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Zwischen Vampirjagd und verbotenen Gefühlen
Allgemeiner Eindruck Cursed konnte mich wirklich überzeugen. Vom Gefühl her erinnert es ein wenig an Darkthorn Archives – Bite the Bride von Penny Juniper, vor allem im Setting und in der Grundstimmung merkt man gewisse Parallelen. Trotzdem hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, einfach nur die gleiche Geschichte nochmal zu lesen. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, aber Cursed bringt genug eigene Ideen und Unterschiede mit, um sich davon abzuheben. Gerade in der Dynamik und Umsetzung hat es mir sogar ein kleines bisschen besser gefallen als Bite the Bride. Schreibstil & Perspektive Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Rebecca, was gut funktioniert und einen direkten Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen ermöglicht. Eine zweite Perspektive habe ich hier nicht vermisst. Trotz der soliden Erzählweise hätte ich mir an manchen Stellen detailliertere Beschreibungen gewünscht, insbesondere bei der räumlichen Orientierung innerhalb der Akademie. Setting & Worldbuilding Das Akademie-Setting in Schottland hat mir besonders gut gefallen. Die Mischung aus moderner Zeit und einer geheimen Vampirgesellschaft sorgt für eine spannende Atmosphäre. Anders als in vergleichbaren Geschichten ist das Wissen über Vampire hier nicht öffentlich, sondern nur einem kleineren Teil der Menschen bekannt, was dem Ganzen eine zusätzliche mysteriöse Ebene verleiht. Allerdings bleibt das Worldbuilding an einigen Stellen etwas oberflächlich. Es werden viele interessante Ansätze und Ideen eingeführt aber nicht konsequent ausgearbeitet. Gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Orientierung gewünscht, um mir die Umgebung besser vorstellen zu können. Handlung & Spannungsaufbau Der Einstieg gelingt sehr gut: Man wird direkt in die Geschichte hineingezogen und erhält erste Einblicke in Rebeccas Hintergrund. Besonders spannend ist, das Rebecca als Vampirjägerin Undercover an der Akademie agiert. Im Verlauf verschiebt sich der Fokus jedoch deutlich. Während zu Beginn Mystery- und Spannungsaspekte präsent sind, rücken diese später stärker in den Hintergrund zugunsten der Beziehungsentwicklung. Das führt dazu, dass einige Handlungsstränge zwar begonnen, aber nicht konsequent weitergeführt werden. Viele interessante Ansätze bleiben letztlich offen oder werden nur angerissen, was ein leicht unbefriedigendes Gefühl hinterlässt. Charaktere Rebecca als Protagonistin ist interessant und vielschichtig, besonders durch ihren inneren Konflikt zwischen Auftrag und Gefühlen. Auch Aliz bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte. Die Nebencharaktere haben definitiv Potenzial und wirken teilweise sehr interessant, bleiben aber oft zu blass. Gerade weil sie nur punktuell auftreten oder später kaum noch eine Rolle spielen, fällt es schwer, sie wirklich auseinanderzuhalten oder eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Dynamik & Romance Die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen ist eines der großen Highlights des Buches. Die Annäherung erfolgt langsam und glaubwürdig, ohne überstürzt zu wirken. Die emotionale Entwicklung ist nachvollziehbar und gut ausgearbeitet. Die queere Repräsentation ist dabei selbstverständlich integriert und fühlt sich natürlich an. Die romantischen und intimeren Szenen sind stimmungsvoll geschrieben und fügen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings geht die starke Fokussierung auf die Beziehung etwas zulasten der anderen Handlungselemente, insbesondere der Mystery-Aspekte. Ende & Auflösung Das Ende bietet einen kleinen Twist, der gut eingebaut ist und die Geschichte abrundet. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die entweder bewusst Raum für einen möglichen zweiten Band lassen oder schlicht nicht vollständig ausgearbeitet wurden. Das Finale ist insgesamt solide, aber nicht besonders herausragend – eher ein zufriedenstellender Abschluss mit Luft nach oben. Fazit Cursed ist ein gelungenes Fantasy-Buch mit starkem Fokus auf einer queeren Liebesgeschichte, einem spannenden Akademie-Setting und einer interessanten Grundidee. Besonders die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und die Atmosphäre konnten mich überzeugen. Allerdings verschenkt die Geschichte Potenzial im Worldbuilding und in den Nebenhandlungen. Viele spannende Ansätze werden angerissen, aber nicht konsequent weitergeführt. Trotz dieser Kritikpunkte ist es für mich ein 4-Sterne-Buch, das ich vor allem Leser*innen empfehlen kann, die Geschichten wie Bite the Bride von Penny Juniper mochten und Lust auf eine emotionale, romantisch geprägte Vampirgeschichte haben.
21. Apr. 2026
Zwischen Vampirjagd und verbotenen Gefühlen
Allgemeiner Eindruck Cursed konnte mich wirklich überzeugen. Vom Gefühl her erinnert es ein wenig an Darkthorn Archives – Bite the Bride von Penny Juniper, vor allem im Setting und in der Grundstimmung merkt man gewisse Parallelen. Trotzdem hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, einfach nur die gleiche Geschichte nochmal zu lesen. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, aber Cursed bringt genug eigene Ideen und Unterschiede mit, um sich davon abzuheben. Gerade in der Dynamik und Umsetzung hat es mir sogar ein kleines bisschen besser gefallen als Bite the Bride. Schreibstil & Perspektive Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Rebecca, was gut funktioniert und einen direkten Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen ermöglicht. Eine zweite Perspektive habe ich hier nicht vermisst. Trotz der soliden Erzählweise hätte ich mir an manchen Stellen detailliertere Beschreibungen gewünscht, insbesondere bei der räumlichen Orientierung innerhalb der Akademie. Setting & Worldbuilding Das Akademie-Setting in Schottland hat mir besonders gut gefallen. Die Mischung aus moderner Zeit und einer geheimen Vampirgesellschaft sorgt für eine spannende Atmosphäre. Anders als in vergleichbaren Geschichten ist das Wissen über Vampire hier nicht öffentlich, sondern nur einem kleineren Teil der Menschen bekannt, was dem Ganzen eine zusätzliche mysteriöse Ebene verleiht. Allerdings bleibt das Worldbuilding an einigen Stellen etwas oberflächlich. Es werden viele interessante Ansätze und Ideen eingeführt aber nicht konsequent ausgearbeitet. Gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Orientierung gewünscht, um mir die Umgebung besser vorstellen zu können. Handlung & Spannungsaufbau Der Einstieg gelingt sehr gut: Man wird direkt in die Geschichte hineingezogen und erhält erste Einblicke in Rebeccas Hintergrund. Besonders spannend ist, das Rebecca als Vampirjägerin Undercover an der Akademie agiert. Im Verlauf verschiebt sich der Fokus jedoch deutlich. Während zu Beginn Mystery- und Spannungsaspekte präsent sind, rücken diese später stärker in den Hintergrund zugunsten der Beziehungsentwicklung. Das führt dazu, dass einige Handlungsstränge zwar begonnen, aber nicht konsequent weitergeführt werden. Viele interessante Ansätze bleiben letztlich offen oder werden nur angerissen, was ein leicht unbefriedigendes Gefühl hinterlässt. Charaktere Rebecca als Protagonistin ist interessant und vielschichtig, besonders durch ihren inneren Konflikt zwischen Auftrag und Gefühlen. Auch Aliz bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte. Die Nebencharaktere haben definitiv Potenzial und wirken teilweise sehr interessant, bleiben aber oft zu blass. Gerade weil sie nur punktuell auftreten oder später kaum noch eine Rolle spielen, fällt es schwer, sie wirklich auseinanderzuhalten oder eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Dynamik & Romance Die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen ist eines der großen Highlights des Buches. Die Annäherung erfolgt langsam und glaubwürdig, ohne überstürzt zu wirken. Die emotionale Entwicklung ist nachvollziehbar und gut ausgearbeitet. Die queere Repräsentation ist dabei selbstverständlich integriert und fühlt sich natürlich an. Die romantischen und intimeren Szenen sind stimmungsvoll geschrieben und fügen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings geht die starke Fokussierung auf die Beziehung etwas zulasten der anderen Handlungselemente, insbesondere der Mystery-Aspekte. Ende & Auflösung Das Ende bietet einen kleinen Twist, der gut eingebaut ist und die Geschichte abrundet. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die entweder bewusst Raum für einen möglichen zweiten Band lassen oder schlicht nicht vollständig ausgearbeitet wurden. Das Finale ist insgesamt solide, aber nicht besonders herausragend – eher ein zufriedenstellender Abschluss mit Luft nach oben. Fazit Cursed ist ein gelungenes Fantasy-Buch mit starkem Fokus auf einer queeren Liebesgeschichte, einem spannenden Akademie-Setting und einer interessanten Grundidee. Besonders die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und die Atmosphäre konnten mich überzeugen. Allerdings verschenkt die Geschichte Potenzial im Worldbuilding und in den Nebenhandlungen. Viele spannende Ansätze werden angerissen, aber nicht konsequent weitergeführt. Trotz dieser Kritikpunkte ist es für mich ein 4-Sterne-Buch, das ich vor allem Leser*innen empfehlen kann, die Geschichten wie Bite the Bride von Penny Juniper mochten und Lust auf eine emotionale, romantisch geprägte Vampirgeschichte haben.
21. Apr. 2026






