Aus der Mitte des Sees

Aus der Mitte des Sees

Taschenbuch
3.815
Altes TestamentZur Ruhe KommenHimmelKirchen Und Klöster

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Beschreibung

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg infrage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
256
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Moritz Heger, geboren 1971 in Stuttgart, studierte Germanistik, evangelische Theologie und Theaterwissenschaft in Mainz, erhielt 2007 den MDR-Literaturpreis und den zugehörigen Publikumspreis. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer an einem Stuttgarter Gymnasium. 2021 erschien sein Debüt beim Diogenes Verlag, ›Aus der Mitte des Sees‹.

Beiträge

7
Alle
2.5

Dieses Buch erzählt ruhig und introspektiv die inneren Bewegungen eines Benediktinermönchs, der mit seiner Berufung und seinem Platz im Leben ringt. Ich fand es durchaus interessant, diesen inneren Dialog mitzuerleben – die leisen Zweifel, die Fragen nach Nähe, Freiheit und Sinn. Trotzdem hat mich die Geschichte emotional nicht wirklich gepackt. Sie blieb für mich über weite Strecken distanziert, beinahe meditativ – was zur Atmosphäre passt, aber mir persönlich etwas Spannung oder Tiefe gefehlt hat. Es ist ein feinfühliges, stilles Buch – aber vielleicht eines, das mehr berührt, wenn man gerade selbst mit existenziellen Fragen beschäftigt ist. Literarisch schön, aber emotional eher verhalten – eine leise Lebensbetrachtung, die mich nicht ganz erreichen konnte.

3

>>Ein Kloster – Sehnsuchtsort für eine Auszeit. Und ein Ort, um die wesentlichen Dinge des Lebens zur Sprache zu bringen.<< „Aus der Mitte des Sees“ von Moritz Heger ist ein Roman, der auf sehr leisen und zarten Sohlen daher kommt. Mit ein Punkt, der mir hier wirklich gut gefallen hat! Die Beschreibungen sind insgesamt oft wirklich wunderbar gestaltet und ich fühlte mich schnell in eine ganz eigene Lesestimmung versetzt. Man folgt hier mehr und mehr Lukas Gedanken, was manchmal für mich doch auch etwas ermüdend war, mitunter aber auch gespickt von philosophischen Ansätzen, die die eher zähen Passagen etwas ausgleichen konnten. Die ganze Sache rund um Sarah empfand ich irgendwie als eher unpassend muss ich leider sagen. Klar ist es mit ein Kernpunkt hier in dem Roman, mir wurde da aber im Vergleich zu den übrigen Gedankenschwelgereien etwas sehr dick aufgetragen. Vielleicht auch einfach eine Geschmackssache, mir persönlich hätte der Part nicht gefehlt und Lukas ausschweifende philosophischen Gedankenspiele völlig ausgereicht. Fazit: Insgesamt ein gut zu lesendes, ruhiges Buch, was mir insgesamt eine angenehme Lesezeit beschert hat.

3

3,5 Sterne = gut, würde ich weiter empfehlen Tatsächlich geht es weniger um die Geschichte von unserem Protagonisten Lukas und dem Infragestellen seines Lebensweges, sondern viel mehr um viele Gedanken und Erinnerungen rund um das Thema Mönch sein, Glauben und Kirche. Oft handelt es sich um mehrere aneinander gereihte Gedankenstränge von Lukas, was manchmal etwas wirr wirkt, aber seine gedanklichen Ansätze sind wirklich realistisch, menschlich und nachvollziehbar. Ich hätte mir eher Gewünscht, manche Ansätze etwas länger und ausführicher zu verfolgen, aber dann kam schon wieder der nächste Gedankenfetzen. Das Buch war jetzt kein Highlight und es passierte auch wirklich nicht viel, aber ich bin Lukas' Gedanken irgendwie doch recht gerne gefolgt und es hat mich nicht gelangweilt, sondern weitestgehend gut unterhalten und an einigen Stellen auch zum Nachdenken angeregt.

4

Moritz Heger erzählt in seinem Roman "Auf der Mitte des Sees" aus dem Leben von Lukas, welcher als Mönch in einem Kloster lebt. Als Andreas, Lukas bester Freund, das Kloster verlässt um eine Familie zu gründen, beginnt auch Lukas über seine Zukunft nachzudenken. Lukas schwimmt am liebsten im nahgelegenen See, wo er schleißlich auch auf Sarah trifft. Der Kontakt zu Sarah löst einen Zwiespalt im Inneren des Mönches aus. Er muss sich zwischen einem Leben mit Sarah und dem Leben im Kloster entscheiden. Auch dort stehen einige Umbrüche an. Moritz Heger erfasst die Gedanken und Gefühle von Lukas einfach wunderbar. Man kann den inneren Konflikt des Protagonisten auf jeden Fall gut nachvollziehen. Hegers Sprache ist dabei so still und einfach, sie scheint das Leben im Kloster wiederzuspiegeln. Manchmal war es vielleicht ein bisschen zu "still", dass ich das Gefühl hatte, dass es nicht wirklich weiter geht. Letztendlich hat mir das Buch jedoch sehr gefallen, da man gut mit Lukas mitfühlen konnte und es war spannend zu erfahren, welchen Weg er letztendlich gehen wird.

4

Wir begleiten Lukas, einen ca. 40 - jährigen Mönch, nicht nur durch die Geschichte, wir sind gewissermaßen in seinem Kopf. Dadurch, dass der Leser in Lukas‘ Gedankenwelt eintaucht, ist es einerseits ein sehr intensives Leseerlebnis, andererseits hindert es auch daran, über Lukas‘ Gedanken hinaus die erzählte Geschichte zu beobachten und Aspekte, die ihn zum Nachdenken anregen, selbstständig umfangreich zu erfassen und bewerten zu können. Gleiches gilt für die Charaktere, die daher teilweise sehr blass und einseitig wirkten. Trotzdem ist dieses Buch erfrischend anders, weil es sich von anderen Geschichten aus der Perspektive des Ich - Erzählers absetzt: Die Erlebnisse und Gespräche, die Lukas zum Nachdenken bewegen, umfassen einen Zeitraum von lediglich 14 Tagen. Der Leser lässt sich meistens durch seine Monologe tragen, aber es gibt auch Unterhaltungen, die er gedanklich in wörtlicher Rede wiedergibt oder die Menschen, über die er gerade nachdenkt, in seinem (manchmal abstrusen) Gedankenkarussell direkt anspricht. Und die Informationen, die der Leser erhält, sind somit logischerweise nicht allumfassend, was viele Leser sicherlich nicht glücklich macht und verwirrt zurücklassen könnte. Die Erzählung ist ein kleines Kunstwerk, in dem es meiner Ansicht nach nicht um das Erörtern von Aspekten und Hintergrundinformationen geht, sondern vielmehr um den Prozess von Gedanken an sich.

3

Ich habe eher wenig mit Glauben, Klostern oder Themen dieser Art zu tun. Trotzdem klang das Buch für mich sehr interessant und ich war neugierig darauf. Insbesondere die Aussage, dass sich Protagonist Lukas dem Schwimmen widmet, um wichtige Entscheidungen zu treffen, war der Auslöser. Schwieriger Einstieg, anderer Stil Der Einstieg gestaltete sich für mich letztendlich sehr schwierig, da ich den Stil bisher so nicht aus anderen Büchern kenne. Lukas erzählt die Geschichte und spricht dabei immer wieder andere Charaktere mit „du“ an. Im Laufe des Buches wird auch erklärt, wieso es zu dem Stil kommt. Allerdings hatte ich mich bis dahin schon fast dran gewöhnt. Wäre es nur eine Person, die Lukas anspricht, wäre es für mich deutlich einfacher gewesen. Er wechselt aber den Ansprechpartner, sodass ich am Anfang immer erstmal überlegen musste, um welchen Charakter es jetzt gehen könnte. Allgemein hatte ich gerade zu Beginn des Buches viele Passagen, an denen ich eher vorbei gerauscht bin, ohne wirklich das Gelesene verarbeiten zu können. Ich für mich habe leider festgestellt, dass das meist an den Szenen selbst liegt und es mir nichts bringt, diese nochmal zu wiederholen. Denn meine Gedanken würden wieder abschweifen. Das fand ich sehr schade, da mir dadurch doch einiges von der Handlung verloren gegangen ist. Fachwissen von Vorteil? Ich glaube, manchmal wäre es besser gewesen, wenn man ein gewisses Grundwissen zu Glauben und Religion hat. Beim Lesen bin ich oftmals auf Wörter getroffen, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte. Sie schienen für mich aber nicht zwingend relevant, sodass ich sie nicht recherchiert habe. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass es mindestens einiges zur Stimmung beigetragen hätte. Da ich das Buch gemeinsam mit anderen in einer Leserunde gelesen habe, ist mir das besonders am Schluss aufgefallen, dass mir da teilweise Wissen fehlt. Denn eine andere Leserin hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass ein Bibelvers auf etwas hinweist, was mir zum damaligen Zeitpunkt unklar war. Das ist prinzipiell sehr toll und macht das Buch dann schon wieder besonders. Aber ebenso schwer für Menschen, die sich nicht in der Thematik auskennen. Ihnen werden dadurch kleinere Details verloren gehen. Verwirrende Handlung Die Handlung war für mich zeitweise etwas verwirrend, da ich nicht genau wusste, worauf das Buch letztendlich hinauslaufen wird. Das hängt auch damit zusammen, dass diverse Charaktere angesprochen werden und viele Themen aufkommen. Im Endeffekt ist es zwar wieder halbwegs rund gewesen, sodass mich das Ende soweit zufrieden zurückgelassen hat. Aber mir fehlte zwischendrin dadurch die Verbindung zu allem. Die Gefühle und Gedanken von Lukas konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Gerade in Hinblick darauf, dass sich die Handlung in einer sehr kurzen Zeitspanne abspielt. Auch hätte ich mir deutlich mehr Szenen rund um den angekündigten See gewünscht. Diese kamen zwar immer vor, aber waren letztendlich nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hätte. Fazit Insgesamt fand ich das Buch „Aus der Mitte des Sees“ ganz gut zu lesen. Die Thematik war etwas anderes zu den Themen, die ich sonst in Büchern zu lesen bekomme. Für mich vor allem in die Richtung Glaube, Religion, Kloster ein Versuch, etwas Neues zu probieren. Dahingehend auch interessant, aber ich bin nicht ganz so zufrieden nach dem Lesen, wie ich es mir gewünscht hätte. Für andere Menschen kann das Buch aber durchaus sehr empfehlenswert sein.

5

Das Buch "Aus der Mitte des Sees" von Moritz Heger habe ich gerne gelesen. Schon die Leseprobe zum Buch hat mir sehr gut gefallen und umso glücklicher war ich als ich das Buch in den Händen hielt. Im Buch geht es um den Protagonisten und Mönch Lukas, es beschreibt seine Gedanken zum Beispiel über den ausgeschiedenen Bruder Andreas der nun verheiratet ist und ein Kind hat aber auch über andere Mönche. Hierbei ist der See der zum Kloster gehört sein Rückzugsort den er auch ganz gerne zum Schwimmen nutzt. Man erfährt auch vieles über Lukas Glaube und spürt auch seine Zweifel. In dieser Zeit lernt er auch Sarah kennen die sich über den Sinn des Lebens Gedanken macht und auf der Suche danach ist. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten. Mein Fazit: Ich gebe dem Buch 5 Sterne, denn ich habe es sehr gerne gelesen und würde es auch ohne zu zögern einer guten Freundin empfehlen.

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