Hast Du Dich auch schon mal gefragt, ob unsere Welt die einzig existierende ist? Als die 17-jährige Lejla plötzlich von düsteren Visionen einer zerfallenen Welt heimgesucht wird, ist ihr normales Teenagerleben auf einen Schlag vorbei. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und erfährt von der Dunkelwelt, einer Parallelwelt, die zu einer Gefahr für die Menschheit geworden ist. Irgendwie scheint sie mit dieser Welt verbunden zu sein, doch bevor sie herausfinden kann, was mit ihr geschieht, ist sie schon zur Gejagten einer mysteriösen Gesellschaft geworden, die die Menschen vor dem Bösen beschützen will. Und ausgerechnet der Junge, den sie in ihr Herz lässt, soll sie nun töten. Doch auf der Suche nach der Wahrheit kommen sich die beiden näher und ein gefährliches Versteckspiel beginnt, denn weder in der einen noch in der anderen Welt sind sie sicher ...
ISBN9783522506106
VerlagPlanet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Wir begleiten Lejla,sie wurde zu Sozialstunden verurteilt für etwas was sie nicht getan hat während dieser Sozialstunden muss sie Graffitis entfernen doch eines dieser Graffitis ist nicht wie die andere es zeigt sehr detailliert eine dunkle zerstörte Welt. Sie fühlt sich mit dieser Welt verbunden und fängt an Nachforschungen anzustellen und bei diesen erfährt sie von der Dunkelwelt.
Die Dunkelwelt soll eine Gefahr für die Menschen sein und so wird Lejla zu einer Gejagten denn sie ist ja ein Teil dieser Welt doch ausgerechnet ihr Jäger glaubt nicht mehr alles was man ihm so sagt und so werden die beiden unfreiwillig zu Verbündeten.
Können Sie die Welt retten? Kann Lejla ihr Herz beschützen?
25. Apr. 2024
4,0
Wir begleiten Lejla,sie wurde zu Sozialstunden verurteilt für etwas was sie nicht getan hat während dieser Sozialstunden muss sie Graffitis entfernen doch eines dieser Graffitis ist nicht wie die andere es zeigt sehr detailliert eine dunkle zerstörte Welt. Sie fühlt sich mit dieser Welt verbunden und fängt an Nachforschungen anzustellen und bei diesen erfährt sie von der Dunkelwelt.
Die Dunkelwelt soll eine Gefahr für die Menschen sein und so wird Lejla zu einer Gejagten denn sie ist ja ein Teil dieser Welt doch ausgerechnet ihr Jäger glaubt nicht mehr alles was man ihm so sagt und so werden die beiden unfreiwillig zu Verbündeten.
Können Sie die Welt retten? Kann Lejla ihr Herz beschützen?
Sowohl Klappentext als auch Cover, haben mich hier direkt angesprochen. Es klang aufregend und spannend und ich war gespannt, ob es mich würde begeistern können. Tatsächlich standen die Chancen auf den ersten 60 bis 100 Seiten dafür noch ziemlich gut. Aber dann ....
Schreibstiltechnisch war es absolut okay. Inhaltlich ausbaufähig. Mich konnte der Inhalt leider nicht überzeugen. Vieles wirkte mir einfach zu konstruiert und um jeden Preis gewollt.
Der Start ins Buch ist wirklich gelungen. Wir lernen Lejla kennen, die sich plötzlich einem komischen Typen mit Narben und Halluzinationen auseinander setzen muss. Sie hat Angst verrückt zu werden. Ihre Mutter hatte das gleiche Problem, allerdings hat das junge Mädchen diese nie kennengelernt, sondern wuchs bei ihrem Geoßvater auf. Es war wirklich spannend, wie Lejla langsam aber sicher mit der "anderen Welt" in Berührung kommt und ich mehr als nur neugierig darauf, welche Rolle Dorian, der geheimnisvolle Typ mit dem Motorrad, spielt. Lejla vertraut sich nach einer Weile ihrer Freundin Endra an. Die stellt nicht ganz so arg in Frage, was ihre beste Freundin da von sich gibt und nimmt sie auf der Suche nach Antworten mit zu ihrer Oma. Statt abzubloggen, plaudert diese gemütlich aus dem Nöhkästchen genau das, was Lejla unbedingt wissen will. Das war mir doch etwas zu konstruiert ehrlich gesagt. Ich fand es etwas plump untergebracht. Leider wurde es danach auch nicht besser, denn Lejla stürzt sich in die Parallwelt, über die sie nicht wirklich viel weiß, und Dorian rettet ihr mal wieder den Hibtern. Sie soll ihre Kräfte, die auf der Dunkelwelt (so heißt die Parallelwelt) basieren, in den Griff bekommen. Statt das allerdings in den Fokus zu stellen, bekommt sie plötzlich Nahkampfunterricht. Beim nächsten Mal hat sie dann plötzlich ihre Kräfte im Griff, als sie es braucht. Da fehlte mir irgendwie ein roter Faden. Kurzzeitig wird es dann wieder besser, aber irgendwie auch nicht. Das Ende war auch eher nicht so meins, auch wenn noch Fragen beantwortet wurden. Es wurde im Ganzen für mich einfach Potential verschenkt, weshalb ich dann auch quergelesen habe.
Die Charakter waren okay, aber auch mit ihnen wurde ich nicht so ganz warm. Obwohl Dorian eigentlich ein ganz angenehmer Zeitgenosse und mal kein Badboy und Schönling war. Er tut hart und schroff, ihn hat aber einfach sein Umgang so geformt und seine Rolle als Wächter.
Lejla war in Ordnung, aber mit ihr hatte ich so meine Probleme stellenweise. Weil sie meist mit dem Kopf durch die Wand wollte. Was bei mir eher als Trotz statt der beschriebenen Rebellion rüberkam. Leider sprang der Funke hier nicht so wirklich über.
Fazit
Eigentlich ist es schade, dass meine Bewertung so negativ ausfällt. Die Idee der Story ist gut und auch im Inhalt stecken gute Ansätze, nur leider sind diese für mich nicht strukturiert weiterverfolgt worden. Es ist immer Geschmackssache, aber bis auf den Anfang und ein paar Sachen im Handlungsverlauf, konnte mich "Darker Things" leider nicht abholen. Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung und somit auch nur 3 Sterne für die positiven Sachen.
22. Jan. 2023
3,0
Sowohl Klappentext als auch Cover, haben mich hier direkt angesprochen. Es klang aufregend und spannend und ich war gespannt, ob es mich würde begeistern können. Tatsächlich standen die Chancen auf den ersten 60 bis 100 Seiten dafür noch ziemlich gut. Aber dann ....
Schreibstiltechnisch war es absolut okay. Inhaltlich ausbaufähig. Mich konnte der Inhalt leider nicht überzeugen. Vieles wirkte mir einfach zu konstruiert und um jeden Preis gewollt.
Der Start ins Buch ist wirklich gelungen. Wir lernen Lejla kennen, die sich plötzlich einem komischen Typen mit Narben und Halluzinationen auseinander setzen muss. Sie hat Angst verrückt zu werden. Ihre Mutter hatte das gleiche Problem, allerdings hat das junge Mädchen diese nie kennengelernt, sondern wuchs bei ihrem Geoßvater auf. Es war wirklich spannend, wie Lejla langsam aber sicher mit der "anderen Welt" in Berührung kommt und ich mehr als nur neugierig darauf, welche Rolle Dorian, der geheimnisvolle Typ mit dem Motorrad, spielt. Lejla vertraut sich nach einer Weile ihrer Freundin Endra an. Die stellt nicht ganz so arg in Frage, was ihre beste Freundin da von sich gibt und nimmt sie auf der Suche nach Antworten mit zu ihrer Oma. Statt abzubloggen, plaudert diese gemütlich aus dem Nöhkästchen genau das, was Lejla unbedingt wissen will. Das war mir doch etwas zu konstruiert ehrlich gesagt. Ich fand es etwas plump untergebracht. Leider wurde es danach auch nicht besser, denn Lejla stürzt sich in die Parallwelt, über die sie nicht wirklich viel weiß, und Dorian rettet ihr mal wieder den Hibtern. Sie soll ihre Kräfte, die auf der Dunkelwelt (so heißt die Parallelwelt) basieren, in den Griff bekommen. Statt das allerdings in den Fokus zu stellen, bekommt sie plötzlich Nahkampfunterricht. Beim nächsten Mal hat sie dann plötzlich ihre Kräfte im Griff, als sie es braucht. Da fehlte mir irgendwie ein roter Faden. Kurzzeitig wird es dann wieder besser, aber irgendwie auch nicht. Das Ende war auch eher nicht so meins, auch wenn noch Fragen beantwortet wurden. Es wurde im Ganzen für mich einfach Potential verschenkt, weshalb ich dann auch quergelesen habe.
Die Charakter waren okay, aber auch mit ihnen wurde ich nicht so ganz warm. Obwohl Dorian eigentlich ein ganz angenehmer Zeitgenosse und mal kein Badboy und Schönling war. Er tut hart und schroff, ihn hat aber einfach sein Umgang so geformt und seine Rolle als Wächter.
Lejla war in Ordnung, aber mit ihr hatte ich so meine Probleme stellenweise. Weil sie meist mit dem Kopf durch die Wand wollte. Was bei mir eher als Trotz statt der beschriebenen Rebellion rüberkam. Leider sprang der Funke hier nicht so wirklich über.
Fazit
Eigentlich ist es schade, dass meine Bewertung so negativ ausfällt. Die Idee der Story ist gut und auch im Inhalt stecken gute Ansätze, nur leider sind diese für mich nicht strukturiert weiterverfolgt worden. Es ist immer Geschmackssache, aber bis auf den Anfang und ein paar Sachen im Handlungsverlauf, konnte mich "Darker Things" leider nicht abholen. Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung und somit auch nur 3 Sterne für die positiven Sachen.
Sehr viele Gedanken schwirren in meinem Kopf umher und es fällt mir schwer diese strukturiert zu sortieren, damit es eine ordentliche Rezension ergeben kann, aber ich werde mein Bestes versuchen.
Einen Anfang zu finden ist der erste Schritt, deswegen starte ich wie üblich mit dem Schreibstil und ein paar ersten Eindrücken. Katja Ammon hat einen sehr einfachen Schreibstil. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, überwiegend aus Lejlas Sicht, unterbrochen von ein paar Einschüben von Dorian (Andrin). Ihr Schreibstil entfaltet sich als sehr jung und klar gehalten mit wenigen Beschreibungen. Leider präsentiert sie dem Leser alles, aber auch wirklich alles auf dem fein präparierten Silbertablett. Ich gebe zu, dass ich ein sehr großer Fan von Unterschwelligkeit bin. Es gibt keine höhere Kunst für einen Autoren, etwas zu schreiben, ohne es zu schreiben, wenn ihr wisst, was ich meine. Wenn ein Leser zwischen den Zeilen lesen kann und plötzlich wie aus dem Nichts ein Geistesblitz bekommt, der diesem (fast) alle Informationen offenbart, dann ist es perfekt. Für meinen Geschmack hat Ammon viel zu viel formuliert.
Der Einstieg in die Geschichte war für mich leider sehr holprig. Die Protagonistin Lejla wirkt leider nicht wie 17, sondern wie ein verwöhnter missverstandener und pubertierender Teenager, der mir anfangs unheimlich auf die Nerven gegangen ist. Ich bin nur ein paar Jahre älter als sie und habe mich auch nicht so unmöglich benommen. Im Laufe der Geschichte wurde sie mir sympathischer, obwohl sie sich teils immer noch sehr naiv und unreif verhalten hat. Andrin mochte ich, im Gegensatz zu ihr, ab der ersten Seite. Er ist mysteriös, stark und fast schon Bad Ass. Der Leser lernt zunächst seine harte Schale kennen, die nach und nach abgebaut wird, um seine sensible Seite zum Vorschein zu bringen. Ein paar kleine Fragen sind zum Ende noch offengeblieben, die ich gerne beantwortet hätte, aber ansonsten mochte ich ihn als Person gerne.
Zu den Nebencharakteren möchte ich gar nicht so viel schreiben, weil sie häufig auch nur kurz für ein paar Passagen vorkommen. Mein Kritikpunkt bezieht sich hier auf die Tiefgründigkeit der Charaktere. Der Leser bekommt zwar ein Gefühl dafür wer, wer ist, aber wirklich viel erfahren wir nicht über Tata, Endra, Ash oder auch den Meister. Ich finde es immer äußerst schade, wenn die Antagonisten nur kurz angerissen, als „böse“ dargestellt werden, aber keine Tiefe bekommen. Niemand ist aus dem Nichts böse. Es gibt immer komplexe Hintergründe und an dieser Stelle reicht mir Machtgier nicht aus. Neben den beiden Perspektiven wechselt der Leser gemeinsam mit Lejla und Andrin zwischen zwei Welten. Der Menschenwelt und der Dunkelwelt, die die Autorin zunächst gekonnt sehr düster, gefährlich und furchteinflößend darstellt. Die verfallenen Häuser, die Dämmrigkeit und die grausamen Kreaturen, die nach unvorsichtigen Reisenden suchen, um sie zu verschlingen. Diese Düsternis spiegelt sich in den Darkonas zunächst wider. Zum Ende hin hätte ich mir genauso gute Beschreibungen für die Wandlung der Dunkelwelt gewünscht. Es wird leider nur in zwei/drei Sätzen angerissen, wie sie aussehen wird, aber ich hätte mir mehr gewünscht.
Auch die Handlung konnte mich leider nicht zu 100% überzeugen. Die Geschichte ist überwiegend sehr ruhig, unterbrochen von ein paar Kämpfen, die nach spätestens einem Kapitel gelöst werden, ohne großes Blutvergießen, Tote oder Niederlagen. Das ist mein größter Kritikpunkt. Ich hätte mir viel mehr Action gewünscht. Viele Szenen werden zu schnell abgehandelt, es wurde sich zu wenig Zeit genommen, um gewisse Tiefen herauszuarbeiten. Eine Sogwirkung hat sich bei mir leider auch nicht aufgebaut, da ebenfalls die Übergänge ein wenig holprig waren. Ich hatte durchaus meinen Spaß am Buch, aber es sticht leider nicht aus der Masse der Fantasybücher heraus. Die Idee ist gar nicht schlecht. Ich finde sie durchaus spannend, aber das Potential wurde nicht komplett ausgeschöpft. Der große Showdown war nach nur wenigen Seiten abgehandelt. Kein „epischer“ Kampf, sondern nach einem gefühlten Blinzeln, war es schon wieder vorbei. Bevor ich es gelesen habe, hatte ich ein wenig Angst, weil minimale Spannung aufgekommen ist, aber nach nur wenigen Sätzen war diese schon wieder verschwunden. Auch das überwiegend offene Ende hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Es endet sehr abrupt, ohne wirklich alle Enden miteinander zu verbinden. Ein etwas anderer Epilog (vllt. ein paar Monate später) hätte mir besser gefallen.
Insgesamt hat mich „Darker Things“ ein bisschen enttäuscht zurückgelassen. Die Grundidee hat etwas, was mich fasziniert, aber ich glaube, ich gehöre einfach nicht zur richtigen Zielgruppe. Ich habe schon so viele coole fantastisch angehauchte Geschichten gelesen, mit denen dieses Buch definitiv nicht mithalten kann. Die Charaktere waren ganz interessant, aber mir fehlte besonders bei den Nebencharakteren die Tiefe. Ebenfalls die Handlung war sehr ruhig und ich hätte mir viel mehr Actionszenen gewünscht, sodass noch mehr Spannung aufgekommen wäre. Leider konnten mich der „große“ Showdown und das überwiegend offene Ende auch nicht wirklich überzeugen. Ich vergebe 3/5 Sterne.
14. Sept. 2022
3,0
Sehr viele Gedanken schwirren in meinem Kopf umher und es fällt mir schwer diese strukturiert zu sortieren, damit es eine ordentliche Rezension ergeben kann, aber ich werde mein Bestes versuchen.
Einen Anfang zu finden ist der erste Schritt, deswegen starte ich wie üblich mit dem Schreibstil und ein paar ersten Eindrücken. Katja Ammon hat einen sehr einfachen Schreibstil. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, überwiegend aus Lejlas Sicht, unterbrochen von ein paar Einschüben von Dorian (Andrin). Ihr Schreibstil entfaltet sich als sehr jung und klar gehalten mit wenigen Beschreibungen. Leider präsentiert sie dem Leser alles, aber auch wirklich alles auf dem fein präparierten Silbertablett. Ich gebe zu, dass ich ein sehr großer Fan von Unterschwelligkeit bin. Es gibt keine höhere Kunst für einen Autoren, etwas zu schreiben, ohne es zu schreiben, wenn ihr wisst, was ich meine. Wenn ein Leser zwischen den Zeilen lesen kann und plötzlich wie aus dem Nichts ein Geistesblitz bekommt, der diesem (fast) alle Informationen offenbart, dann ist es perfekt. Für meinen Geschmack hat Ammon viel zu viel formuliert.
Der Einstieg in die Geschichte war für mich leider sehr holprig. Die Protagonistin Lejla wirkt leider nicht wie 17, sondern wie ein verwöhnter missverstandener und pubertierender Teenager, der mir anfangs unheimlich auf die Nerven gegangen ist. Ich bin nur ein paar Jahre älter als sie und habe mich auch nicht so unmöglich benommen. Im Laufe der Geschichte wurde sie mir sympathischer, obwohl sie sich teils immer noch sehr naiv und unreif verhalten hat. Andrin mochte ich, im Gegensatz zu ihr, ab der ersten Seite. Er ist mysteriös, stark und fast schon Bad Ass. Der Leser lernt zunächst seine harte Schale kennen, die nach und nach abgebaut wird, um seine sensible Seite zum Vorschein zu bringen. Ein paar kleine Fragen sind zum Ende noch offengeblieben, die ich gerne beantwortet hätte, aber ansonsten mochte ich ihn als Person gerne.
Zu den Nebencharakteren möchte ich gar nicht so viel schreiben, weil sie häufig auch nur kurz für ein paar Passagen vorkommen. Mein Kritikpunkt bezieht sich hier auf die Tiefgründigkeit der Charaktere. Der Leser bekommt zwar ein Gefühl dafür wer, wer ist, aber wirklich viel erfahren wir nicht über Tata, Endra, Ash oder auch den Meister. Ich finde es immer äußerst schade, wenn die Antagonisten nur kurz angerissen, als „böse“ dargestellt werden, aber keine Tiefe bekommen. Niemand ist aus dem Nichts böse. Es gibt immer komplexe Hintergründe und an dieser Stelle reicht mir Machtgier nicht aus. Neben den beiden Perspektiven wechselt der Leser gemeinsam mit Lejla und Andrin zwischen zwei Welten. Der Menschenwelt und der Dunkelwelt, die die Autorin zunächst gekonnt sehr düster, gefährlich und furchteinflößend darstellt. Die verfallenen Häuser, die Dämmrigkeit und die grausamen Kreaturen, die nach unvorsichtigen Reisenden suchen, um sie zu verschlingen. Diese Düsternis spiegelt sich in den Darkonas zunächst wider. Zum Ende hin hätte ich mir genauso gute Beschreibungen für die Wandlung der Dunkelwelt gewünscht. Es wird leider nur in zwei/drei Sätzen angerissen, wie sie aussehen wird, aber ich hätte mir mehr gewünscht.
Auch die Handlung konnte mich leider nicht zu 100% überzeugen. Die Geschichte ist überwiegend sehr ruhig, unterbrochen von ein paar Kämpfen, die nach spätestens einem Kapitel gelöst werden, ohne großes Blutvergießen, Tote oder Niederlagen. Das ist mein größter Kritikpunkt. Ich hätte mir viel mehr Action gewünscht. Viele Szenen werden zu schnell abgehandelt, es wurde sich zu wenig Zeit genommen, um gewisse Tiefen herauszuarbeiten. Eine Sogwirkung hat sich bei mir leider auch nicht aufgebaut, da ebenfalls die Übergänge ein wenig holprig waren. Ich hatte durchaus meinen Spaß am Buch, aber es sticht leider nicht aus der Masse der Fantasybücher heraus. Die Idee ist gar nicht schlecht. Ich finde sie durchaus spannend, aber das Potential wurde nicht komplett ausgeschöpft. Der große Showdown war nach nur wenigen Seiten abgehandelt. Kein „epischer“ Kampf, sondern nach einem gefühlten Blinzeln, war es schon wieder vorbei. Bevor ich es gelesen habe, hatte ich ein wenig Angst, weil minimale Spannung aufgekommen ist, aber nach nur wenigen Sätzen war diese schon wieder verschwunden. Auch das überwiegend offene Ende hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Es endet sehr abrupt, ohne wirklich alle Enden miteinander zu verbinden. Ein etwas anderer Epilog (vllt. ein paar Monate später) hätte mir besser gefallen.
Insgesamt hat mich „Darker Things“ ein bisschen enttäuscht zurückgelassen. Die Grundidee hat etwas, was mich fasziniert, aber ich glaube, ich gehöre einfach nicht zur richtigen Zielgruppe. Ich habe schon so viele coole fantastisch angehauchte Geschichten gelesen, mit denen dieses Buch definitiv nicht mithalten kann. Die Charaktere waren ganz interessant, aber mir fehlte besonders bei den Nebencharakteren die Tiefe. Ebenfalls die Handlung war sehr ruhig und ich hätte mir viel mehr Actionszenen gewünscht, sodass noch mehr Spannung aufgekommen wäre. Leider konnten mich der „große“ Showdown und das überwiegend offene Ende auch nicht wirklich überzeugen. Ich vergebe 3/5 Sterne.
14. Sept. 2022
3 von 18 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Katja Ammon
Katja Ammon wurde 1977 in Basel geboren, wo sie nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Edinburgh heute mit ihrer Familie lebt. Schon als Kind hat sie gern Geschichten erfunden. Nach Studium und Promotion widmete sie sich aber zunächst komplett der Wissenschaft, bis der Drang zu schreiben wieder an die Oberfläche gekommen ist. Seither wurde neben einigen Kurzgeschichten in Anthologien auch ihr Debütroman »Herz aus Gold und Asche« veröffentlicht.