Boris Steidle Land ohne Geheimnis

Boris Steidle Land ohne Geheimnis

Taschenbuch
3.84

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
387
Preis
11.00 €

Beiträge

3
Alle
3

KI-Technologien und Überwachung - eine dystopische Darstellung

"Land ohne Geheimnis" handelt von einer Provinz in China im Jahr 2035. Ein KI-gestütztes System überwacht alle Bewohner*innen und lässt diese keinen Schritt unbeobachtet machen. Schon kleine Vergehen werden sofort bestraft, niemand kommt davon. In dieser Realität finden sich Tian und Dshamilja, welche aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft eigentlich nicht zusammen sein sollten. Dennoch verlieben sich die beiden ineinander und versuchen in diesem dystopischen Überwachungsstaat gemeinsam zu überleben. In Zeiten wie heute, wo KI immer weiter ausgebaut und weiterentwickelt wird finde ich es wichtig, sich damit zu beschäftigen. Diese Systeme können schon jetzt und vor Allem in Hinblick auf die Zukunft starke Auswirkungen auf Gesellschaften haben. Der Autor greift in seinem Buch "Land ohne Geheimnis" diesen Umstand auf und zeichnet eine mögliche Welt in zehn Jahren. Da das Thema Überwachung in China ja bereits eine große Rolle spielt, bietet sich das Land für eben diese Geschichte an. Die große Frage der Geschichte ist in meinen Augen, wie eine Gesellschaft in all ihren Spaltungen usw. mit einer derartigen Überwachung umgehen würde. Die Umsetzung habe ich etwas widersprüchlich aufgenommen. Der Autor sagt selbst, dass sein Schreibstil nicht jedem gefällt. Dem stimme ich zu. Zwar war der Schreibstil für mich nicht "unerträglich", aber auf jeden Fall nicht das, was ich sonst gewohnt bin. "Gewöhnungsbedürftig" trifft es ganz gut. Mehrere Beschreibungen von Dingen beziehungsweise Ausdrücke haben mich gestört. Allerdings hat der Schreibstil von Boris Steidle das Buch auch zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. In der aktuellen Fassung sind viele Rechtschreibfehler zu finden, oder aber fehlende Wörter etc. Beeinträchtigt hat es das Leseerlebnis für mich aber nicht allzu extrem. In dem Buch gibt es sehr viele Charaktere. Den Überblick zu behalten war nicht einfach, netterweise gibt es jedoch eine Liste mit allen Charakteren und welche Rolle sie in der Geschichte spielen. Allgemein fiel es mir teilweise schwer, die Ereignisse richtig zuzuordnen und die verschiedenen "Lager" auseinander zu halten, vor allem zum Ende des Buches. Das Liebespaar, Tian und Dshamilja, spielt nicht die größte Rolle in dem Buch. Das sollte man wissen, wenn man sich zu Beginn des Buches auf eine "komplizierte" Liebesbeziehung in schwierigen Zeiten einstellt. Das Drumherum und die Umstände der Gesellschaft und was die Überwachung bei den Menschen auslöst spielt eher die größere Rolle. So kommen Tian und Dshamilja zwischen Anfang und Ende des Buches nicht allzu oft vor. Dennoch beginnt und endet die Geschichte mit den beiden und sie tragen auf jeden Fall ihren Teil zum Geschehen bei. Besonders am Ende wird es sehr turbulent und die Situation "eskaliert". Danach erfährt man, wie es nach der Eskalation weitergeht. Zusammengefasst halte ich das Thema für wichtig und ich möchte auch künftig mehr Bücher in diese Richtung lesen. Leider kann ich aufgrund der genannten Punkte nicht mehr als drei Sterne geben. Ich kann nicht abstreiten, dass das Leseerlebnis angenehmer hätte sein können. Ich bewundere den Autor aber durchaus sehr für die vielen Ideen (zu Story und auch Charakteren) und die Umsetzung.

KI-Technologien und Überwachung - eine dystopische Darstellung
3

Politisch, spannend, KI

In diesem dytopischen Roman befinden wir uns in einer chinesischen Provinz ca.10 Jahre in der Zukunft. Die Gesellschaft ist geprägt durch komplette Überwachung der Bürger. Kein Schritt, kein Wort, kein Niesen bleibt durch das KI-basierte Überwachungsprogramm "Luchsohr und Adlerauge" ungesehen und alles wird sofort ausgewertet. Die Atmosphäre des Romans war durchgehen sehr beklemmend und die ständige Überwachung wurde sehr gut eingefangen. Es gab mehrere POV´s, die das Leben unter dieser Überwachung gut schilderten. Die Liebesgeschichte aus dem Klappentext war daher auch nur ein Teil des Buches und dominierte eher am Anfang und Ende die Handlung, ansonsten war sie mehr im Randgeschehen verankert. Der Schreibstil war ingesamt sehr distanziert und gefällt daher bestimmt nicht jederman. Mir hat es gefallen. Ich hatte gedacht, dass der Fokus mehr auf der Liebesgeschichte liegt und nicht so sehr im politischen ist. Aber obwohl ich damit nicht gerechnet hatte, habe ich es gerne gelesen und es war wirklich spannend. Allerdings hatte es mich im Mittelteil etwas verloren. Hilfreich fand ich zudem das Personenverzeichnis am Anfang des Buches.

Politisch, spannend, KI
4

Guter Dystopie Roman und sehr realistisch

Land ohne Geheimniss Rezensionsexemplar von @lovelybooks Klappentext: Autonome Provinz XinJiang, China, Frühling 2035: Die Uigurin Dshamilja und der Han-Chinese Tian finden Gefallen aneinander. Auf Umwegen, denn eigentlich will man nichts miteinander zu tun haben. Verbotene Liebe, denn die angestammte Bevölkerung und die Besatzer stehen sich weiterhin argwöhnisch gegenüber und erachten jegliche Annäherung als Angriff auf ihre Lebensweise. Doch die beiden lieben sich nun mal. Trotz allen Widerständen entschließen sie sich, ihre Liebe zu leben. Der Preis, den sie zahlen, ist hoch. Immer noch hält Peking die aufrührerische Provinz fest im Griff. Doch jetzt geht die Unterdrückung und Überwachung weitgehend von autonomen KI-gestützten Systemen aus. In fast jedem Winkel hängt eine Kamera und an jeder Straßenecke steht unübersehbar ein Roboterpolizist. Alle Überwachungsmaßnahmen werden von dem System «Adlerauge und Luchsohr» koordiniert und analysiert. Ein fast perfektes Räderwerk, von dem Orwell nicht mal zu träumen gewagt hätte. Doch es regt sich Widerstand. Da alle Volksgruppen immer mehr spüren, wie ihre letzten Freiheiten beschnitten werden, suchen sie nach Ausflüchten aus der totalen Kontrolle. Es formen sich Allianzen, die man vor kurzer Zeit noch für undenkbar hielt. Vermeintlich gemeinsam holt man zum Gegenschlag aus. Fatal für die beiden Liebenden: Sie geraten gnadenlos zwischen die Fronten und kämpfen auf einmal nicht mehr nur um ihre Liebe sondern um ihr nacktes Überleben Meine Meinung/Fazit: Es ist ein guter Dystopie Roman, die Handlung könnte in China heute schon Wirklichkeit sein. Das Setting ist fantastisch. Die Geschichte von Tian und Dshamilja hat mich mitgenommen und habe echt mit den beiden gezittert. Leider war der Lesefluss gestört durch Grammatikfehler und Wortwiederholungen. Der Spagat zwischen politischen Thriller und dem persönlichen Drama der Protagonisten, hat der Autor realistisch geschrieben ohne zu idealisieren. Auch in diesem Roman sieht man wiedermal das der Mensch sich die KI für‘s negative zu eigen macht. Im Großen und ganzen ein gelungener Dystopie Roman und von mir gibt’s 4⭐️

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