Blick ins Buch

Auf Felsen gesät

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Über das Buch

Wie kaum ein anderes europäisches Land ist Polen auch heute noch katholisch geprägt. Trotz des durchschlagenden Erfolges der Gegenreformation hatten Polen und Livland jedoch an den reformatorischen Entwicklungen in Europa nicht nur teil – von diesen Ländern gingen auch wichtige Impulse für die europäische Geistes-, Religions- und Kirchengeschichte aus.Christoph Schmidt gibt einen umfassenden und differenzierten Überblick über die Reformation in Polen und Livland. Welche politischen und sozialen Kräfte verhalfen der Reformation zunächst zum Sieg, welche brachten sie später zum Stillstand? Warum erreichte die Reformation die Bauern nicht? Um welche theologischen Inhalte wurde gerungen? Welche Ursachen und Folgen hatte die Zersplitterung der evangelischen Bewegung? Vor allem auch: Welche kulturellen Voraussetzungen gab es für den neuen Glauben? Im Gegensatz zu Livland, das aufgrund äußerer Einflüsse letztlich evangelisch wurde, versandete in Polen die Reformation. Ausschlaggebend war die Haltung des Landadels, dessen polnisches Selbstverständnis katholisch geprägt blieb – die Schwarze Madonna von Tschenstochau, ein urpolnischer Mythos, ist hierfür ein sprechendes Symbol.Das Buch erweitert unser Bild von der Reformation nicht nur dadurch, dass es mit Polen und Livland weitgehend unbekannte Fälle erschließt. Christoph Schmidt vergleicht diese beiden Länder mit Norddeutschland und Russland und ordnet sie konsequent in einen europäischen Zusammenhang ein: Sein Werk ist ein wichtiger Beitrag zu einer gesamteuropäischen Reformationsgeschichte.
ISBN9783525013878
VerlagVandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsdatum12.10.00
Seitenzahl341

Autorin / Autor

Über Christoph Schmidt

Studierte Geschichte und Slavistik in Mainz und Berlin. Durch ein Stipendium der Freien Universität drei Semester in Leningrad. 1984 Promotion über das Verhältnis der russischen Presse vor 1914 zum Deutschen Reich. Trat nach einem Volontariat bei der Osteuropa-Redaktion der Deutschen Welle 1986 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Kölner Seminar für Osteuropäische Geschichte ein. Habilitationsstipendium der DFG 1991/93

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