Als es noch Menschen gab
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Clifford D. Simak, geboren 1904 in Millville, Wisconsin, arbeitete nach dem Studium bis zu seiner Rente 1976 als Zeitungsjournalist. Seit er als Kind die Romane von H. G. Wells gelesen hatte, interessierte Simak sich für die Science-Fiction. Er begann Anfang der Dreißigerjahre, seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten in den Magazinen von Hugo Gernsback, vor allem in Wonder Stories und später in Astounding, zu veröffentlichen. Sein erster Roman, „Ingenieure des Kosmos“, erschien 1939 in Fortsetzungen und erinnerte noch an die Werke von E. E. „Doc“ Smith, doch Simak fand schnell seinen eigenen, ruhigen Stil. Dieser kam bei Fans wie Kollegen gut an: 1959 erhielt er seinen ersten Hugo Award; in den nächsten zwei Jahrzehnten folgten zwei weitere Hugos, darunter für seinen Roman „Raumstation auf der Erde“, ein Nebula Award und der SFWA Grand Maester. Sein bekanntestes Werk ist der Episodenroman „Als es noch Menschen gab“, der in einer fernen Zukunft angesiedelt ist, in der die Welt, wie wir sie kennen, längst zu einem Mythos geworden ist. Clifford D. Simak starb am 25. April 1988 in Minneapolis.
Beiträge
dt. Titel: Raumstation auf der Erde Originaltitel: Way Station. Das Buch beginnt mit dem Besuch eines CIA-Agenten bei einem Wissenschaftler. Der Agent erzählt, wie er zufällig die Gerüchte über einen Mann namens Enoch Wallace gehört hat und wie er diesen nachgegangen ist. Wallace scheint über 100 Jahre alt zu sein, sieht aber aus wie Anfang 30, lebt in einem Haus, das von Fremden nicht betreten werden kann. Auf dem kleinen Friedhof hinterm Haus gibt es drei Gräber, die der Eltern von Wallace und ein weiteres. Ab dem nächsten Kapitel geht es dann um Enoch Wallace. Er ist der Hüter einer Raumstation, auf der Reisende aus allen Ecken der Galaxis Rast machen. Die erste Hälfte des Buches ist eher ruhig. Wir folgen Enoch bei seinen täglichen Spaziergängen, dem Führen eines Tagebuchs, lernen seine Vergangenheit kennen, und erfahren, wie er zu dem geworden ist, den wir jetzt sehen. Er ist ein nachdenklicher, kluger Mann, der sich viele Gedanken über die Zukunft der Menschheit macht. Doch ist er selbst noch völlig menschlich? Ab der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Ein Highlight ❤️ Ganz unerwartet habe ich bereits im Januar einen Kandidaten für das beste Buch des Jahres erwischt. Was mich zunächst in den Bann gezogen hat, ist der Schreibstil. Schlicht, ruhig und ohne die geringste Unebenheit, über die man stolpern könnte. Ich habe die russische Übersetzung gelesen, über die deutsche kann ich (noch) nichts sagen, aber ich denke, die Übersetzung konnte hier nichts kaputtmachen. Ich wollte eigentlich nur die erste Seite überfliegen, und schon war ich jenseits von Seite 25. Ein weiterer Punkt ist die Geschichte selbst. Enoch Wallace ist zufrieden mit seiner Lebenssituation, er macht sich jedoch Sorgen um die Zukunft, denn alle Zeichen stehen auf Atomkrieg. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Verantwortung den Aliens gegenüber und den Menschen, denen er nicht helfen darf. Der Schluss wirkt ein klein wenig überhastet und naiv, aber nicht überraschend. Man hat die Ereignisse schon vorausgeahnt. Bei einem so alten Buch erwartet man, dass es altbacken wirkt, doch das ist hier nicht der Fall. Es ist gut gealtert, ich würde sogar sagen, absolut zeitlos. Wer auf so etwas Wert legt, findet die vielen Parallelen zu der apokryphischen Geschichte des Henoch. Simak hat seine Figur offenbar mit voller Absicht Enoch genannt. Höchstspannend! Fazit: Ein unsterblicher Klassiker!
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Clifford D. Simak, geboren 1904 in Millville, Wisconsin, arbeitete nach dem Studium bis zu seiner Rente 1976 als Zeitungsjournalist. Seit er als Kind die Romane von H. G. Wells gelesen hatte, interessierte Simak sich für die Science-Fiction. Er begann Anfang der Dreißigerjahre, seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten in den Magazinen von Hugo Gernsback, vor allem in Wonder Stories und später in Astounding, zu veröffentlichen. Sein erster Roman, „Ingenieure des Kosmos“, erschien 1939 in Fortsetzungen und erinnerte noch an die Werke von E. E. „Doc“ Smith, doch Simak fand schnell seinen eigenen, ruhigen Stil. Dieser kam bei Fans wie Kollegen gut an: 1959 erhielt er seinen ersten Hugo Award; in den nächsten zwei Jahrzehnten folgten zwei weitere Hugos, darunter für seinen Roman „Raumstation auf der Erde“, ein Nebula Award und der SFWA Grand Maester. Sein bekanntestes Werk ist der Episodenroman „Als es noch Menschen gab“, der in einer fernen Zukunft angesiedelt ist, in der die Welt, wie wir sie kennen, längst zu einem Mythos geworden ist. Clifford D. Simak starb am 25. April 1988 in Minneapolis.
Beiträge
dt. Titel: Raumstation auf der Erde Originaltitel: Way Station. Das Buch beginnt mit dem Besuch eines CIA-Agenten bei einem Wissenschaftler. Der Agent erzählt, wie er zufällig die Gerüchte über einen Mann namens Enoch Wallace gehört hat und wie er diesen nachgegangen ist. Wallace scheint über 100 Jahre alt zu sein, sieht aber aus wie Anfang 30, lebt in einem Haus, das von Fremden nicht betreten werden kann. Auf dem kleinen Friedhof hinterm Haus gibt es drei Gräber, die der Eltern von Wallace und ein weiteres. Ab dem nächsten Kapitel geht es dann um Enoch Wallace. Er ist der Hüter einer Raumstation, auf der Reisende aus allen Ecken der Galaxis Rast machen. Die erste Hälfte des Buches ist eher ruhig. Wir folgen Enoch bei seinen täglichen Spaziergängen, dem Führen eines Tagebuchs, lernen seine Vergangenheit kennen, und erfahren, wie er zu dem geworden ist, den wir jetzt sehen. Er ist ein nachdenklicher, kluger Mann, der sich viele Gedanken über die Zukunft der Menschheit macht. Doch ist er selbst noch völlig menschlich? Ab der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Ein Highlight ❤️ Ganz unerwartet habe ich bereits im Januar einen Kandidaten für das beste Buch des Jahres erwischt. Was mich zunächst in den Bann gezogen hat, ist der Schreibstil. Schlicht, ruhig und ohne die geringste Unebenheit, über die man stolpern könnte. Ich habe die russische Übersetzung gelesen, über die deutsche kann ich (noch) nichts sagen, aber ich denke, die Übersetzung konnte hier nichts kaputtmachen. Ich wollte eigentlich nur die erste Seite überfliegen, und schon war ich jenseits von Seite 25. Ein weiterer Punkt ist die Geschichte selbst. Enoch Wallace ist zufrieden mit seiner Lebenssituation, er macht sich jedoch Sorgen um die Zukunft, denn alle Zeichen stehen auf Atomkrieg. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Verantwortung den Aliens gegenüber und den Menschen, denen er nicht helfen darf. Der Schluss wirkt ein klein wenig überhastet und naiv, aber nicht überraschend. Man hat die Ereignisse schon vorausgeahnt. Bei einem so alten Buch erwartet man, dass es altbacken wirkt, doch das ist hier nicht der Fall. Es ist gut gealtert, ich würde sogar sagen, absolut zeitlos. Wer auf so etwas Wert legt, findet die vielen Parallelen zu der apokryphischen Geschichte des Henoch. Simak hat seine Figur offenbar mit voller Absicht Enoch genannt. Höchstspannend! Fazit: Ein unsterblicher Klassiker!





