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Ein Buch, das mich gleichzeitig Augenrollen, schmunzeln und überraschend dranbleiben ließ.
Ach ja… es beginnt, wie so viele aktuelle DR Bücher beginnen: Kaum treffen sich die Figuren, drehen sich die Gedanken schon wieder in vorhersehbar intime Richtungen 🙄. Man weiß also ziemlich genau, wohin die Reise geht, noch bevor sie überhaupt richtig losfährt. Und dann wird Madame entführt… nur um das Ganze zwei Wochen später gedanklich als eine Art „Urlaub“ einzuordnen 🤣 – ich war kurz unsicher, ob ich mich verlesen habe oder ob hier einfach eine sehr… flexible Definition von Entführung vorliegt. Die anfängliche Gegenwehr hält immerhin stolze 78 Seiten durch, bevor sich die Dynamik deutlich verschiebt und er sich bereits ihrem Höschen nähert. Nicht komplett eskalierend, aber doch schnell genug, dass ich mir mehr Widerstand, mehr bissige Kommentare und generell mehr von Kats eigentlich scharfzüngigem Charakter gewünscht hätte. Denn eigentlich ist sie alles andere als zurückhaltend. Nur leider wird das nicht immer konsequent ausgespielt. Zusätzlich stolpert der Text an einigen Stellen über sich selbst. Kleine, aber auffällige Fehler reißen einen immer wieder aus dem Lesefluss: Aus einer Küchenschere wird plötzlich eine Gartenschere 😅, Figuren verlassen den Raum und führen trotzdem Gespräche, als hätten sie gerade Teleportation für sich entdeckt 🤣, aus Anya wird Anja, und auch der ein oder andere Satz wirkt, als hätte er unterwegs ein paar Worte verloren. Nichts Dramatisches, aber in Summe eben doch merklich. Und trotzdem hatte ich insgesamt eine wirklich überraschend gute Zeit mit dem Buch. Gerade ab der zweiten Hälfte hat es mich deutlich mehr gepackt. Das anfängliche Augenrollen wurde leiser, das Interesse dafür umso größer. Dante entpuppt sich dabei als deutlich brutaler und blutiger, als zunächst erwartet. Seine Zerrissenheit zwischen Mafia-Alltag und aufkeimenden Gefühlen bringt zumindest etwas Tiefe rein, auch wenn er definitiv nicht immer als liebevoll durchgeht. Immerhin erkennt er seine Fehler an, was ihm ein kleines Plus einbringt. Die Mafia-Strukturen selbst sind solide dargestellt und geben der Geschichte einen brauchbaren Rahmen. Überraschend ist auch, dass Dante im weiteren Verlauf nicht ausschließlich der egoistische, rücksichtslose Typ bleibt. Zwischen all dem Spice und Dirty Talk blitzen immer wieder ernstere, teils sogar tiefgründige Gespräche über die Vergangenheit der Figuren auf, was insbesondere Dante mehr Substanz verleiht, als man ihm anfangs zutraut. Weniger gelungen sind dagegen die Zeitsprünge. Beziehungen entwickeln sich gefühlt im Zeitraffer: Von Hass zu Zuneigung in einem Kapitel, weil irgendwo ein Monat vergangen ist...emotional kam das bei mir leider nicht wirklich an. Auch ein allgemein eher unbeliebter Trope findet hier seinen Platz, der mich persönlich zwar nicht massiv gestört hat, aber definitiv Geschmackssache bleibt 😅. Unterm Strich bleibt ein Buch, das mit zu viel übereiltem Spice, cingem dirty talk, holprigen Details und ungünstigen Zeitsprüngen kämpft, aber gleichzeitig genug Unterhaltungswert und spätere Spannung bietet, um dranzubleiben. Mit etwas mehr Feinschliff wäre hier deutlich mehr drin gewesen – so bleibt es bei soliden 3,5 Sternen. Und ja… meine Hoffnung für die nächsten drei Teile lebt noch 🤣
29. Apr. 2026
Ein Buch, das mich gleichzeitig Augenrollen, schmunzeln und überraschend dranbleiben ließ.
Ach ja… es beginnt, wie so viele aktuelle DR Bücher beginnen: Kaum treffen sich die Figuren, drehen sich die Gedanken schon wieder in vorhersehbar intime Richtungen 🙄. Man weiß also ziemlich genau, wohin die Reise geht, noch bevor sie überhaupt richtig losfährt. Und dann wird Madame entführt… nur um das Ganze zwei Wochen später gedanklich als eine Art „Urlaub“ einzuordnen 🤣 – ich war kurz unsicher, ob ich mich verlesen habe oder ob hier einfach eine sehr… flexible Definition von Entführung vorliegt. Die anfängliche Gegenwehr hält immerhin stolze 78 Seiten durch, bevor sich die Dynamik deutlich verschiebt und er sich bereits ihrem Höschen nähert. Nicht komplett eskalierend, aber doch schnell genug, dass ich mir mehr Widerstand, mehr bissige Kommentare und generell mehr von Kats eigentlich scharfzüngigem Charakter gewünscht hätte. Denn eigentlich ist sie alles andere als zurückhaltend. Nur leider wird das nicht immer konsequent ausgespielt. Zusätzlich stolpert der Text an einigen Stellen über sich selbst. Kleine, aber auffällige Fehler reißen einen immer wieder aus dem Lesefluss: Aus einer Küchenschere wird plötzlich eine Gartenschere 😅, Figuren verlassen den Raum und führen trotzdem Gespräche, als hätten sie gerade Teleportation für sich entdeckt 🤣, aus Anya wird Anja, und auch der ein oder andere Satz wirkt, als hätte er unterwegs ein paar Worte verloren. Nichts Dramatisches, aber in Summe eben doch merklich. Und trotzdem hatte ich insgesamt eine wirklich überraschend gute Zeit mit dem Buch. Gerade ab der zweiten Hälfte hat es mich deutlich mehr gepackt. Das anfängliche Augenrollen wurde leiser, das Interesse dafür umso größer. Dante entpuppt sich dabei als deutlich brutaler und blutiger, als zunächst erwartet. Seine Zerrissenheit zwischen Mafia-Alltag und aufkeimenden Gefühlen bringt zumindest etwas Tiefe rein, auch wenn er definitiv nicht immer als liebevoll durchgeht. Immerhin erkennt er seine Fehler an, was ihm ein kleines Plus einbringt. Die Mafia-Strukturen selbst sind solide dargestellt und geben der Geschichte einen brauchbaren Rahmen. Überraschend ist auch, dass Dante im weiteren Verlauf nicht ausschließlich der egoistische, rücksichtslose Typ bleibt. Zwischen all dem Spice und Dirty Talk blitzen immer wieder ernstere, teils sogar tiefgründige Gespräche über die Vergangenheit der Figuren auf, was insbesondere Dante mehr Substanz verleiht, als man ihm anfangs zutraut. Weniger gelungen sind dagegen die Zeitsprünge. Beziehungen entwickeln sich gefühlt im Zeitraffer: Von Hass zu Zuneigung in einem Kapitel, weil irgendwo ein Monat vergangen ist...emotional kam das bei mir leider nicht wirklich an. Auch ein allgemein eher unbeliebter Trope findet hier seinen Platz, der mich persönlich zwar nicht massiv gestört hat, aber definitiv Geschmackssache bleibt 😅. Unterm Strich bleibt ein Buch, das mit zu viel übereiltem Spice, cingem dirty talk, holprigen Details und ungünstigen Zeitsprüngen kämpft, aber gleichzeitig genug Unterhaltungswert und spätere Spannung bietet, um dranzubleiben. Mit etwas mehr Feinschliff wäre hier deutlich mehr drin gewesen – so bleibt es bei soliden 3,5 Sternen. Und ja… meine Hoffnung für die nächsten drei Teile lebt noch 🤣
29. Apr. 2026








