Brief an D.

Brief an D.

Hardcover
3.614
SuizidSelbstmordLebensgefährtinZusammenleben

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Beschreibung

»Du wirst zweiundachtzig. Du bist sechs Zentimeter kleiner geworden, du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist du schön, graziös und begehrenswert. Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe dich mehr denn je.« So beginnt diese »Geschichte einer Liebe«, verfasst vom 83-jährigen Philosophen und Sozialtheoretiker André Gorz in Form eines langen Briefes. Er rekapituliert die 58 Jahre des Zusammenlebens mit D., einer Engländerin, die er 1947 in Lausanne kennengelernt hatte und die dann seine Frau wurde. D. ist dem Philosophen immer zur Seite gestanden in dem halben Jahrhundert philosophisch-politischer und publizistischer Arbeit, das hinter ihnen lag. Doch ganz am Anfang des Rückblicks auf diese fünzig Jahre steht auch Gorz’ Frage: »Warum nur bist du in dem, was ich geschrieben habe, so wenig präsent, während unsere Verbindung doch das Wichtigste in meinem Leben gewesen ist?« Dieses Buch ist kurz; es handelt nur von den wichtigsten Dingen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Weitere Themen
Format
Hardcover
Seitenzahl
112
Preis
19.60 €

Beiträge

2
Alle
4

Berührende Liebeserklärung

Brief an D. ist ein schmales, aber emotional dichtes Buch, in dem André Gorz seiner Frau Dorine einen letzten Liebesbrief schreibt. Der Intellektuelle Gorz blickt auf ihr gemeinsames Leben zurück – auf ihr Werden als Paar, auf die Krisen, die sie durchstanden haben, und auf die tiefe Verbundenheit, die sie bis ins hohe Alter getragen hat. Besonders berührend ist, wie offen er eigene Fehler benennt und wie klar spürbar seine Dankbarkeit ist. Der Satz „Als wäre es deine Lebensaufgabe, hast du alles getan, um mir zu helfen, ich selbst zu werden“ fasst die Essenz dieses Buches gut zusammen. Gorz schreibt präzise, manchmal fast spröde, und an einigen Stellen wirkt der Text etwas verkopft. Doch gerade diese Mischung aus intellektueller Reflexion und Zärtlichkeit macht den Brief so besonders. Man liest nicht nur eine Liebeserklärung, sondern auch die Geschichte zweier Menschen, die sich ein Leben lang gegenseitig Halt waren – bis hin zu ihrer letzten, tragischen Entscheidung, gemeinsam zu sterben, weil keiner den anderen überleben wollte. Trotz der trockenen Passagen hat mich das Buch sehr berührt. Es ist ein stilles, intensives Zeugnis einer Liebe, die sich nicht in großen Gesten, sondern in einem gemeinsamen Lebensweg erfüllt. Ein kurzer Text der nachhallt.

5

mit liebe der liebe gewidmet

es gäbe für diesen schmalen text ‚abers‘, jedoch sind sie es nicht wert zu erwähnen um auch nur ein bisschen von der liebe und verehrung die dem buch innewohnen wegzunehmen. zwei menschen die vieles hatten, vieles nicht, jedoch immer zusammen waren und sich ihrer liebe sicher sein konnten und waren.

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