Anarchismus zur Einführung

Anarchismus zur Einführung

Taschenbuch
3.94

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Der Begriff »Anarchismus« leitet sich vom griechischen an-archia, Nicht-Herrschaft, ab und bezeichnet die Idee einer Gesellschaft ohne Staat, Klassen oder sonstige Unterdrückungs- und Ausbeutungsformen. Anarchismus ist aber nicht nur eine Idee, sondern auch eine Praxis: politischer Kampf um Emanzipation und ein Versuch, die Idee der Selbstorganisation und Solidarität praktisch werden zu lassen. Diese Einführung verbindet die Rekonstruktion klassischer Positionen mit einer systematischen Diskussion anarchistischer Theorie und Praxis. Vorgestellt werden u.a. die Theorien Proudhons, Bakunins und Kropotkins, zentrale Motive der anarchistischen Diskussion wie Staat, Kapitalismus, Geschlechterverhältnisse und Aktionsformen sowie aktuelle Fortentwicklungen und Aneignungen, von der Peer Production über das Radical Cheerleading bis zu Occupy Wall Street.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
260
Preis
18.40 €

Autorenbeschreibung

Daniel Loick lehrt Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Politische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie, Moralphilosophie und Ethik.

Beiträge

1
Alle
3

Das Buch stellt verschiedene Ansätze des Anarchismus dar und erklärt diese verständlich und kenntnisreich. Eine weitere Stärke des Buches ist, dass es im Gegensatz zu anderen Einführungen nicht eine chronologische historische Geschichte des Anarchismus erzählt, sondern sich mit den theoretischen Ansätzen auseinandersetzt. Allerdings stört es mich, dass der Autor seine Parteilichkeit nicht offen legt. Einige Strömungen werden mit scharfer polemischer Kritik übersät, andere Strömungen werden fast kritiklos seitenlang erläutert. Parteilichkeit ist kein Problem, aber dann sollte man das benennen. Frustriert hat es mich auch, da ich in einigen Einschätzungen die Position des Autors einfach nicht teile. Es scheint mir manchmal, als hätte er versucht, mit dem Postmodernismus den Anarchismus zu aktualisieren, aber dafür die Radikalität der Theorie aufgegeben hat. Für eine Einführung in das Thema ist es aber schon in Ordnung.

Beitrag erstellen