Apollonia
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Beschreibung
Wo die Glocken läuten, die Kirmes nie endet und der Duft von Bohnenkaffee selbst die Geister der Vergangenheit nicht ruhen lässt – Apollonias Geschichte ist ein Westerwaldlied aus Trotz, Sehnsucht und dörfischer Magie. Scholmerbach: Ein Dorf, in dem die Zeit nicht vergeht, sondern sich in den Wurzeln der Bäume und den Stimmen der Toten festsetzt. Hier sucht Marie zwischen Grabsteinen, Ranunkeln und alten Familiengeschichten nach dem Kern ihrer Herkunft – und nach sich selbst. Ihre Großmutter Apollonia, stur, scharfzüngig und lebensklug, hat nie verziehen: weder dem Großvater, noch Gott, noch dem Leben selbst. Doch das Dorf pulsiert weiter – zwischen Kirmesrausch, Dorfklatsch, wilden Nächten und dem ewigen Duft nach Blutwurst und Kohleofen. Mit Humor, Biss und einer Prise Melancholie erzählt Annegret Held von den Frauen des Westerwalds, von Kirmesjugend und Soldatenliebe, von Nachkriegsdeutschland und Dorfgeheimnissen, die sich wie der Rauch aus dem Kohleofen in jede Ritze legen. Die Sprache ist direkt, voller Herz und schräger Bilder – eine Einladung, sich zwischen den Hollen, Hexenhäuschen und Dorffesten zu verlieren. Wer Generationenromane wie „Armut ist ein brennend Hemd“ liebt, findet hier ein Stück deutscher Zeitgeschichte, das so eigenwillig, wild und zärtlich ist wie Apollonia selbst. Ein Heimatroman, der nachklingt wie das Lied von der Sommernooscht und Bloiteduft – rau, ehrlich, unvergesslich.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Annegret Held, geboren 1962 im Westerwald, arbeitete u.a. als Polizistin, Altenpflegerin und Luftsicherheitsassistentin - und ist erfolgreiche Autorin. Sie bekam den Berliner Kunstpreis der Akademie, den Glaser-Förderpreis und ist PEN-Mitglied. Ihre beiden Westerwald-Romane Apollonia und Armut ist ein brennend Hemd wurden von der Presse hochgelobt. Annegret Held lebt im Westerwald.
Beiträge
Mitte der 70er Jahre ist die Autorin, von der Familie Marie genannt, 16 Jahre alt und schwer verliebt in einen in der Nähe stationierten amerikanischen Soldaten. Ihre Großmutter Apollonia erlebt derweil ihren letzten Sommer – und Annegret aka Marie beginnt, das Leben ihrer Großmutter in einem Notizbuch niederzuschreiben. Ich hatte zunächst „Armut ist ein brennend Hemd“ der Autorin gelesen, in dem es um ihre Ur-Ur-Ur-Großmutter ging. „Apollonia“ ist anders, da hier nicht nur die Geschichte der Großmutter und des Dorfes im frühen 20. Jahrhundert erzählt wird, sondern auch die des Sommers, in dem die Großmutter starb und Marie 16 Jahre alt war. Das Buch hat einen teilweise episodenhaften Charakter. Auch hier werden Dialoge häufig im Westerwälder Platt wiedergegeben, was jedoch allgemein gut verständlich ist. Auch bei modernen Heimatromanen besteht ja eine gewisse Kitschgefahr, die in diesem Buch jedoch gänzlich umgangen wird. Die Charaktere sind verschrobene Typen, wenig klischeehaft, rau und ehrlich schildert Annegret Held, wie in dem Westerwälder Dorf gelebt wurde. Stärker als in „Armut ist ein brennend Hemd“ blitzt hier des Öfteren der wunderbare Humor der Autorin auf, der mich wiederholt laut auflachen ließ. Sprachlich ist dieses Werk sehr gelungen und wird gleichzeitig dem Dorfcharakter gerecht: „In der Ecke vom Schesselong steckte noch mein Buch mit den Notizen vom Leben meiner Großmutter, und wenn ich hineinsah, tanzten die Zeilen auf und ab, und was ich geschrieben hatte, gab kein Bild, und die Jahre meiner Oma Apollonia schienen mir so unübersichtlich, dass sie auseinandersprangen wie ihr Schürzenbändel, wenn an der Hüfte der Knopf abging.“ (Seite 24) Auch der erste und vor allem der zweite Weltkrieg und seine Auswirkungen auf das Dorf werden in dem Buch thematisiert, die Beziehungen zwischen aktiven Parteimitgliedern, Mitläufern und Gegnern des Nazi-Regimes. „Ein etwas anderer Heimatroman“, so lässt sich „Apollonia“ beschreiben. Definitiv eine Empfehlung.
Beschreibung
Wo die Glocken läuten, die Kirmes nie endet und der Duft von Bohnenkaffee selbst die Geister der Vergangenheit nicht ruhen lässt – Apollonias Geschichte ist ein Westerwaldlied aus Trotz, Sehnsucht und dörfischer Magie. Scholmerbach: Ein Dorf, in dem die Zeit nicht vergeht, sondern sich in den Wurzeln der Bäume und den Stimmen der Toten festsetzt. Hier sucht Marie zwischen Grabsteinen, Ranunkeln und alten Familiengeschichten nach dem Kern ihrer Herkunft – und nach sich selbst. Ihre Großmutter Apollonia, stur, scharfzüngig und lebensklug, hat nie verziehen: weder dem Großvater, noch Gott, noch dem Leben selbst. Doch das Dorf pulsiert weiter – zwischen Kirmesrausch, Dorfklatsch, wilden Nächten und dem ewigen Duft nach Blutwurst und Kohleofen. Mit Humor, Biss und einer Prise Melancholie erzählt Annegret Held von den Frauen des Westerwalds, von Kirmesjugend und Soldatenliebe, von Nachkriegsdeutschland und Dorfgeheimnissen, die sich wie der Rauch aus dem Kohleofen in jede Ritze legen. Die Sprache ist direkt, voller Herz und schräger Bilder – eine Einladung, sich zwischen den Hollen, Hexenhäuschen und Dorffesten zu verlieren. Wer Generationenromane wie „Armut ist ein brennend Hemd“ liebt, findet hier ein Stück deutscher Zeitgeschichte, das so eigenwillig, wild und zärtlich ist wie Apollonia selbst. Ein Heimatroman, der nachklingt wie das Lied von der Sommernooscht und Bloiteduft – rau, ehrlich, unvergesslich.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Annegret Held, geboren 1962 im Westerwald, arbeitete u.a. als Polizistin, Altenpflegerin und Luftsicherheitsassistentin - und ist erfolgreiche Autorin. Sie bekam den Berliner Kunstpreis der Akademie, den Glaser-Förderpreis und ist PEN-Mitglied. Ihre beiden Westerwald-Romane Apollonia und Armut ist ein brennend Hemd wurden von der Presse hochgelobt. Annegret Held lebt im Westerwald.
Beiträge
Mitte der 70er Jahre ist die Autorin, von der Familie Marie genannt, 16 Jahre alt und schwer verliebt in einen in der Nähe stationierten amerikanischen Soldaten. Ihre Großmutter Apollonia erlebt derweil ihren letzten Sommer – und Annegret aka Marie beginnt, das Leben ihrer Großmutter in einem Notizbuch niederzuschreiben. Ich hatte zunächst „Armut ist ein brennend Hemd“ der Autorin gelesen, in dem es um ihre Ur-Ur-Ur-Großmutter ging. „Apollonia“ ist anders, da hier nicht nur die Geschichte der Großmutter und des Dorfes im frühen 20. Jahrhundert erzählt wird, sondern auch die des Sommers, in dem die Großmutter starb und Marie 16 Jahre alt war. Das Buch hat einen teilweise episodenhaften Charakter. Auch hier werden Dialoge häufig im Westerwälder Platt wiedergegeben, was jedoch allgemein gut verständlich ist. Auch bei modernen Heimatromanen besteht ja eine gewisse Kitschgefahr, die in diesem Buch jedoch gänzlich umgangen wird. Die Charaktere sind verschrobene Typen, wenig klischeehaft, rau und ehrlich schildert Annegret Held, wie in dem Westerwälder Dorf gelebt wurde. Stärker als in „Armut ist ein brennend Hemd“ blitzt hier des Öfteren der wunderbare Humor der Autorin auf, der mich wiederholt laut auflachen ließ. Sprachlich ist dieses Werk sehr gelungen und wird gleichzeitig dem Dorfcharakter gerecht: „In der Ecke vom Schesselong steckte noch mein Buch mit den Notizen vom Leben meiner Großmutter, und wenn ich hineinsah, tanzten die Zeilen auf und ab, und was ich geschrieben hatte, gab kein Bild, und die Jahre meiner Oma Apollonia schienen mir so unübersichtlich, dass sie auseinandersprangen wie ihr Schürzenbändel, wenn an der Hüfte der Knopf abging.“ (Seite 24) Auch der erste und vor allem der zweite Weltkrieg und seine Auswirkungen auf das Dorf werden in dem Buch thematisiert, die Beziehungen zwischen aktiven Parteimitgliedern, Mitläufern und Gegnern des Nazi-Regimes. „Ein etwas anderer Heimatroman“, so lässt sich „Apollonia“ beschreiben. Definitiv eine Empfehlung.




