Crow Kingdom

Crow Kingdom

Taschenbuch
4.47
KapitalismuskritikGesellschaftskritikWutAufstand

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Beschreibung

In einem Vergnügungspark zu arbeiten war für Jessica immer ein Traum, doch nach über zehn Jahren zwischen Achterbahnen und Fast-Food-Restaurants ist sie es leid, im Rabenkostüm zu tanzen und den Gästen mit aufgesetztem Lächeln eine heile Welt vorzugaukeln. Wie die anderen Angestellten hasst sie ihre Arbeit, den Park und den Besitzer – so sehr, dass sie beschließen, den schönsten Ort der Welt in Schutt und Asche zu legen. Während die Planung für den Tag der Zerstörung läuft, wird Jessica nicht nur unerwartet mit der Rückkehr einer Ex-Freundin und eines Jugendfreundes konfrontiert, sondern auch mit ihrer ganz persönlichen Verbindung zum Park. Denn wer für eine bessere Zukunft sorgen will, muss sich früher oder später der eigenen Vergangenheit stellen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Thriller
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
194
Preis
13.30 €

Beiträge

4
Alle
3.5

Mitarbeiter des Vergnügungsparks Corona lehnen sich gegen ihren Chef auf. Was einst schön und traumhaft war, soll zu einem katastrophalen Ende führen. Zerstören, was einen selbst zerstört hat ist die Devise. Gesellschaftskritisch und rasant geschrieben. Leider konnte mich die Geschichte trotzdem nicht permanent packen, ich wurde mit der Hauptprotagonistin nicht richtig warm, sie blieb mir die meiste Zeit ziemlich unnahbar. Aber vielleicht gehen einige ab jetzt mit anderen Augen über einen Vergnügungspark und machen sich mehr Gedanken was die Mitarbeiter leisten, gerade zur Belustigung der Besucher. Nicht alles ist so wie es scheint.

5

In dieser Geschichte/Krimi ist einfach so viel tiefsinniges, schönes und hässliches verwoben Es ist eigentlich eine eher leichte Sprache, aber es gibt auch triggerndes, besonders Suizid-Versuche. Wobei es hier auch Hoffnung gibt, da es irgendwie nie ganz klappt. Und schlussendlich die ganze Hintergrund-Geschichte ans Licht kommt. Aber es gibt auch eine Person, die unwiederbringlich stirbt und das war schon traurig. Auch wenn es selbst hier noch eine Art Abschluss-Szene und auch Rache gibt

5

Großartig! 🤩 Wundervoll geschrieben, verrückter Plot und total liebenswerte Charaktere! Empfehlung!

4

Mach den Vergnügungspark kaputt - aber bitte in düster. "Crow Kingdom" ist der Debütroman von Tino Falke, der überraschend anders ist, als ich zunächst erwartet habe. Der Vergnügungspark Corona Kingdom lockt die Massen, doch für die Angestellten ist der Arbeitsalltag Stress pur, kündigen nahezu aussichtslos. Also fassen Jessica und die anderen einen folgenschweren Plan: Den Park zu zerstören. Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit, den Roman passend und fair zu bewerten. Ich glaube, das liegt an verschiedenen Dingen. Zum einen ist er deutlich düsterer als ich dachte, gerade auf der psychologischen Ebene. Die Prämisse klang für mich nach einem spaßigen "Mitarbeiter lehnen sich gegen schlimmen Boss auf und zerstören Vergnügungspark". Was gerade die Protagonistin aber alles abbekommt und mitmachen muss, ist wirklich harter Tobak. Vielleicht habe ich mich vorher nicht genau genug mit dem Roman beschäftigt, jedenfalls hat mich das so etwa ab 1/3 des Buches kalt erwischt - und da weiß man das Schlimmste ja noch gar nicht. Zum anderen habe ich den Roman in einer mental nicht ganz einfachen Zeit gelesen. Das ist rein subjektiv jetzt und auch keine Kritik am Roman, aber ich musste ihn zwischendurch weglegen und erstmal etwas Positiveres lesen. Drittens habe ich Probleme mit der Erzählweise der Erzählerin, da trotz der Ich-Perspektive viele Dinge erst am Schluss den Lesenden offenbart werden, die die Protagonistin aber die ganze Zeit weiß. Unzuverlässige Erzählfiguren sind ein Ding, ich weiß, aber da man auch viel über die Innenwelt der Protagonistin erfährt, fühlte sich dieses Zurückhalten von Informationen etwas künstlich an. Die Art, wie ihre wörtliche Rede geschildert wird, hat mich zudem irritiert. Absolut positiv hervorzuheben sind dagegen die Wendungen, da man mehrfach überrascht und kalt erwischt wird und wirklich vieles nicht so ist, wie es scheint. Die vielen kleinen Rückblenden sind zudem extrem geschickt eingewoben und man bekommt ein stimmiges Bild für die Figuren und die kleine Welt des Vergnügungsparks. Zudem hat der Roman ein passendes Erzähltempo. Er ist kurz, flott erzählt, wirkt dabei aber nicht im Geringsten gehetzt. Jedes Wort sitzt, es ist keins zu viel, und trotzdem entsteht ein stimmiger Weltenbau, wie oben bereits erwähnt wurde. Das ist für mich eine hohe Erzählkunst, die Tino Falke auf jeden Fall hat. Unterm Strich ist Crow Kingdom trotz der oben erwähnten Kritikpunkte (die wirklich extrem subjektiv sind) ein toller Roman, der auf sehr kompakte, flotte Weise eine spannende Geschichte erzählt. Man muss sich, glaube ich, nur darüber im Klaren sein, dass er etwas Düsterer ist, als es zuerst scheint. Einen kleinen Minuspunkt gibt es zudem für die Katzen und was mir ihnen passiert. Nicht nett. Insgesamt 7/10 Punkten.

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