A la recherche du temps perdu

A la recherche du temps perdu

Taschenbuch
4.17

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Beschreibung

L'expression roman fleuve devrait, sans connotation péjorative, désigner une œuvre qui prend le temps de charrier mille petites particules d'impression pour les infuser dans l'esprit d'un lecteur captivé. En somme, elle devrait avoir été créée pour désigner La Recherche proustienne, qui s'ouvre Du côté de chez Swann et s'achève une fois Le Temps retrouvé.
Dans le premier tome de ce superbe travail sur la mémoire et la métaphore, œuvre à part entière mais aussi amorce dramatique d'un joyau de la langue française, le narrateur s'aperçoit fortuitement, à l'occasion d'un goûter composé d'une tasse de thé et d'une madeleine désormais célèbre, que les sens ont la faculté de faire ressurgir le souvenir. Grâce aux senteurs d'un buisson d'aubépines, il prend confusément conscience de la distinction entre le souvenir et la réminiscence, pour ensuite s'exercer à manier les mots comme de petits papiers japonais qui, touchés par la grâce de l'eau, se déploient en corolle pour faire place à tout un univers. Tout comme se déploie un roman fleuve à partir de cette toute petite phrase légendaire : "Longtemps, je me suis couché de bonne heure". --Sana Tang-Léopold Wauters

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
2400
Preis
75.85 €

Beiträge

1
Alle
1.5

Meine Oma hätte das kürzer erzählt.

Ich habe Proust gelesen. Alle 3 Bände, alle 4500 Seiten, und das freiwillig. Falls mich jemals jemand fragt, wozu ich fähig bin, verweise ich auf diesen Fakt. Der Mann taucht ein Gebäck in Tee und erinnert sich daraufhin an seine gesamte Kindheit. Seitenlaaaaaaang. Seine Mutter gibt ihm keinen Gute-Nacht-Kuss und er macht daraus ein Trauma über 50 Seiten. Andere Kinder wären einfach eingeschlafen. Swann verliebt sich in Odette, die er nicht mal attraktiv findet und wird dann eifersüchtig auf Männer, die sie wahrscheinlich auch nicht attraktiv finden. Proust nennt das Liebe, ich den Beweis, dass Männer auch ohne Internet obsessiv sein können. Der Erzähler sieht am Strand eine Gruppe Mädchen, kennt Albertine nicht mal, hat aber sofort genug Gedanken für 300 Seiten. Andere Männer hätten einfach Hallo gesagt. Proust beschreibt Smalltalk so ausführlich, dass man selbst beim Lesen nach einem Vorwand sucht, früher zu gehen. Die Sätze sind so verschachtelt, dass man am Ende vergessen hat, wo sie angefangen haben. Der Mann schreibt Nebensätze zu seinen Nebensätzen und gibt diesen Nebensätzen eigene Nebensätze. Irgendwo darin steckt ein Verb. Höchstwahrscheinlich. Die Message ist am Ende simpel: Erinnerung gibt Dingen Bedeutung, Menschen verändern sich und vieles Wichtige war eigentlich oberflächlich. Das hat mir meine Oma in einem Satz gesagt, als ich 12 war. Proust brauchte 3 Bände. Ich gebe 1,5 Sterne. Einen für die Madeleine-Szene, einen halben für mich, weil ich durchgehalten habe 🫠

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