelt seine Nachfolge früh, ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitregenten und bedenkt die jüngeren Söhne mit großen Ländereien. Schnell zeigt sich jedoch, dass Ludwig und Lothar unterschiedliche Vorstellungen darüber haben, wie das Land regiert werden soll. Während sich der Vater um Frieden und Ausgleich bemüht, drängt der Sohn darauf, die Interessen des Reiches mit Härte durchzusetzen. Als Ludwig nach dem Tod seiner Frau ausgerechnet um Judith wirbt, für die sich auch sein Sohn interessiert, eskalieren die Streitigkeiten. Bald steht alles auf dem Spiel, was Karl der Große einst geschaffen hat ... Bisher habe ich noch kein Buch aus der Feder von Claudius Crönert gelesen. Doch die Leseprobe war recht vielversprechend und ich bin immer mal auf der Suche nach guten Autoren von historischen Romanen. Daher habe ich mich an dieses etwa 800 Seiten starke Buch herangewagt und meine Hoffnungen wurden definitiv erfüllt. Zunächst möchte ich die Gestaltung des Buches positiv erwähnen. Schon das Cover ist ein Blickfang und definitiv eine gelungene Abwechslung zu anderen Covern von historischen Büchern, bei denen gerne Frauengestalten dargestellt werden. Im Buch ist ebenfalls ein hilfreiches Personenregister beigefügt, welches dabei hilft, dass der Leser den Überblick behält. Auch eine farbige Karte ist enthalten, welche ebenso als Orientierungshilfe genutzt werden kann. Der Schreibstil von Crönert ist recht angenehm und ich empfand ihn nicht zu gestelzt – weder zu modern noch auf altmodisch getrimmt. Der Autor hat einen flüssigen und bildgewaltigen Erzählstil. Dabei schafft er es, dass bei mir während des Lesens Bilder im Kopf entstanden sind. Ich hatte das Gefühl, dass ich selbst mitten im Geschehen bin und über die Seite von Ludwig geschaut habe. Crönert schafft es gekonnt, dieser längst vergangenen Zeit Lebendigkeit einzuhauchen und die Charaktere lebendig zu wirken. Er schafft hierbei seine eigene Interpretation – die Quellen zur damaligen Zeit sind nicht ganz eindeutig. Daher ist dieses Buch auch für Geschichtslaien ohne Vorkenntnisse geeignet. Auch wenn man die Fakten nicht kennt, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Aber auch wenn man sind in dieser historischen Epoche auskennt, hat man seine Freude und kann sich an der Interpretation und den Charakteren erfreuen. Dieses Buch ist sowohl für Leser geeignet, welche sich mit Ludwig dem Frommen und seiner Politik auskennen, als auch mit Lesern, welche von dieser Zeit keine fundierten Kenntnisse haben. Aber als Leser bekommt man trotzdem den Eindruck, dass alles so gewesen sein könnte und fühlt sich dabei mit seiner Wiederbelebung und Interpretation der Ereignisse wohl. Man merkt diesem historischen Roman an, dass Crönert eine fundierte Recherche zu dieser Epoche betrieben hat und sich mit dieser Zeit beschäftigt hat. Gelungen finde ich hier auch, wie eng miteinander Fakten und Fiktion verwoben ist, als Laie kann man dies oftmals nicht unterscheiden. Im Nachwort geht der Autor auch noch mal auf die Mischung von Fakten und Fiktion ein. Zum Beispiel hat er Judith, die zweite Ehefrau von Ludwig dem Frommen, bedeutend positiver dargestellt, als mehrere Quellen dies belegen. Er stellt seine Gedankengänge dazu dar und erklärt seine Entscheidung hierzu. Allgemein hätte ich mir jedoch noch ein paar Hintergrundinformationen und Details mehr gewünscht. Bei manchen Szenen habe ich mich gefragt, ob dies historisch belegt ist oder der Fantasie des Autors entsprungen ist. Aber dies ist nur ein persönliches Empfinden und tut der Geschichte eigentlich keinen Abbruch. In „Das Erbe der Karolinger“ steht das Leben und das Schaffen von Ludwig der Fromme im Vordergrund. Er ist der Sohn von Karl dem Großen und hat damit keine leichte Aufgabe, dieses große Reich zusammenzuhalten. Der historische Roman behandelt die Jahre 817 bis 840 n.Cr. und beleuchtet die Regierungspolitik und die familiären Streitigkeiten näher. Ludwig ist eher an Diplomatie gelegen, er möchte einen anderen Weg einschlagen als sein Vater, um dieses Reich zusammen zu halten. Er ist um den Frieden bemüht und sucht auch oftmals Rat in der Religion und ein vereintes Christentum ist ihm wichtig. Bei gewissen Entscheidungen ist Ludwig eher träge und auch nicht immer durchsetzungsfähig. Er verfolgt manche Ziele nicht konsequent, was oftmals von seinen Feinden ausgenutzt wird. Ludwig möchte eher Gewalt vermeiden und sein Ziel mit Worten erreichen. Dies ist sehr zum Leidwesen von seinem ältesten Sohn Lothar. Dieser wurde von Ludwig als Mitkaiser eingesetzt und hat dadurch auch einiges an Macht und Entscheidungsgewalt vereint. Doch seine Ansichten sind oft im Gegensatz zu denen von seinem Vater. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Streit vorprogrammiert ist. Lothar ist hier so ein bisschen der negative Gegenpol, oftmals würde man ihm Vernunft einbläuen. Wie er gegen den Vater rebelliert und immer wieder zu Gewalt neigt, sich gegen strikte Vorschriften widersetzt, macht Lothar nicht zum Sympathieträger. Auch sein Verhalten gegenüber Judith ist da nicht förderlich. Durch die familiären Konflikte, welche sich im Verlauf des Buches immer weiter zuspitzen, wird viel Spannung erzeugt. Ich persönlich habe jede Seite genossen und hatte meine Freude mit der Handlung an sich, aber auch den Interaktionen zwischen den Personen. Ich habe mit ihnen gehadert oder mit ihnen gelitten, im Verlauf des Buches sind mir einige ans Herz gewachsen. Gebannt habe ich der Geschichte mitverfolgt und wollte wissen, wie es weitergeht – ob Lothar sich mit Ludwig einigen kann oder ob die anderen Geschwister ebenfalls rebellieren. Allgemein sind hier die Schwestern Judith und Emma eher die Sympathieträger, bereichern sie mit ihrer Art dieses Buch allgemein. Mir persönlich hat im allgemeinen die Charakterdarstellung gut gefallen. Wobei mir manche Charaktere etwas blass vorkamen. Der Fokus wurde hier auf einzelne Charaktere aus der Familie gelegt, andere sind dabei etwas in den Hintergrund gerückt. Aber dies ist nachvollziehbar. Kann man, auch bei einem etwa 800 Seitenwerk nicht jedem Charakter so viel Raum und Seiten lassen, damit man jedem gerecht werden kann. Insgesamt konnte mich der Autor Claudius Crönert mit seinem historischen Roman „Das Erbe der Karolinger“ sehr gut unterhalten und die Seiten fliegen nur so dahin, ich bin komplett in diese längst vergangene Zeit abgetaucht. Ich werde mir diesen Autor auf jeden Fall merken und weitere Bücher aus seiner Feder lesen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Beschreibung
Was geschieht, wenn Neid und Gier zu Streit und Krieg führen: das große Karolinger-Epos
Eigentlich macht Ludwig, Kaiser der Franken und Sohn Karls des Großen, alles richtig: Er regelt seine Nachfolge früh, ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitregenten und bedenkt die jüngeren Söhne mit großen Ländereien. Schnell zeigt sich jedoch, dass Ludwig und Lothar unterschiedliche Vorstellungen darüber haben, wie das Land regiert werden soll. Während sich der Vater um Frieden und Ausgleich bemüht, drängt der Sohn darauf, die Interessen des Reiches mit Härte durchzusetzen. Als Ludwig nach dem Tod seiner Frau ausgerechnet um Judith wirbt, für die sich auch sein Sohn interessiert, eskalieren die Streitigkeiten. Bald steht alles auf dem Spiel, was Karl der Große einst geschaffen hat ...
In seinem gut recherchierten und einfühlsam erzählten Roman über Politik, Familie und Liebe im frühmittelalterlichen Frankenreich lässt Claudius Crönert eine wichtige Epoche der Geschichte lebendig werden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Claudius Crönert wurde 1961 in Hamburg geboren. Er lebt in Berlin, wo er Philosophie und Kunstgeschichte studiert und viele Jahre als Journalist für Zeitungen, Radio und Fernsehen gearbeitet hat. Heute schreibt er vor allem Historische Romane. Sein Roman FREYAS LAND wurde 2016 mit dem GOLDENEN HOMER ausgezeichnet. Einzelheiten finden Sie unter www.claudius-croenert.de.
Beiträge
In "Das Erbe der Karolinger" von Claudius Crönert geht es um einen Familienstreit, der Europa quasi bis heute prägt. Obwohl hier ein Zeitraum von knapp 25 Jahren abgedeckt wird, entsteht beim Lesen eine durchgehende Geschichte. Ich bin den Personen gerne gefolgt und habe viel über Ludwig den Frommen und seine Söhne erfahren. Mit Judith hat Ludwig eine kluge Frau an seiner Seite, die ihn auch in politischen Angelegenheiten unterstützen kann. Fiktion und Wahrheit wurden gut miteinander verbunden, auch wenn es hier kleinere Abzüge in der B-Note gibt.

Ein für Europa folgenreicher Erbstreit eines mächtigen Adelsgeschlechts!
Der Autor hat sich einer bedeutungsvollen historischen Zeit zugewandt. Kaiser Ludwig (Sohn des berühmten Karl dem Grossen) möchte die Nachfolgeregelung für sein großes Reich klären. Dieses reicht von Nordspanien bis ins heutige Norddeutschland, in den Osten Bayerns und bis nach Rom. Der Kaiser strebt nach Frieden, wird als besonnen und gutmütig dargestellt. Kompliziert wird es durch die Ambitionen seiner 4 Söhne die alle ihren Teil vom Kuchen abhaben möchten. Das führt zu Neid und Missgunst und mündet in ständigen Konflikten. Diese Konflikte im Karolingerreich sind der Ursprung für heutige Bezeichnungen und Grenzen von Staaten und Regionen in Europa. Es liest sich sehr gut, ein halber Stern Abzug weil der Roman etwas braucht um Fahrt aufzunehmen.
Machtkämpfe in der Familie – spannend und fesselnd erzählt, voller Intrigen, Machtspiele und überraschender Wendungen.
Selten gibt es Romane, die sich mit der Herrscherfamilie der Karolinger befassen, umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe. Nachdem ich lange darauf gewartet hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist spannend erzählt, hervorragend recherchiert und voller interessanter Einblicke in eine Epoche, über die ich bisher nur wenig wusste. Es war faszinierend, in eine Zeit einzutauchen, die oft nur am Rande historischer Romane behandelt wird. Der Roman entführt die Leser in die Zeit von Kaiser Ludwig und seinen Söhnen, die sich mit den Herausforderungen der Herrschaft über das Reich auseinandersetzen müssen. Nach und nach entfalten sich die Konflikte um die Machtverteilung, und die politischen sowie familiären Schwierigkeiten werden eindrucksvoll geschildert. Intrigen, Bündnisse und Verrat spielen eine große Rolle, was die Handlung besonders fesselnd macht. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, ihre Motive nachvollziehbar, und ihr Schicksal bewegt den Leser. Besonders angenehm ist der Schreibstil: Er ist leicht verständlich, aber dennoch atmosphärisch und lebendig. Dadurch fällt es leicht, sich in die Zeit einzufühlen und die Geschehnisse mitzuerleben. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Trotz der beachtlichen Länge von 800 Seiten wirkt der Roman nie langatmig oder überladen. Stattdessen liest er sich flüssig, und man merkt kaum, wie die Seiten verfliegen. Auch die Gestaltung des Buches überzeugt auf ganzer Linie. Das Cover ist nicht nur optisch ansprechend, sondern passt auch hervorragend zur Erzählung. Zudem gelingt es dem Autor, die Welt des Mittelalters mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Facetten lebendig werden zu lassen. Man bekommt ein Gefühl für die damalige Zeit, die Herrschaftsstrukturen und die Herausforderungen, mit denen die Protagonisten konfrontiert sind. Das Ende ist passend zur Geschichte gewählt und hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck. Dennoch könnte man noch viele weitere Kapitel über diese faszinierende Familie schreiben, da ihr Schicksal weit über die im Buch erzählten Ereignisse hinausgeht. Ich bin gespannt, was der Autor als Nächstes veröffentlicht, und hoffe, dass es vielleicht eine Fortsetzung oder ein weiteres Werk über diese spannende Epoche geben wird. Für alle, die historische Romane mögen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung . Wer sich für das Mittelalter und die Geschichte der Karolinger interessiert, wird an diesem Buch große Freude haben.

Der Autor Claudius Crönert hat mit seinem historischen Roman „Das Erbe der Karolinger“ das Leben von Ludwig den Frommen in den Mittelpunkt gerückt und dabei ein mögliches Geschehen der damaligen Zeit niedergeschrieben – seine Interpretation der Quellen. Dieses Buch ist ein eigenständiges Werk und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Klappentext: Eigentlich macht Ludwig, Kaiser der Franken und Sohn Karls des Großen, alles richtig: Er regelt seine Nachfolge früh, ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitregenten und bedenkt die jüngeren Söhne mit großen Ländereien. Schnell zeigt sich jedoch, dass Ludwig und Lothar unterschiedliche Vorstellungen darüber haben, wie das Land regiert werden soll. Während sich der Vater um Frieden und Ausgleich bemüht, drängt der Sohn darauf, die Interessen des Reiches mit Härte durchzusetzen. Als Ludwig nach dem Tod seiner Frau ausgerechnet um Judith wirbt, für die sich auch sein Sohn interessiert, eskalieren die Streitigkeiten. Bald steht alles auf dem Spiel, was Karl der Große einst geschaffen hat ... Bisher habe ich noch kein Buch aus der Feder von Claudius Crönert gelesen. Doch die Leseprobe war recht vielversprechend und ich bin immer mal auf der Suche nach guten Autoren von historischen Romanen. Daher habe ich mich an dieses etwa 800 Seiten starke Buch herangewagt und meine Hoffnungen wurden definitiv erfüllt. Zunächst möchte ich die Gestaltung des Buches positiv erwähnen. Schon das Cover ist ein Blickfang und definitiv eine gelungene Abwechslung zu anderen Covern von historischen Büchern, bei denen gerne Frauengestalten dargestellt werden. Im Buch ist ebenfalls ein hilfreiches Personenregister beigefügt, welches dabei hilft, dass der Leser den Überblick behält. Auch eine farbige Karte ist enthalten, welche ebenso als Orientierungshilfe genutzt werden kann. Der Schreibstil von Crönert ist recht angenehm und ich empfand ihn nicht zu gestelzt – weder zu modern noch auf altmodisch getrimmt. Der Autor hat einen flüssigen und bildgewaltigen Erzählstil. Dabei schafft er es, dass bei mir während des Lesens Bilder im Kopf entstanden sind. Ich hatte das Gefühl, dass ich selbst mitten im Geschehen bin und über die Seite von Ludwig geschaut habe. Crönert schafft es gekonnt, dieser längst vergangenen Zeit Lebendigkeit einzuhauchen und die Charaktere lebendig zu wirken. Er schafft hierbei seine eigene Interpretation – die Quellen zur damaligen Zeit sind nicht ganz eindeutig. Daher ist dieses Buch auch für Geschichtslaien ohne Vorkenntnisse geeignet. Auch wenn man die Fakten nicht kennt, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Aber auch wenn man sind in dieser historischen Epoche auskennt, hat man seine Freude und kann sich an der Interpretation und den Charakteren erfreuen. Dieses Buch ist sowohl für Leser geeignet, welche sich mit Ludwig dem Frommen und seiner Politik auskennen, als auch mit Lesern, welche von dieser Zeit keine fundierten Kenntnisse haben. Aber als Leser bekommt man trotzdem den Eindruck, dass alles so gewesen sein könnte und fühlt sich dabei mit seiner Wiederbelebung und Interpretation der Ereignisse wohl. Man merkt diesem historischen Roman an, dass Crönert eine fundierte Recherche zu dieser Epoche betrieben hat und sich mit dieser Zeit beschäftigt hat. Gelungen finde ich hier auch, wie eng miteinander Fakten und Fiktion verwoben ist, als Laie kann man dies oftmals nicht unterscheiden. Im Nachwort geht der Autor auch noch mal auf die Mischung von Fakten und Fiktion ein. Zum Beispiel hat er Judith, die zweite Ehefrau von Ludwig dem Frommen, bedeutend positiver dargestellt, als mehrere Quellen dies belegen. Er stellt seine Gedankengänge dazu dar und erklärt seine Entscheidung hierzu. Allgemein hätte ich mir jedoch noch ein paar Hintergrundinformationen und Details mehr gewünscht. Bei manchen Szenen habe ich mich gefragt, ob dies historisch belegt ist oder der Fantasie des Autors entsprungen ist. Aber dies ist nur ein persönliches Empfinden und tut der Geschichte eigentlich keinen Abbruch. In „Das Erbe der Karolinger“ steht das Leben und das Schaffen von Ludwig der Fromme im Vordergrund. Er ist der Sohn von Karl dem Großen und hat damit keine leichte Aufgabe, dieses große Reich zusammenzuhalten. Der historische Roman behandelt die Jahre 817 bis 840 n.Cr. und beleuchtet die Regierungspolitik und die familiären Streitigkeiten näher. Ludwig ist eher an Diplomatie gelegen, er möchte einen anderen Weg einschlagen als sein Vater, um dieses Reich zusammen zu halten. Er ist um den Frieden bemüht und sucht auch oftmals Rat in der Religion und ein vereintes Christentum ist ihm wichtig. Bei gewissen Entscheidungen ist Ludwig eher träge und auch nicht immer durchsetzungsfähig. Er verfolgt manche Ziele nicht konsequent, was oftmals von seinen Feinden ausgenutzt wird. Ludwig möchte eher Gewalt vermeiden und sein Ziel mit Worten erreichen. Dies ist sehr zum Leidwesen von seinem ältesten Sohn Lothar. Dieser wurde von Ludwig als Mitkaiser eingesetzt und hat dadurch auch einiges an Macht und Entscheidungsgewalt vereint. Doch seine Ansichten sind oft im Gegensatz zu denen von seinem Vater. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Streit vorprogrammiert ist. Lothar ist hier so ein bisschen der negative Gegenpol, oftmals würde man ihm Vernunft einbläuen. Wie er gegen den Vater rebelliert und immer wieder zu Gewalt neigt, sich gegen strikte Vorschriften widersetzt, macht Lothar nicht zum Sympathieträger. Auch sein Verhalten gegenüber Judith ist da nicht förderlich. Durch die familiären Konflikte, welche sich im Verlauf des Buches immer weiter zuspitzen, wird viel Spannung erzeugt. Ich persönlich habe jede Seite genossen und hatte meine Freude mit der Handlung an sich, aber auch den Interaktionen zwischen den Personen. Ich habe mit ihnen gehadert oder mit ihnen gelitten, im Verlauf des Buches sind mir einige ans Herz gewachsen. Gebannt habe ich der Geschichte mitverfolgt und wollte wissen, wie es weitergeht – ob Lothar sich mit Ludwig einigen kann oder ob die anderen Geschwister ebenfalls rebellieren. Allgemein sind hier die Schwestern Judith und Emma eher die Sympathieträger, bereichern sie mit ihrer Art dieses Buch allgemein. Mir persönlich hat im allgemeinen die Charakterdarstellung gut gefallen. Wobei mir manche Charaktere etwas blass vorkamen. Der Fokus wurde hier auf einzelne Charaktere aus der Familie gelegt, andere sind dabei etwas in den Hintergrund gerückt. Aber dies ist nachvollziehbar. Kann man, auch bei einem etwa 800 Seitenwerk nicht jedem Charakter so viel Raum und Seiten lassen, damit man jedem gerecht werden kann. Insgesamt konnte mich der Autor Claudius Crönert mit seinem historischen Roman „Das Erbe der Karolinger“ sehr gut unterhalten und die Seiten fliegen nur so dahin, ich bin komplett in diese längst vergangene Zeit abgetaucht. Ich werde mir diesen Autor auf jeden Fall merken und weitere Bücher aus seiner Feder lesen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.









