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Sehr viel Drumherum und wenig Tiefe
Die Geschichte der 28-jährigen Ísa, die sich für ihr Leben einen Zeitplan überlegt hat und hart daran arbeitet, diesen auch einzuhalten, war stellenweise witzig, manchmal sehr poetisch und hin und wieder irritierend bis langatmig. Die Protagonistin hat in ihrer Jugend nicht viel Nächstenliebe erfahren, weshalb sie jetzt, im Begriff mit großen Schritten auf die Dreißig zuzugehen und ihren Lebensplan damit abzuschließen, alles daran setzt, mit ihrem "Omi-Dasein" abzuschließen und endlich Mal Risiken einzugehen. Gleichermaßen scheint sie die Defizite ihrer Eltern gegenüber ihren Geschwistern ausgleichen zu wollen, indem sie aufopferungsvoll jeden emotionalen Brandherd, den die Teenies mit sich herumtragen, mit einem sofortigen Eingreifen direkt im Keim erstickt. Demgegenüber steht Sailor: Einige Jahre jünger als Ísa ist er in einer herzlichen Familie groß geworden und hat große Pläne für sein Unternehmen. Was ihn unweigerlich mit Ísa in Verbindung bringt, auf die er schon sehr lange ein Auge geworfen hat. Doch die Pläne der beiden scheinen miteinander zu kollidieren, will Ísa doch nicht wieder jemanden in ihrem Leben, um dessen Zuneigung sie hart kämpfen muss. Der Schreibstil der Autorin ist sehr blumig und ausschmückend, sodass ich gut einen ausschweifenden Stammbaum für die Protagonistin hätte zeichnen können, an dem sich noch Charaktereigenschaften und Nebengeschichten der gesamten Familie wiedergefunden hätten. Durch solche Nebenstränge und ausschweifenden Beschreibungen würde es an einigen Stellen recht langatmig. Außerdem war es etwas nervig, dass man nahezu auf jeder zweiten Seite den Spitznamen zu lesen bekam, den Sailor Ísa verpasst hatte. Für mich etwas zu viel des Guten. Abgesehen davon, dass das Buch sich handlungstechnisch ganz schön zog und viele Nebenschauplätze den roten Faden ein bisschen untergehen ließen, hatte ich so meine Probleme damit, mit den Charakteren warm zu werden und die Lovestory überhaupt zu fühlen. Einige Handlungen und Gedankengänge ließen mich eher mit einem verwirrten Stirnrunzeln zurück. Es wirkte an vielen Stellen einfach zu überstürzt, zu weit hergeholt, zu sehr gewollt, teils auch zu kompliziert gemacht, obwohl es wirklich sehr einfach hätte sein können. Diverse Spice-Szenen gab es auch, jedoch wurde die Leidenschaft deutlich dadurch gestört, dass die 28-jährige Ísa sich "so jung wie schon lange nicht mehr" fühlte. Also ich bitte euch, 28 ist kein Alter. Man hatte bisweilen das Gefühl, dass er in ihren Augen gerade volljährig geworden und sie eine betagte Dame wäre. Für zwischendurch auf jeden Fall eine leichte Lektüre, bei der man sich entspannt zurücklehnen kann, ohne viel Spannung, Herzklopfen und Achterbahnfahrten der Gefühle befürchten zu müssen, aber es war nichts, das mich aus dem Hocker gerissen hätte. Damit endet die Reise für mich in dieser Buchreihe auch an dieser Stelle.
2. Sept. 2024
Sehr viel Drumherum und wenig Tiefe
Die Geschichte der 28-jährigen Ísa, die sich für ihr Leben einen Zeitplan überlegt hat und hart daran arbeitet, diesen auch einzuhalten, war stellenweise witzig, manchmal sehr poetisch und hin und wieder irritierend bis langatmig. Die Protagonistin hat in ihrer Jugend nicht viel Nächstenliebe erfahren, weshalb sie jetzt, im Begriff mit großen Schritten auf die Dreißig zuzugehen und ihren Lebensplan damit abzuschließen, alles daran setzt, mit ihrem "Omi-Dasein" abzuschließen und endlich Mal Risiken einzugehen. Gleichermaßen scheint sie die Defizite ihrer Eltern gegenüber ihren Geschwistern ausgleichen zu wollen, indem sie aufopferungsvoll jeden emotionalen Brandherd, den die Teenies mit sich herumtragen, mit einem sofortigen Eingreifen direkt im Keim erstickt. Demgegenüber steht Sailor: Einige Jahre jünger als Ísa ist er in einer herzlichen Familie groß geworden und hat große Pläne für sein Unternehmen. Was ihn unweigerlich mit Ísa in Verbindung bringt, auf die er schon sehr lange ein Auge geworfen hat. Doch die Pläne der beiden scheinen miteinander zu kollidieren, will Ísa doch nicht wieder jemanden in ihrem Leben, um dessen Zuneigung sie hart kämpfen muss. Der Schreibstil der Autorin ist sehr blumig und ausschmückend, sodass ich gut einen ausschweifenden Stammbaum für die Protagonistin hätte zeichnen können, an dem sich noch Charaktereigenschaften und Nebengeschichten der gesamten Familie wiedergefunden hätten. Durch solche Nebenstränge und ausschweifenden Beschreibungen würde es an einigen Stellen recht langatmig. Außerdem war es etwas nervig, dass man nahezu auf jeder zweiten Seite den Spitznamen zu lesen bekam, den Sailor Ísa verpasst hatte. Für mich etwas zu viel des Guten. Abgesehen davon, dass das Buch sich handlungstechnisch ganz schön zog und viele Nebenschauplätze den roten Faden ein bisschen untergehen ließen, hatte ich so meine Probleme damit, mit den Charakteren warm zu werden und die Lovestory überhaupt zu fühlen. Einige Handlungen und Gedankengänge ließen mich eher mit einem verwirrten Stirnrunzeln zurück. Es wirkte an vielen Stellen einfach zu überstürzt, zu weit hergeholt, zu sehr gewollt, teils auch zu kompliziert gemacht, obwohl es wirklich sehr einfach hätte sein können. Diverse Spice-Szenen gab es auch, jedoch wurde die Leidenschaft deutlich dadurch gestört, dass die 28-jährige Ísa sich "so jung wie schon lange nicht mehr" fühlte. Also ich bitte euch, 28 ist kein Alter. Man hatte bisweilen das Gefühl, dass er in ihren Augen gerade volljährig geworden und sie eine betagte Dame wäre. Für zwischendurch auf jeden Fall eine leichte Lektüre, bei der man sich entspannt zurücklehnen kann, ohne viel Spannung, Herzklopfen und Achterbahnfahrten der Gefühle befürchten zu müssen, aber es war nichts, das mich aus dem Hocker gerissen hätte. Damit endet die Reise für mich in dieser Buchreihe auch an dieser Stelle.
2. Sept. 2024







