Blick ins Buch

Lyrik & Dramen
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Über das Buch

Konstantin Biebl beschreibt seine Eindrücke von der Insel Java, erfreut sich an Exotismen, zitiert auf Malaiisch und beobachtet die fremden Bräuche und Träume – um all das Bildern aus seiner Heimat Tschechien gegenüberstellen: So wird das Exotische plötzlich nah und vertraut, das Eigene traumartig und fremd. Gleichzeitig ergibt sich aus den Begebenheiten, die Biebl beschreibt, ganz organisch eine tiefe Kolonialismuskritik. Im Langgedicht „Der neue Ikaros“ vermengt Biebl seine Erlebnisse aus Java mit Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg. Vom Genre her ist „Der neue Ikaros“ ein typisches Zonengedicht – eine tschechische Art assoziativer Epik, die sich in den 1920er Jahren entwickelt hat und auf die der Verlag Kétos in letzter Zeit einen Schwerpunkt legt.
ISBN9783903124295
VerlagKetos
Erscheinungsdatum20.03.25
Seitenzahl176

Autorin / Autor

Über Konstantin Biebl

Konstantin Biebl (1898–1951) war ein besonders markanter Dichter des tschechischen Poetismus und Surrealismus. Von den anderen berühmten Poetisten unterschied er sich einerseits dadurch, dass er ein paar Jahre älter war, sodass er im Ersten Weltkrieg mitkämpfen musste und in Gefangenschaft nur knapp einer Hinrichtung entkam. Und andererseits träumte und schrieb er nicht nur von exotischen Welten, sondern er bereiste sie auch. Seine Kriegserfahrungen und seine Reise nach Java und Sumatra haben viele seiner Gedichte inspiriert. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten im Jahr 1948 trieb die berechtigte Angst vor der Staatssicherheit den sensiblen Biebl in den Selbstmord.

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