Blaues Blut
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Beschreibung
Der verhaltensauffällige Abiturient Frankenfelder begeht im Jahr 1997 eine extraordinäre Anzüglichkeit. Was dazu führt, dass die Organisation rechtschaffener kontinentaleuropäischer Männer (OrkM) ihren Undercover-Mitarbeiter Krebs mit der „zeitnahen Entsorgung“ Frankenfelders beauftragt.
Allerdings sieht IM Krebs in Frankenfelder keine große Gefahr für die Nation, sondern einen theatralischen Jüngling, der nur etwas zurechtgebogen werden muss. Ein kleiner weiblicher Anreiz hier, ein wenig kapitalistische Sehnsucht dort und schwupp würde er zu einem vollwertigen Mitglied des Staates werden. Hinbiegen könnte Krebs das – schließlich sind die IMs auf Gedankenmanipulation spezialisiert. Ein zu Gefährlichkeit neigender Charakter wird so lange beschattet und mental drangsaliert, bis er in sich zusammenfällt und in der Masse untergeht.
Doch Frankenfelder entpuppt sich als harter Brocken, der in seinem Denken stetig weiter eskaliert. Eine „zeitnahe Entsorgung“ wird Krebs 20 leidvolle Jahre kosten.
Eines Tages ist Frankenfelder endlich weg. Und plötzlich ist es Krebs, der sich beobachtet fühlt, und eine Angst überkommt ihn, dass Frankenfelder gar nicht tot ist, sondern das Spiel einfach rumgedreht haben könnte …
David Wonschewski ist zurück. Sieben Jahre nach „Zerteiltes Leid“ erschafft der Meister des psychisch auffälligen Kammerspiels einen neuen, verstörenden Mikrokosmos, in dem nicht nur seine Protagonisten auf der imaginären Psycho-Couch liegen.
Liedermacher Christoph Theussl hat dem Roman einen sechs Lieder umfassenden Soundtrack spendiert, der, neben weiteren digitalen Inhalten, via QR-Codes abrufbar ist..
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
David Wonschewski (*1977) wuchs im Münsterland auf und ist seit 25 Jahren als Kulturjournalist tätig. Er gestaltete viele Jahre das musikalische Programm landesweiter Radiosender, führte Interviews mit internationalen Künstlern (Cliff Richard, Joe Cocker, Pet Shop Boys, Take That, Paul Young) und verfasste knapp 700 Musik- und Literaturrezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste und ist Mitbegründer der noch immer existenten Berliner Liederatur-Bühne "Geschmacksverstärker". Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht. Sein erstes Hörbuch „Das Seufzen und das Schweben“ erschien Anfang 2017. David Wonschewski lebt seit 2016 in Münster/Westfalen. www.davidwonschewski.wordpress.com
Beiträge
"Wie abgeblättert liegt dein zerbröseltes Ich auf dem Gehweg hinter dir."
Beeindruckend in seinem Zynismus, seiner Direktheit und seinen messerscharfen, oft auch unbequemen Einsichten. Der Schreibstil von Wonschewski zieht einen von Seite 1 an in einen Strudel, aus dem man sich nicht mehr lösen kann. Kompromisslos, radikal, intensiv und unnachgibig aber auch melodisch fast poetisch ist dieser Roman in meinen Augen. Wonschewski ist rigoros und kippt allen Müll über der Gesellschaft aus, die er zu beschreiben imstande ist. (Und das ist wahrlich eine Menge) Es wird ein Spiegel vorgehalten, aus dessen Reflektion einem eine äußerst hässliche Fratze entgegenblickt. Der Nihilismus springt einem hier förmlich ins Gesicht. Und er beißt sich fest, wie ein hungriges Tier. Und ich habe es geliebt! Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt, verstört (auf positive Art) und vorbehaltlos zum Wonschewski Fan gemacht. Nach der Lektüre von "Blaues Blut " habe ich mir unverzüglich seine anderen Bücher zugelegt und es keine Sekunde bereut. "Knallevoll bis unters Dach mit Bedeutung ist der Mensch. Kann dementsprechend gar nicht anders, als wuchtig durch die Gegend zu stolzieren. Als überfrachteter, an sich selbst überfressener Übermensch."
Beschreibung
Der verhaltensauffällige Abiturient Frankenfelder begeht im Jahr 1997 eine extraordinäre Anzüglichkeit. Was dazu führt, dass die Organisation rechtschaffener kontinentaleuropäischer Männer (OrkM) ihren Undercover-Mitarbeiter Krebs mit der „zeitnahen Entsorgung“ Frankenfelders beauftragt.
Allerdings sieht IM Krebs in Frankenfelder keine große Gefahr für die Nation, sondern einen theatralischen Jüngling, der nur etwas zurechtgebogen werden muss. Ein kleiner weiblicher Anreiz hier, ein wenig kapitalistische Sehnsucht dort und schwupp würde er zu einem vollwertigen Mitglied des Staates werden. Hinbiegen könnte Krebs das – schließlich sind die IMs auf Gedankenmanipulation spezialisiert. Ein zu Gefährlichkeit neigender Charakter wird so lange beschattet und mental drangsaliert, bis er in sich zusammenfällt und in der Masse untergeht.
Doch Frankenfelder entpuppt sich als harter Brocken, der in seinem Denken stetig weiter eskaliert. Eine „zeitnahe Entsorgung“ wird Krebs 20 leidvolle Jahre kosten.
Eines Tages ist Frankenfelder endlich weg. Und plötzlich ist es Krebs, der sich beobachtet fühlt, und eine Angst überkommt ihn, dass Frankenfelder gar nicht tot ist, sondern das Spiel einfach rumgedreht haben könnte …
David Wonschewski ist zurück. Sieben Jahre nach „Zerteiltes Leid“ erschafft der Meister des psychisch auffälligen Kammerspiels einen neuen, verstörenden Mikrokosmos, in dem nicht nur seine Protagonisten auf der imaginären Psycho-Couch liegen.
Liedermacher Christoph Theussl hat dem Roman einen sechs Lieder umfassenden Soundtrack spendiert, der, neben weiteren digitalen Inhalten, via QR-Codes abrufbar ist..
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
David Wonschewski (*1977) wuchs im Münsterland auf und ist seit 25 Jahren als Kulturjournalist tätig. Er gestaltete viele Jahre das musikalische Programm landesweiter Radiosender, führte Interviews mit internationalen Künstlern (Cliff Richard, Joe Cocker, Pet Shop Boys, Take That, Paul Young) und verfasste knapp 700 Musik- und Literaturrezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste und ist Mitbegründer der noch immer existenten Berliner Liederatur-Bühne "Geschmacksverstärker". Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht. Sein erstes Hörbuch „Das Seufzen und das Schweben“ erschien Anfang 2017. David Wonschewski lebt seit 2016 in Münster/Westfalen. www.davidwonschewski.wordpress.com
Beiträge
"Wie abgeblättert liegt dein zerbröseltes Ich auf dem Gehweg hinter dir."
Beeindruckend in seinem Zynismus, seiner Direktheit und seinen messerscharfen, oft auch unbequemen Einsichten. Der Schreibstil von Wonschewski zieht einen von Seite 1 an in einen Strudel, aus dem man sich nicht mehr lösen kann. Kompromisslos, radikal, intensiv und unnachgibig aber auch melodisch fast poetisch ist dieser Roman in meinen Augen. Wonschewski ist rigoros und kippt allen Müll über der Gesellschaft aus, die er zu beschreiben imstande ist. (Und das ist wahrlich eine Menge) Es wird ein Spiegel vorgehalten, aus dessen Reflektion einem eine äußerst hässliche Fratze entgegenblickt. Der Nihilismus springt einem hier förmlich ins Gesicht. Und er beißt sich fest, wie ein hungriges Tier. Und ich habe es geliebt! Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt, verstört (auf positive Art) und vorbehaltlos zum Wonschewski Fan gemacht. Nach der Lektüre von "Blaues Blut " habe ich mir unverzüglich seine anderen Bücher zugelegt und es keine Sekunde bereut. "Knallevoll bis unters Dach mit Bedeutung ist der Mensch. Kann dementsprechend gar nicht anders, als wuchtig durch die Gegend zu stolzieren. Als überfrachteter, an sich selbst überfressener Übermensch."




