Dämonendämmerung / Nachtvogel
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
3,5 Sterne für einen unterhaltsamen älteren Fantasyroman, der auch irgendwie das heimelige Gefühl meiner Kindheit vermittelt. Damals, als ich in einem schmuddeligen Haus aufwuchs voller Bücher, die selbst auf der Treppe gestapelt standen und dicker Staub auf den grünen Teppichen lag, weil alle lasen und niemand putzte ... tja, das war zwar gar nicht meine Kindheit, aber irgendwie habe ich mich beim Lesen an diesen Ort versetzt gefühlt :D "Nachtvogel" erinnert mich stilistisch und inhaltlich etwas an Tad Williams "Drachenbeinthron", allerdings sind die Charaktere hier wesentlich sympathischer. Man folgt Elbryan von Kindestagen an bis zum Ende seiner Ausbildung, außerdem dem Mädchen Pony, das sein Gedächtnis verloren hat, und dem Mönch Avelyn (oh Gott, ich hoffe, ich habe mir alle Namen richtig gemerkt. Das ist echt so ein klischeehaftes Buch, aus dem sicher die nicht ganz ernst gemeinte Regel für Schreiber von Fantasy stammt: ein Name muss möglichst kompliziert und unaussprechlich sein und mehrere y's enthalten!). Gleichzeitig sorgt die Erzählperspektive dafür, dass man ihnen nicht nah folgt, sondern zu allen dreien Distanz wahrt, weil man hier und da auch eingestreut von den Elfen liest, die Elbryan unterrichten, und was sie gerade über seine Fortschritte denken, oder wie es dem jungen Mann Connor ergeht, der um Pony freit. (Juhuu, jemand namens Connor! Aber natürlich ist er nicht wichtig, sagt sein Name ja schon.) Dass sich irgendwo im Norden der Geflügelte erhebt und damit unvorstellbare Schrecken über Korona hereinbrechen sollen, merkt man nur am Rande. Vage schwebt die Bedrohung eines Krieges über allem, und das Wissen, dass wohl alle drei Charaktere in diesem eine herausragende Rolle einnehmen werden und deshalb all das erlebt haben. Bei Elbryan und Avelyn durch ihre Ausbildungen völlig klar, wie sie zu Helden werden, Pony muss dagegen etwas mehr erleiden und hat einen dünneren Handlungsstrang, der hier und da wirklich grenzwertig ist, vor allem in der Umsetzung. Da sind wir heutzutage in guten Büchern einfach besseres gewöhnt an der Umsetzung. Da im Deutschen der englische Originalband in zwei Bücher gesplittet wurde, bin ich gespannt, wie es weitergeht (auch generell mit der Reihe) und werde sie als unterhaltsame Zwischenlektüre mit guter High Fantasy gern weiterlesen. Besonders originell oder einmalig finde ich sie aber bislang nicht.
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3,5 Sterne für einen unterhaltsamen älteren Fantasyroman, der auch irgendwie das heimelige Gefühl meiner Kindheit vermittelt. Damals, als ich in einem schmuddeligen Haus aufwuchs voller Bücher, die selbst auf der Treppe gestapelt standen und dicker Staub auf den grünen Teppichen lag, weil alle lasen und niemand putzte ... tja, das war zwar gar nicht meine Kindheit, aber irgendwie habe ich mich beim Lesen an diesen Ort versetzt gefühlt :D "Nachtvogel" erinnert mich stilistisch und inhaltlich etwas an Tad Williams "Drachenbeinthron", allerdings sind die Charaktere hier wesentlich sympathischer. Man folgt Elbryan von Kindestagen an bis zum Ende seiner Ausbildung, außerdem dem Mädchen Pony, das sein Gedächtnis verloren hat, und dem Mönch Avelyn (oh Gott, ich hoffe, ich habe mir alle Namen richtig gemerkt. Das ist echt so ein klischeehaftes Buch, aus dem sicher die nicht ganz ernst gemeinte Regel für Schreiber von Fantasy stammt: ein Name muss möglichst kompliziert und unaussprechlich sein und mehrere y's enthalten!). Gleichzeitig sorgt die Erzählperspektive dafür, dass man ihnen nicht nah folgt, sondern zu allen dreien Distanz wahrt, weil man hier und da auch eingestreut von den Elfen liest, die Elbryan unterrichten, und was sie gerade über seine Fortschritte denken, oder wie es dem jungen Mann Connor ergeht, der um Pony freit. (Juhuu, jemand namens Connor! Aber natürlich ist er nicht wichtig, sagt sein Name ja schon.) Dass sich irgendwo im Norden der Geflügelte erhebt und damit unvorstellbare Schrecken über Korona hereinbrechen sollen, merkt man nur am Rande. Vage schwebt die Bedrohung eines Krieges über allem, und das Wissen, dass wohl alle drei Charaktere in diesem eine herausragende Rolle einnehmen werden und deshalb all das erlebt haben. Bei Elbryan und Avelyn durch ihre Ausbildungen völlig klar, wie sie zu Helden werden, Pony muss dagegen etwas mehr erleiden und hat einen dünneren Handlungsstrang, der hier und da wirklich grenzwertig ist, vor allem in der Umsetzung. Da sind wir heutzutage in guten Büchern einfach besseres gewöhnt an der Umsetzung. Da im Deutschen der englische Originalband in zwei Bücher gesplittet wurde, bin ich gespannt, wie es weitergeht (auch generell mit der Reihe) und werde sie als unterhaltsame Zwischenlektüre mit guter High Fantasy gern weiterlesen. Besonders originell oder einmalig finde ich sie aber bislang nicht.




