Chrysalis
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Sie geht ins Fitnessstudio. Sie verändert ihren Körper drastisch, will nach einer traumatischen Erfahrung schwerer, stärker und gelassener werden. Wie eine Chrysalis, ein Insekt im Zustand der Verpuppung, wird sie eine völlig andere werden. Diesen Wandlungsprozess beobachten drei Menschen, die ihr auf verschiedene Weise verbunden und von ihr fasziniert sind. Eliott, ein schüchterner Einzelgänger, begegnet ihr im Fitnessstudio und verehrt sie wie eine Heilige. Bella, ihre Mutter, muss erkennen, dass für die Tochter ihre Beziehung ein enger Kokon war, aus dem sie sich nun befreit. Susie, die beste Freundin, bietet ihr Zuflucht und Unterstützung während der Verwandlung.
In klarer, betörender Prosa erzählt Anna Metcalfe über den Versuch einer Frau, sich von den Fesseln der Gesellschaft zu befreien und über sich selbst vollkommene Kontrolle zu erlangen.
«Ein wunderbar rätselhaftes Buch über Weiblichkeit und Stärke.» Maria-Christina Piwowarski, blauschwarzberlin
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Metcalfe ist eine britische Autorin. Sie wurde in Deutschland geboren. Ihre Erzählungen wurden in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht und mit Preisen ausgezeichnet. In Großbritannien ist bislang der Erzählungsband Blind Water Pass von ihr erschienen. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Universität von Birmingham. Chrysalis ist ihr Debütroman. Die Zeitschrift Granta kürte sie zu einer der zwanzig besten britischen Schriftsteller:innen unter vierzig Jahren.
Beiträge
Chrysalis in einem Wort: Anders. Anna Metcalfe hat Worte und Ideen zusammengefügt, die ich bislang so noch nicht gelesen haben. Drei Personen beschreiben die namenlose Protagonistin dieses Buches, anhand Ihrer individuellen Wahrnehmung und der jeweiligen Beziehung. Spannend dabei ist, dass trotz der vermehrten Beschreibung immer mehr Fragezeichen in meinem Kopf aufgetaucht sind, wer denn eigentlich diese Frau ist. Es zeichnet sich ein Bild über die Protagonistin ab, die immer mehr darauf setzt ihren eigenen Weg zu gehen. Was sich stark und interessant anhört aber über die Beschreibung des Umfelds (Mutter, Liebesbeziehung und Freundschaft) narzisstisch und manipulativ erscheint. Was glaubst du, würden die Menschen aus deinem Leben über dich erzählen und wie wirklichkeitsnah wäre dieses Bild?

Ein einzigartiger Roman über die Metamorphose einer Frau aus der Sicht dreier Aussenstehender. Dabei überzeugt die Autorin nicht nur mit einer atemberaubend schönen Sprache, sondern auch mit der originellen Geschichte. Es wird ein Charakter geschaffen, der unkonventionell ist und sich dem gesellschaftlichen Kodex entgegensetzt. Eine Befreiung aus einer ungesunden Beziehung und dem Versuch sich selbst zu entfalten.

Eine junge Frau verwandelt sich. Nach einem traumatischen Erlebnis plant sie eine radikale Veränderung von Körper und Geist, trainiert täglich viele Stunden im Fitnesscenter und zuhause. Ihre Geschichte wird uns aus 3 verschiedenen Perspektiven erzählt, nie aus ihrer eigenen. Es erzählt die Mutter über das Aufwachsen der Tochter. Es erzählt die Arbeitskollegin, bei der sie nach dem Trauma für einige Monate unterkommt.. und es erzählt ein junger Mann aus dem Fitnessstudio, der sie beobachtet und fasziniert von ihr ist. Ich fand den Aufbau des Buches toll und auch die Idee, die Geschichte eines Menschen aus so unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen. Ich hätte gerne über alle Beteiligten noch mehr erfahren und blieb mit einigen Fragezeichen zurück. Dennoch: lesenswert
Lebt durch Aussparung
Was passiert mit einer Frau, die gegen gesellschaftliche Konventionen verstößt - wie wird wie wahrgenommen? In dem Roman erleben wir drei Perspektiven auf eine Frau, die ihr eigenes Meditations-Regime entwickelt und dadurch erfolgreich wird. Dabei kommt die namenlose Protagonistin selbst nicht zu Wort. Was können wir den Erzählenden glauben und was nicht? Ein super spannender Roman, der süchtig macht und mich mit einigen Fragezeichen zurückgelassen hat. Die Erzählerin der Mutter war schwer auszuhalten, was für den Roman spricht, aber echt wenig Spaß gemacht hat
Wenn Bücher künstlerisch sein wollen, aber nur verwirren
Chrysalis war für mich eher ein literarischer Fiebertraum als ein fesselnder Roman. Die Geschichte wirkt seltsam abstrakt und hat mich ein wenig an japanische Literatur erinnert. Es war auf jeden Fall ganz anders, als ich es anhand des Klappentexts erwartet hatte. Anstatt einer spannenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, Identität und Sport mit dessen Auswirkungen, verliert sich das Buch in verschiedenen Perspektiven und gedanklichen Konstrukten, die schwer zu verstehen sind. Der Stil ist zwar eigenwillig und künstlerisch, aber auch distanziert und anstrengend. Zum Glück ist das Buch recht kurz, ansonsten hätte ich es wahrscheinlich nicht beendet. Wer Lust auf "experimentelle" Literatur hat, könnte Spaß mit dem Buch haben. Für mich war es leider nichts.
Eines Tages taucht die namenlose Protagonistin im Fitness-Studio auf. Sie will ihren Körper völlig verändern, will stärker und muskulöser werden. Nach und nach lernen wir sie aus drei unterschiedlichen Perspektiven kennen: Elliot, der im selben Studio trainiert und von ihr fasziniert ist. Bella, ihre Mutter, die uns erzählt, wie ihre Tochter aufgewachsen ist und womit sie zu kämpfen hatte. Und schließlich Arbeitskollegin und Freundin Susie, die sie nach einer Trennung bei sich aufnimmt. „Chrysalis“ ist der erste Roman der britischen Autorin Anna Metcalfe, deren Erzählungen bereits veröffentlicht und preisgekrönt wurden; die deutsche Übersetzung stammt von Eva Bonné. Jede der drei Erzählperspektiven ist in der Ich- und Vergangenheitsform geschrieben und gibt den Blick auf die Abgründe der Figuren frei. Elliot ist unangenehm, geradezu ein Stalker, der aus einer ersten Begegnung gleich eine besondere Beziehung ableitet. Bella zeigt sich mit der Fürsorge für ihre Tochter überfordert, zugleich fällt es ihr schwer, sie loszulassen. Und Susie geht völlig darin auf, die neue Mitbewohnerin zu verwöhnen und mit Geschenken zu überhäufen. Doch was wissen wir wirklich über die Protagonistin? Nach einen traumatischen Beziehung, die sie selbst jedoch verharmlost, beschließt sie, ihren Körper zu stählen – was der Trainer im Fitness-Studio erst einmal nicht glauben will, denn wenn Frauen Sport machen, dann doch um abzunehmen, oder? Unsere Heldin will noch dazu von niemandem mehr abhängig sein und so stößt sie alle drei Erzähler*innen nach und nach von sich, um am Ende nur noch von ihren Fans für ihre Social Media-Kunst verehrt zu werden. Man könnte denken, die drei unterschiedlichen Perspektiven würden ein Gesamtbild der Hauptfigur zusammensetzen, aber eigentlich ist es noch lückenhafter als zuvor. Ihren Wunsch konnte ich nach dem, was sie erlebt hat, verstehen, nicht aber, wie sie selbst Menschen bewusst verletzt. Noch dazu scheint sie auch der Kontrast nicht zu stören, dass sie zwar einerseits niemanden um sich haben will, dann aber doch ihr ganzes künstlerisches Sein auf anderen aufbaut: Elliot liefert die Idee, Susie die Requisiten und Bella das Geld. Mir fehlt hier konkret die Perspektive der Protagonistin, um diese Widersprüche aufzulösen oder zumindest zu verstehen.
Das Leben einer Puppe aus drei Perspektiven
**** Worum geht es? **** Eine junge Frau will sich verwandeln, Stärke und Unabhängigkeit ist ihr Ziel. Auf dem Weg begegnet sie jemand fremden, Elliot, ihre Mutter Bella und ihre Freundin Susie. Während diese alles für sie geben, nimmt die Protagonistin was sie braucht um ihr Ziel zu erreichen und verschwindet. Erreicht die Protagonistin ihren Befreiungsschlag? Und sind die Kosten dies am Ende wert? **** Mein Eindruck **** Die Verwandlungsphase der Protagonistin erlebte ich aus drei verschiedenen Perspektiven, aber nie aus der Sicht der Protagonistin selbst. Die Erzählungen greifen teilweise ineinander und beleuchten das Erscheinungsbild und ihre Wirkung aus verschiedensten Perspektiven. Während die Protagonistin sich wandelt bleiben die Beobachter einsam und zerstört zurück. Als Leser verliebt man sich in die Protagonistin, hasst sie regelrecht und kommt dennoch nicht aus der Bewunderung raus. Ich bin in eine skurrile und dennoch absolut real anfühlende Welt eingetaucht und bleibe völlig ratlos zurück. Die Erzählungen werfen viele Fragen auf und lassen viel Raum zur Interpretationen, klare Antworten finde ich hier nicht und genau das macht für mich aus diesem Buch ein besonderes Kunstwerk, denn ich möchte jedes Detail auseinander nehmen und weitere Interpretationsmöglichkeiten entdecken. Sind die an ihrem Leid schuld die sie weiter beobachten und sich benutzen lassen? Ist die Protagonistin schlichtweg egoistisch? Hat die Protagonistin sich wirklich von den Fesseln der Gesellschaft befreit? Was ist Schein, was ist sein? **** Empfehlung? **** Ein Trugbild oder doch Realität? Eine Geschichte rund um die Verpuppung eines Menschen zu jemand ganz Neuem. Fabelhaft erzählt, anregend und vielschichtig. Keine leichte Kost. Eine Empfehlung für Fans von Erzählungen, die eine tiefergehende Interpretation nicht scheuen.
Beschreibung
Sie geht ins Fitnessstudio. Sie verändert ihren Körper drastisch, will nach einer traumatischen Erfahrung schwerer, stärker und gelassener werden. Wie eine Chrysalis, ein Insekt im Zustand der Verpuppung, wird sie eine völlig andere werden. Diesen Wandlungsprozess beobachten drei Menschen, die ihr auf verschiedene Weise verbunden und von ihr fasziniert sind. Eliott, ein schüchterner Einzelgänger, begegnet ihr im Fitnessstudio und verehrt sie wie eine Heilige. Bella, ihre Mutter, muss erkennen, dass für die Tochter ihre Beziehung ein enger Kokon war, aus dem sie sich nun befreit. Susie, die beste Freundin, bietet ihr Zuflucht und Unterstützung während der Verwandlung.
In klarer, betörender Prosa erzählt Anna Metcalfe über den Versuch einer Frau, sich von den Fesseln der Gesellschaft zu befreien und über sich selbst vollkommene Kontrolle zu erlangen.
«Ein wunderbar rätselhaftes Buch über Weiblichkeit und Stärke.» Maria-Christina Piwowarski, blauschwarzberlin
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Metcalfe ist eine britische Autorin. Sie wurde in Deutschland geboren. Ihre Erzählungen wurden in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht und mit Preisen ausgezeichnet. In Großbritannien ist bislang der Erzählungsband Blind Water Pass von ihr erschienen. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Universität von Birmingham. Chrysalis ist ihr Debütroman. Die Zeitschrift Granta kürte sie zu einer der zwanzig besten britischen Schriftsteller:innen unter vierzig Jahren.
Beiträge
Chrysalis in einem Wort: Anders. Anna Metcalfe hat Worte und Ideen zusammengefügt, die ich bislang so noch nicht gelesen haben. Drei Personen beschreiben die namenlose Protagonistin dieses Buches, anhand Ihrer individuellen Wahrnehmung und der jeweiligen Beziehung. Spannend dabei ist, dass trotz der vermehrten Beschreibung immer mehr Fragezeichen in meinem Kopf aufgetaucht sind, wer denn eigentlich diese Frau ist. Es zeichnet sich ein Bild über die Protagonistin ab, die immer mehr darauf setzt ihren eigenen Weg zu gehen. Was sich stark und interessant anhört aber über die Beschreibung des Umfelds (Mutter, Liebesbeziehung und Freundschaft) narzisstisch und manipulativ erscheint. Was glaubst du, würden die Menschen aus deinem Leben über dich erzählen und wie wirklichkeitsnah wäre dieses Bild?

Ein einzigartiger Roman über die Metamorphose einer Frau aus der Sicht dreier Aussenstehender. Dabei überzeugt die Autorin nicht nur mit einer atemberaubend schönen Sprache, sondern auch mit der originellen Geschichte. Es wird ein Charakter geschaffen, der unkonventionell ist und sich dem gesellschaftlichen Kodex entgegensetzt. Eine Befreiung aus einer ungesunden Beziehung und dem Versuch sich selbst zu entfalten.

Eine junge Frau verwandelt sich. Nach einem traumatischen Erlebnis plant sie eine radikale Veränderung von Körper und Geist, trainiert täglich viele Stunden im Fitnesscenter und zuhause. Ihre Geschichte wird uns aus 3 verschiedenen Perspektiven erzählt, nie aus ihrer eigenen. Es erzählt die Mutter über das Aufwachsen der Tochter. Es erzählt die Arbeitskollegin, bei der sie nach dem Trauma für einige Monate unterkommt.. und es erzählt ein junger Mann aus dem Fitnessstudio, der sie beobachtet und fasziniert von ihr ist. Ich fand den Aufbau des Buches toll und auch die Idee, die Geschichte eines Menschen aus so unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen. Ich hätte gerne über alle Beteiligten noch mehr erfahren und blieb mit einigen Fragezeichen zurück. Dennoch: lesenswert
Lebt durch Aussparung
Was passiert mit einer Frau, die gegen gesellschaftliche Konventionen verstößt - wie wird wie wahrgenommen? In dem Roman erleben wir drei Perspektiven auf eine Frau, die ihr eigenes Meditations-Regime entwickelt und dadurch erfolgreich wird. Dabei kommt die namenlose Protagonistin selbst nicht zu Wort. Was können wir den Erzählenden glauben und was nicht? Ein super spannender Roman, der süchtig macht und mich mit einigen Fragezeichen zurückgelassen hat. Die Erzählerin der Mutter war schwer auszuhalten, was für den Roman spricht, aber echt wenig Spaß gemacht hat
Wenn Bücher künstlerisch sein wollen, aber nur verwirren
Chrysalis war für mich eher ein literarischer Fiebertraum als ein fesselnder Roman. Die Geschichte wirkt seltsam abstrakt und hat mich ein wenig an japanische Literatur erinnert. Es war auf jeden Fall ganz anders, als ich es anhand des Klappentexts erwartet hatte. Anstatt einer spannenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, Identität und Sport mit dessen Auswirkungen, verliert sich das Buch in verschiedenen Perspektiven und gedanklichen Konstrukten, die schwer zu verstehen sind. Der Stil ist zwar eigenwillig und künstlerisch, aber auch distanziert und anstrengend. Zum Glück ist das Buch recht kurz, ansonsten hätte ich es wahrscheinlich nicht beendet. Wer Lust auf "experimentelle" Literatur hat, könnte Spaß mit dem Buch haben. Für mich war es leider nichts.
Eines Tages taucht die namenlose Protagonistin im Fitness-Studio auf. Sie will ihren Körper völlig verändern, will stärker und muskulöser werden. Nach und nach lernen wir sie aus drei unterschiedlichen Perspektiven kennen: Elliot, der im selben Studio trainiert und von ihr fasziniert ist. Bella, ihre Mutter, die uns erzählt, wie ihre Tochter aufgewachsen ist und womit sie zu kämpfen hatte. Und schließlich Arbeitskollegin und Freundin Susie, die sie nach einer Trennung bei sich aufnimmt. „Chrysalis“ ist der erste Roman der britischen Autorin Anna Metcalfe, deren Erzählungen bereits veröffentlicht und preisgekrönt wurden; die deutsche Übersetzung stammt von Eva Bonné. Jede der drei Erzählperspektiven ist in der Ich- und Vergangenheitsform geschrieben und gibt den Blick auf die Abgründe der Figuren frei. Elliot ist unangenehm, geradezu ein Stalker, der aus einer ersten Begegnung gleich eine besondere Beziehung ableitet. Bella zeigt sich mit der Fürsorge für ihre Tochter überfordert, zugleich fällt es ihr schwer, sie loszulassen. Und Susie geht völlig darin auf, die neue Mitbewohnerin zu verwöhnen und mit Geschenken zu überhäufen. Doch was wissen wir wirklich über die Protagonistin? Nach einen traumatischen Beziehung, die sie selbst jedoch verharmlost, beschließt sie, ihren Körper zu stählen – was der Trainer im Fitness-Studio erst einmal nicht glauben will, denn wenn Frauen Sport machen, dann doch um abzunehmen, oder? Unsere Heldin will noch dazu von niemandem mehr abhängig sein und so stößt sie alle drei Erzähler*innen nach und nach von sich, um am Ende nur noch von ihren Fans für ihre Social Media-Kunst verehrt zu werden. Man könnte denken, die drei unterschiedlichen Perspektiven würden ein Gesamtbild der Hauptfigur zusammensetzen, aber eigentlich ist es noch lückenhafter als zuvor. Ihren Wunsch konnte ich nach dem, was sie erlebt hat, verstehen, nicht aber, wie sie selbst Menschen bewusst verletzt. Noch dazu scheint sie auch der Kontrast nicht zu stören, dass sie zwar einerseits niemanden um sich haben will, dann aber doch ihr ganzes künstlerisches Sein auf anderen aufbaut: Elliot liefert die Idee, Susie die Requisiten und Bella das Geld. Mir fehlt hier konkret die Perspektive der Protagonistin, um diese Widersprüche aufzulösen oder zumindest zu verstehen.
Das Leben einer Puppe aus drei Perspektiven
**** Worum geht es? **** Eine junge Frau will sich verwandeln, Stärke und Unabhängigkeit ist ihr Ziel. Auf dem Weg begegnet sie jemand fremden, Elliot, ihre Mutter Bella und ihre Freundin Susie. Während diese alles für sie geben, nimmt die Protagonistin was sie braucht um ihr Ziel zu erreichen und verschwindet. Erreicht die Protagonistin ihren Befreiungsschlag? Und sind die Kosten dies am Ende wert? **** Mein Eindruck **** Die Verwandlungsphase der Protagonistin erlebte ich aus drei verschiedenen Perspektiven, aber nie aus der Sicht der Protagonistin selbst. Die Erzählungen greifen teilweise ineinander und beleuchten das Erscheinungsbild und ihre Wirkung aus verschiedensten Perspektiven. Während die Protagonistin sich wandelt bleiben die Beobachter einsam und zerstört zurück. Als Leser verliebt man sich in die Protagonistin, hasst sie regelrecht und kommt dennoch nicht aus der Bewunderung raus. Ich bin in eine skurrile und dennoch absolut real anfühlende Welt eingetaucht und bleibe völlig ratlos zurück. Die Erzählungen werfen viele Fragen auf und lassen viel Raum zur Interpretationen, klare Antworten finde ich hier nicht und genau das macht für mich aus diesem Buch ein besonderes Kunstwerk, denn ich möchte jedes Detail auseinander nehmen und weitere Interpretationsmöglichkeiten entdecken. Sind die an ihrem Leid schuld die sie weiter beobachten und sich benutzen lassen? Ist die Protagonistin schlichtweg egoistisch? Hat die Protagonistin sich wirklich von den Fesseln der Gesellschaft befreit? Was ist Schein, was ist sein? **** Empfehlung? **** Ein Trugbild oder doch Realität? Eine Geschichte rund um die Verpuppung eines Menschen zu jemand ganz Neuem. Fabelhaft erzählt, anregend und vielschichtig. Keine leichte Kost. Eine Empfehlung für Fans von Erzählungen, die eine tiefergehende Interpretation nicht scheuen.











