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Wenn die Gewalt dich einholt
Nachdem er der Polizei von New Orleans den Rücken gekehrt hat, lebt Dave Robicheaux zusammen mit seiner Frau Annie zufrieden als Bootsverleiher in den Bajous. Als dort ein Flugzeug mit Flüchtlingen aus El Salvador abstürzt und in den offiziellen Berichten ein toter Insasse plötzlich fehlt, gerät Dave erneut in einen Strudel aus Gewalt … ‚Blut in den Bayous‘ ist ganz ähnlich aufgebaut wie der erste Band um Dave Robicheaux, wenn auch der Plot nicht ganz so verzwickt ist. Auch hier geht es erneut um Kriminelle, die vor nichts zurückschrecken, um Bundesbehörden, die auch nicht unbedingt zu den guten Jungs gehören und um die Verstrickungen der USA in Mittelamerika in den 80er Jahren. Allerdings lebt dieser Band noch mehr als der vorherige von der persönlichen Tragik seines Protagonisten und von den Beschreibungen des südlichen Louisianas. Und alles beginnt richtig idyllisch - Dave und Annie haben geheiratet, leben in dem Haus, in dem der ehemalige Polizist aufgewachsen ist und betreiben einen Angelladen und Bootsverleih. Selbst als das Flugzeug abstürzt, scheint doch erst mal etwas Gutes dabei herauszukommen, denn einzig die fünfjährige Alafair überlebt den Absturz und Annie, die keine Kinder bekommen kann, sieht ihren größten Wunsch erfüllt. Aber dann fährt Dave in seiner Verbohrtheit und seinem Stolz alles furchtbar gegen die Wand, getrieben von dem Drang, den Bösen das Handwerk zu legen, der über allem steht, auch über seiner Liebe zu Annie. Das ist ein tragischer Moment im Buch, der auch Daves alte Dämonen, Depressionen und Alkohol, zum Leben erweckt. So ist auch ‚Blut in den Bayous‘ wieder viel mehr als nur ein schlichter, gewalttätiger Krimi, es ist auch die Geschichte eines moralischen Mannes in einer unmoralischen Welt, der das Richtige will und das Falsche tut. Eingebettet ist das Ganze in die wirklich hervorragende Beschreibung der Bayous, die man hören, riechen und schmecken kann. Die feuchten Sümpfe, die schwüle Hitze, die Stürme und Gewitter - man merkt wie sehr der Autor mit dem ländlichen Louisiana, das ja auch seine Heimat ist, verbunden ist. Die Reihe hat mich definitiv gepackt, schon allein, weil ich sehen möchte, was das Leben für Dave Robicheaux noch bereithält und wie sich seine ‚Fälle‘ im Laufe der Zeit und der gesellschaftlichen Veränderungen entwickeln werden.

29. Mai 2026
Wenn die Gewalt dich einholt
Nachdem er der Polizei von New Orleans den Rücken gekehrt hat, lebt Dave Robicheaux zusammen mit seiner Frau Annie zufrieden als Bootsverleiher in den Bajous. Als dort ein Flugzeug mit Flüchtlingen aus El Salvador abstürzt und in den offiziellen Berichten ein toter Insasse plötzlich fehlt, gerät Dave erneut in einen Strudel aus Gewalt … ‚Blut in den Bayous‘ ist ganz ähnlich aufgebaut wie der erste Band um Dave Robicheaux, wenn auch der Plot nicht ganz so verzwickt ist. Auch hier geht es erneut um Kriminelle, die vor nichts zurückschrecken, um Bundesbehörden, die auch nicht unbedingt zu den guten Jungs gehören und um die Verstrickungen der USA in Mittelamerika in den 80er Jahren. Allerdings lebt dieser Band noch mehr als der vorherige von der persönlichen Tragik seines Protagonisten und von den Beschreibungen des südlichen Louisianas. Und alles beginnt richtig idyllisch - Dave und Annie haben geheiratet, leben in dem Haus, in dem der ehemalige Polizist aufgewachsen ist und betreiben einen Angelladen und Bootsverleih. Selbst als das Flugzeug abstürzt, scheint doch erst mal etwas Gutes dabei herauszukommen, denn einzig die fünfjährige Alafair überlebt den Absturz und Annie, die keine Kinder bekommen kann, sieht ihren größten Wunsch erfüllt. Aber dann fährt Dave in seiner Verbohrtheit und seinem Stolz alles furchtbar gegen die Wand, getrieben von dem Drang, den Bösen das Handwerk zu legen, der über allem steht, auch über seiner Liebe zu Annie. Das ist ein tragischer Moment im Buch, der auch Daves alte Dämonen, Depressionen und Alkohol, zum Leben erweckt. So ist auch ‚Blut in den Bayous‘ wieder viel mehr als nur ein schlichter, gewalttätiger Krimi, es ist auch die Geschichte eines moralischen Mannes in einer unmoralischen Welt, der das Richtige will und das Falsche tut. Eingebettet ist das Ganze in die wirklich hervorragende Beschreibung der Bayous, die man hören, riechen und schmecken kann. Die feuchten Sümpfe, die schwüle Hitze, die Stürme und Gewitter - man merkt wie sehr der Autor mit dem ländlichen Louisiana, das ja auch seine Heimat ist, verbunden ist. Die Reihe hat mich definitiv gepackt, schon allein, weil ich sehen möchte, was das Leben für Dave Robicheaux noch bereithält und wie sich seine ‚Fälle‘ im Laufe der Zeit und der gesellschaftlichen Veränderungen entwickeln werden.
29. Mai 2026







