Alltag im Deutschen Osten
von Walter Richter
Taschenbuch
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Beschreibung
Diese 'Texte aus 4 Jahrzehnten' sind eingeleitet von den 67er Gedichten, des nun unterm Einfluss Brechts dichtenden, politischen Lyrikers, der den heraufziehenden Prager Frühling eines Alexander Dubcek im Osten ebenso aufnimmt wie die Wirkung der beginnenden Studentenrevolten in Polen wie im Westen. Ein SED-Parteiverfahren in diesem Jahr besänftigt da nicht gerade die im Naturell des jungen Mannes liegende Aufsässigkeit.
Von hier wird der zeitliche Bogen des Bandes gespannt, bis zu den heutigen Gedichten des Millenniums, abgeschlossen in einem nicht gerade fröhlichen Triptychon 'Zeitwende'.
Dazwischen gibt's Prosa aus dem Jahr 1978 inklusive eines kompletten Jahres Tagebuch des damaligen Produktionsmitarbeiters vor seiner Rückkehr in den Lehrberuf. Und wieder ein gutes Jahrzehnt weiter entstehen die politischen und publizistischen Texte insbesondere der sogenannten Wendejahre.
Inklusive der Erinnerung an das brennende Dresden der Kriegskindheit, die den Band einleitet, ist somit ein Zeitbogen von nunmehr 60 Jahren geschlagen. Der Autor wird ihn im 'Kaleidoskop' noch einmal aufnehmen.
1936 geboren, aufgewachsen in Kirchhain N/L, der Gerberstadt an der Kleinen Elster, die die reichste Stadt Deutschlands gewesen sein soll. In den bescheidenden Verhältnissen eines Gerbergesellen musste eher geknausert werden, nur nicht bei der Vornamensgebung für die Söhne (Walter und Julius waren Brüder des Vaters, Kurt war er selber).
Der Lehrer i. R. war (und ist) dem 'Arbeiter-und-Bauern-Staat' DDR dankbar, dass er seine Lieblingsfächer Deutsch und Geschichte studieren durfte, lag jedoch allzu oft im Clinch mit ihm, so dass er sich gerade mal vier Jahre als Deutsch- und Geschichtslehrer der Abiturstufe betätigen konnte, dafür - 'ideologisch unschädlich gemacht' - aber bald und schnell in Technik und Naturwissenschaften wiederfand, später auch in Berufsschulen, in Produktion und Meisterbildung, zuletzt als Abteilungsleiter Polytechnik.
Der Weitung seiner Blickwinkel war dies nicht abträglich. Und er konnte dabei das Handwerkern ausbilden, was vor allem seinem 200 Jahre alten Wustrower Kapitäns- und Bündner-Haus zugute kam.
Viele Jahre hindurch betrieb er gerne auch Ackerbau und Viehzucht und war weithin anerkannter Rassekaninchen-Züchter.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
466
Preis
21.80 €
Beschreibung
Diese 'Texte aus 4 Jahrzehnten' sind eingeleitet von den 67er Gedichten, des nun unterm Einfluss Brechts dichtenden, politischen Lyrikers, der den heraufziehenden Prager Frühling eines Alexander Dubcek im Osten ebenso aufnimmt wie die Wirkung der beginnenden Studentenrevolten in Polen wie im Westen. Ein SED-Parteiverfahren in diesem Jahr besänftigt da nicht gerade die im Naturell des jungen Mannes liegende Aufsässigkeit.
Von hier wird der zeitliche Bogen des Bandes gespannt, bis zu den heutigen Gedichten des Millenniums, abgeschlossen in einem nicht gerade fröhlichen Triptychon 'Zeitwende'.
Dazwischen gibt's Prosa aus dem Jahr 1978 inklusive eines kompletten Jahres Tagebuch des damaligen Produktionsmitarbeiters vor seiner Rückkehr in den Lehrberuf. Und wieder ein gutes Jahrzehnt weiter entstehen die politischen und publizistischen Texte insbesondere der sogenannten Wendejahre.
Inklusive der Erinnerung an das brennende Dresden der Kriegskindheit, die den Band einleitet, ist somit ein Zeitbogen von nunmehr 60 Jahren geschlagen. Der Autor wird ihn im 'Kaleidoskop' noch einmal aufnehmen.
1936 geboren, aufgewachsen in Kirchhain N/L, der Gerberstadt an der Kleinen Elster, die die reichste Stadt Deutschlands gewesen sein soll. In den bescheidenden Verhältnissen eines Gerbergesellen musste eher geknausert werden, nur nicht bei der Vornamensgebung für die Söhne (Walter und Julius waren Brüder des Vaters, Kurt war er selber).
Der Lehrer i. R. war (und ist) dem 'Arbeiter-und-Bauern-Staat' DDR dankbar, dass er seine Lieblingsfächer Deutsch und Geschichte studieren durfte, lag jedoch allzu oft im Clinch mit ihm, so dass er sich gerade mal vier Jahre als Deutsch- und Geschichtslehrer der Abiturstufe betätigen konnte, dafür - 'ideologisch unschädlich gemacht' - aber bald und schnell in Technik und Naturwissenschaften wiederfand, später auch in Berufsschulen, in Produktion und Meisterbildung, zuletzt als Abteilungsleiter Polytechnik.
Der Weitung seiner Blickwinkel war dies nicht abträglich. Und er konnte dabei das Handwerkern ausbilden, was vor allem seinem 200 Jahre alten Wustrower Kapitäns- und Bündner-Haus zugute kam.
Viele Jahre hindurch betrieb er gerne auch Ackerbau und Viehzucht und war weithin anerkannter Rassekaninchen-Züchter.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
466
Preis
21.80 €



