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Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle

4,0(32)
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Über das Buch

Warum sind Gefühle für Männer immer noch eine Herausforderung?

Wir kennen sie: Männer, die ihre Gefühle nicht zeigen können – oder nicht wollen. Wenn ihre Emotionen sichtbar werden, dann oft als Wut, Freude und Stolz, aber nur selten als Trauer, Zweifel oder verletzliche Liebe. Frauen und Queers beklagen, dass sie die emotionale Arbeit übernehmen, die Männer ihnen, sich selbst und einander verweigern. Doch auch Männer zahlen dafür einen hohen Preis: Sie leiden unter sozialer Einsamkeit, oberflächlichen Freundschaften und überdurchschnittlich hohen Suizidraten. Weshalb hält sich ein so zerstörerisches System aufrecht?

Brutal fr agile Typen deckt die komplexen und vor allem politischen Verflechtungen von Gefühlen und Männlichkeiten auf, die uns bis heute daran hindern, emotional auf Augenhöhe zu sein.

Editionen (1)

ISBN9783365010716
VerlagHarperCollins
Erscheinungsdatum24.03.26
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

32 Bewertungen

6 Rezensionen

4,0

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  • crura
    crura

    133 Follower

    3,5

    Männer, Gefühle - warum kommt ihr zwei so schlecht miteinander aus?

    💛 Wie kommt es, dass Männer deutlich seltener enge Beziehungen pflegen, häufiger Gewalt ausüben und sich häufiger das Leben nehmen? Eine Ursache liegt in der Unterdrückung von Gefühlen, die nicht biologisch, sondern gesellschaftlich begründet ist. Ole Liebl setzt sich mit diesem Thema aus einer queeren männlichen Perspektive auseinander. Er hebt die eigene Fragilität als Stärke hervor, analysiert treffend die Zusammenhänge zwischen Kapitalismus und Patriarchat und arbeitet heraus, welche Dimensionen die Kategorie „des Männlichen“ bestimmen. Dabei schreibt er stets verständnisvoll ohne Verurteilung oder Spott, übt sogar auch Kritik an manchen radikal feministischen Perspektiven. Es wird deutlich: Es geht ihm nicht um einen herablassenden Blick auf „die Männer“, sondern darum, dass es allen Menschen besser geht, indem sie ihre Gefühle verbalisieren und ausleben können. Besonders stark sind seine Kapitel zur emotionalen Ausbeutung an Frauen und die verschiedenen Abstufungen der toxischen Männlichkeit, vor der sich auch progressiv denkende Männer nicht freisprechen können. Es handelt sich um ein systemisches Phänomen, was Liebl gut hervorhebt. Und doch erfüllt das Buch nur bedingt die Zielsetzung – zu viele Aspekte fehlen mir. Zwingend hätte ich mir einen Blick auf die Sozialisation von Jugendlichen gewünscht, doch der Fokus liegt zu sehr auf Paarbeziehungen. Klarere Maßnahmen fehlen meist, das letzte Kapitel mit Lösungsansätzen ist zu allgemein und lässt gerade hier den systemischen Blick fast komplett aus. Auch finde ich es ungünstig, dass so oft Filme als Referenz gewählt werden. Sie sind zwar leicht verständlich, aber es hätte so viele Realbeispiele gegeben, an denen die Themenfelder aufgezeigt werden können. Daher dient das Buch als guter Einstieg in die Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Gefühle. Für eine tiefer gehende Analyse sollten andere Werke herangezogen werden.

    Männer, Gefühle - warum kommt ihr zwei so schlecht miteinander aus?

    2 Tage vor

  • ninaa33
    ninaa33

    112 Follower

    4,0

    Lesenswert! 🤍

    11. Mai 2026

  • aniya
    aniya

    145 Follower

    4,0

    Sehr lesens- bzw. hörenswert.

    1. Apr. 2026

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ole Liebl

OLE LIEBL, geboren 1992 in einem Dorf in Rheinland-Pfalz, studierte Philosophie und Informatik an der TU und FU Berlin. Auf TikTok und Instagram sowie im Podcast »Und hier noch die Quellen« klärt Liebl aus wissenschaftlicher Perspektive über verschiedene Themen rund um Sexualität, Geschlecht und Beziehungen auf. Nach 14 Jahren in Berlin zog Liebl 2024 zurück aufs rheinland-pfälzische Land.

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