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Romane

Blau

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Über das Buch

Nicht, weil er stark genug war oder es geschafft hat, zwei Schnitte an seine Haut zu setzen, seinen Namen ändern zu lassen – er selbst zu sein. Ich will nicht zu den Menschen gehören, die uns bewundern für die Schritte, die wir machen müssen, um zu existieren, nur um letztlich die zu bewundern, die sie auch selbst gehen können.
ISBN9783955661533
VerlagSUKULTUR
Erscheinungsdatum13.12.22
Seitenzahl28

Rezensionen & Bewertungen

2 Bewertungen

1 Rezensionen

4,3

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  • cheap.and.cheerful
    cheap.and.cheerful

    148 Follower

    4,0

    Fragmentarisch und sehr bildhaft schreibt Biba Oskar Nass über selbst durchgeführte Mastektomien, über eine imaginierte eigene und die von Gerd Katter. Gerd Katter, ein trans Mann, verstarb 1995 und hat bis dahin viel Gewalt erfahren, wie z.B. ein öffentliches Zwangsouting. Für die Erzählstimme ist Gerd Katter ein tröstender Anker inmitten von Gewalt und Verlorensein. Nicht nur die Mastektomie ist immer wieder präsent, auch anderes selbstverletzendes Verhalten und damit einhergehend sehr viel Blut tauchen im Text auf (es gibt auch Content Notes vorne). Das äußere Aufschneiden, die gegen sich selbst gerichtete Gewalt verwebt sich mit der von außen erfahrenen Gewalt (z.B. durch die eigene Mutter) und macht deutlich, wie zerrissen sich die erzählende Person fühlt. 'Blau' ist ein kurzer, aber sehr eindringlicher und brutaler, trauriger Text. Es ist aber auch ein Text, der zugleich vorsichtig, hoffnungsvoll die Hände ausstreckt und Raum eröffnet für weitere Stimmen von trans Personen. CN: Schnitte, Blut, selbstv3rletzendes Verhalten, Dysphorie, G3walt

    11. Jan. 2024

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