***Hinreißendes Debüt aus den USA***
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.
Das Buch ist toll!
So lustig und gleichzeitig emotional und gefühlvoll.
Ich finde die Auseinandersetzung mit Themen wie Behinderung und Blindheit und deren Auswirkungen auf das Leben echt gut.
Außerdem geht es Freundschaften und die Freundschaften in dem Buch sind alle sehr schön und besonders dargestellt.
Ich hab gelacht und geweint, gehofft und gebangt und Mitgefühl mit der sehr coolen Protagonistin.
18. Nov. 2024
5,0
Witzig und traurig zugleich
Das Buch ist toll!
So lustig und gleichzeitig emotional und gefühlvoll.
Ich finde die Auseinandersetzung mit Themen wie Behinderung und Blindheit und deren Auswirkungen auf das Leben echt gut.
Außerdem geht es Freundschaften und die Freundschaften in dem Buch sind alle sehr schön und besonders dargestellt.
Ich hab gelacht und geweint, gehofft und gebangt und Mitgefühl mit der sehr coolen Protagonistin.
Bei "Alles, was ich sehe" fällt mir die Beurteilung wahnsinnig schwer. Es ist ganz klar ein klasse Buch, das die vielen positiven Bewertungen und Rezensionen sicher verdient. 100%ig überzeugen konnte das Buch mich leider trotzdem nicht.
Zunächst einmal mochte ich die Plotidee sehr gerne. Der Klappentext hatte mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe mir eine großartige Geschichte, tiefgründige Charaktere und einzigartige Twists gewünscht. Der Klappentext hat mir all das versprochen und irgendwie liegt auch genau das Problem. Alles, was im Klappentext steht (s.o.), passiert in den ersten 50% des Buches. Maggie ist blind, sie macht einen Schulstreich, wird erwischt und trifft auf Ben, den sie plötzlich sehen kann und mit dem sie sich anfreundet. Sie besucht ihn zuhause, lernt Bens Bruder Mason kennen – der auch noch der Leadsänger ihrer Lieblingsband ist. Der misstraut ihr allerdings, weil er denkt, Maggie spiele ihre Blindheit nur vor – was in gewisser Weise ja auch stimmt. Schließlich grübelt sie lange darüber nach, warum sie Ben sehen kann, und auch nur Ben, oder? Diese ganze Schilderungen fand ich ziemlich zäh, schließlich hätte man dafür keine 200 Seiten gebraucht. Es war nicht wirklich langweilig oder öde, aber die Erzählungen wirkten auf mich doch ein wenig monoton und langatmig. Soll heißen: Ich habe mich nicht gequält (schließlich habe ich es in 2 Tage durchgelesen), aber wirklich faszinierend fand ich es auch nicht. Merkt ihr, wie schwer es mir fällt, meine Problematik mit dem Buch in Worte zu fassen?
Was ich jedoch überraschend fand: Die zweite Buchhälfte war absolut packend und unterhaltsam. Sobald Maggie herausfindet, warum sie Ben sehen kann und welche Folgen und Konsequenzen sich daraus ergeben, nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf. Die Mischung aus interessanter Ausarbeitung, Emotionen und der Art, wie mich die Geschichte auf einmal in seinen Bann gezogen hat, haben mich sogar ein paar Tränen vergießen lassen. Im Nachhinein finde ich es natürlich unglaublich schade, dass ich mich in der ersten Hälfe nicht auf den Plot und die Figuren einlassen konnte, denn die Geschichte an sich und das Potenzial, das sich später entfaltet, hätte dem Buch von mir sicher eine 5-Sterne-Bewertung eingebracht.
Maggie hat mir als Person in der Geschichte am besten gefallen. Zwar ist sie sehr wehleidig und badet auch gerne in Selbstmitleid, andererseits muss es schrecklich sein, einen Traum gehabt zu haben, eine intakte Familie und dann wird sie plötzlich blind. Sie muss alles hinter sich lassen, neu anfangen und merkt dabei, dass auch ihre Familie nicht so perfekt ist wie sie schien. Dass alles irgendwie ein bisschen zusammenbricht und sich verändert. Sie vermisst ihren Fußballtraum, den Himmel und die Sterne, die Nähe zu ihrer Mutter, die Begeisterung, die sie für Dinge empfunden hat. Dinge, die ihr jetzt egal sind und keine Rolle mehr spielen. Ich finde Maggie einfach wunderschön geschrieben. Sie ist erst so mutlos, traurig und wütend und versteckt ihre Gefühle hinter Sarkasmus und Angriff. Und doch lernt sie mithilfe von Ben, dass man auch als Blinde Freunde haben kann, dass man sich auf andere Menschen einlassen kann und man auch Hilfe annehmen darf. Dass man nicht alles alleine schaffen muss und man dadurch auch nicht alle Last der Welt auf den Schultern trägt. Ihre tolle Entwicklung hat mich bei dieser Geschichte am meisten mitgerissen. Obwohl ich in meiner Rezension kaum auf Ben oder Mason eingehe, sind auch die beiden Jungs in diesem Buch zwei tolle Charaktere, die Maggie in ihrer Entwicklung um einiges vorantreiben und unterstützen. Die Kreation von tiefgründigen und überzeugenden Figuren scheint eine Stärke der Autorin zu sein.
Marci Lyn Curtis' Schreibstil und Sprache mochte ich sehr gerne. Ich könnte euch bestimmt zehn bis zwanzig Zitate nennen, die mich berührt und mitgenommen haben. Maggie, Ben und Mason konnte ich mir lebhaft vorstellen und ich war schon ziemlich traurig, als ich das Buch beendet hatte.
Fazit
"Alles, was ich sehe" ist ein berührender und emotionaler Roman, der von mir leider nicht die Bewertung bekommen kann, die ich gerne vergeben würde. Der Anfang erschien mir einfach zu blass, vor allem im Gegensatz zur zweiten Buchhälfte. Jedoch glänzt die Geschichte vor allem wegen der Charaktere und Emotionen. Ein Buch, das ich euch – trotz allem – auf jeden Fall ans Herz legen kann.
1. Jan. 2024
4,0
Bei "Alles, was ich sehe" fällt mir die Beurteilung wahnsinnig schwer. Es ist ganz klar ein klasse Buch, das die vielen positiven Bewertungen und Rezensionen sicher verdient. 100%ig überzeugen konnte das Buch mich leider trotzdem nicht.
Zunächst einmal mochte ich die Plotidee sehr gerne. Der Klappentext hatte mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe mir eine großartige Geschichte, tiefgründige Charaktere und einzigartige Twists gewünscht. Der Klappentext hat mir all das versprochen und irgendwie liegt auch genau das Problem. Alles, was im Klappentext steht (s.o.), passiert in den ersten 50% des Buches. Maggie ist blind, sie macht einen Schulstreich, wird erwischt und trifft auf Ben, den sie plötzlich sehen kann und mit dem sie sich anfreundet. Sie besucht ihn zuhause, lernt Bens Bruder Mason kennen – der auch noch der Leadsänger ihrer Lieblingsband ist. Der misstraut ihr allerdings, weil er denkt, Maggie spiele ihre Blindheit nur vor – was in gewisser Weise ja auch stimmt. Schließlich grübelt sie lange darüber nach, warum sie Ben sehen kann, und auch nur Ben, oder? Diese ganze Schilderungen fand ich ziemlich zäh, schließlich hätte man dafür keine 200 Seiten gebraucht. Es war nicht wirklich langweilig oder öde, aber die Erzählungen wirkten auf mich doch ein wenig monoton und langatmig. Soll heißen: Ich habe mich nicht gequält (schließlich habe ich es in 2 Tage durchgelesen), aber wirklich faszinierend fand ich es auch nicht. Merkt ihr, wie schwer es mir fällt, meine Problematik mit dem Buch in Worte zu fassen?
Was ich jedoch überraschend fand: Die zweite Buchhälfte war absolut packend und unterhaltsam. Sobald Maggie herausfindet, warum sie Ben sehen kann und welche Folgen und Konsequenzen sich daraus ergeben, nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf. Die Mischung aus interessanter Ausarbeitung, Emotionen und der Art, wie mich die Geschichte auf einmal in seinen Bann gezogen hat, haben mich sogar ein paar Tränen vergießen lassen. Im Nachhinein finde ich es natürlich unglaublich schade, dass ich mich in der ersten Hälfe nicht auf den Plot und die Figuren einlassen konnte, denn die Geschichte an sich und das Potenzial, das sich später entfaltet, hätte dem Buch von mir sicher eine 5-Sterne-Bewertung eingebracht.
Maggie hat mir als Person in der Geschichte am besten gefallen. Zwar ist sie sehr wehleidig und badet auch gerne in Selbstmitleid, andererseits muss es schrecklich sein, einen Traum gehabt zu haben, eine intakte Familie und dann wird sie plötzlich blind. Sie muss alles hinter sich lassen, neu anfangen und merkt dabei, dass auch ihre Familie nicht so perfekt ist wie sie schien. Dass alles irgendwie ein bisschen zusammenbricht und sich verändert. Sie vermisst ihren Fußballtraum, den Himmel und die Sterne, die Nähe zu ihrer Mutter, die Begeisterung, die sie für Dinge empfunden hat. Dinge, die ihr jetzt egal sind und keine Rolle mehr spielen. Ich finde Maggie einfach wunderschön geschrieben. Sie ist erst so mutlos, traurig und wütend und versteckt ihre Gefühle hinter Sarkasmus und Angriff. Und doch lernt sie mithilfe von Ben, dass man auch als Blinde Freunde haben kann, dass man sich auf andere Menschen einlassen kann und man auch Hilfe annehmen darf. Dass man nicht alles alleine schaffen muss und man dadurch auch nicht alle Last der Welt auf den Schultern trägt. Ihre tolle Entwicklung hat mich bei dieser Geschichte am meisten mitgerissen. Obwohl ich in meiner Rezension kaum auf Ben oder Mason eingehe, sind auch die beiden Jungs in diesem Buch zwei tolle Charaktere, die Maggie in ihrer Entwicklung um einiges vorantreiben und unterstützen. Die Kreation von tiefgründigen und überzeugenden Figuren scheint eine Stärke der Autorin zu sein.
Marci Lyn Curtis' Schreibstil und Sprache mochte ich sehr gerne. Ich könnte euch bestimmt zehn bis zwanzig Zitate nennen, die mich berührt und mitgenommen haben. Maggie, Ben und Mason konnte ich mir lebhaft vorstellen und ich war schon ziemlich traurig, als ich das Buch beendet hatte.
Fazit
"Alles, was ich sehe" ist ein berührender und emotionaler Roman, der von mir leider nicht die Bewertung bekommen kann, die ich gerne vergeben würde. Der Anfang erschien mir einfach zu blass, vor allem im Gegensatz zur zweiten Buchhälfte. Jedoch glänzt die Geschichte vor allem wegen der Charaktere und Emotionen. Ein Buch, das ich euch – trotz allem – auf jeden Fall ans Herz legen kann.
1. Jan. 2024
3 von 12 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Marci Lyn Curtis
Marci Lyn Curtis wuchs in Nordkalifornien auf, wo sie Biologie studierte. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Dackel in Maryland. „Alles, was ich sehe“ ist ihr erster Roman.