Yellowface
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June, eine wenig erfolgreiche Schriftstellerin, gibt das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin, einer chinesischstämmigen Bestsellerautorin, als ihr eigenes aus. "Ach nö, nicht schon wieder eine Geschichte um ein gestohlenes Manuskript", war mein erster Gedanke. Dann ist hier aber doch vieles anders. Zunächst überarbeitet June den Text sehr stark, sodass gar nicht mehr eindeutig ist, wessen Werk es nun wirklich ist. Dann ist "Yellowface" vor allem aber auch eine witzige Satire auf das Verlagswesen, alltäglichen Rassismus sowie Social Media und zwischendurch auch ziemlich spannend. Gut gefallen hat mir auch, dass der Roman aus Junes Perspektive erzählt wird, June aber wirklich unsympathisch ist. Auch das ist mal ein schöner Ansatz, wie ich finde.
Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, aber leider ist es hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Der Schreibstil ist super und es werden sehr wichtige Themen wie Rassismus und auch cybermobbing angesprochen. Aber die Geschichte plätschert vor sich hin. Die Spannung bleibt dabei leider auf der Strecke und die Protagonistin ist mehr als unsympathisch.
Ein beeindruckender Roman, der in meiner Wahrnehmung noch nachhallen wird. Rebecca F. Kuang schafft es, eine Geschichte mit so vielen Höhen und Tiefen auf diesen Seiten zu verfassen, wie ich es lange nicht mehr zu lesen bekommen habe. Sie schafft es, eine unbändige Gier nach Aufmerksamkeit, gepaart mit der anschaulichen Leere beim Ausbleiben dieser, in Einklang einer höchst spannenden Hauptgeschichte zu bringen. Die Hauptprotagonistin Juniper wird durch zunehmenden Erfolg, der nur in Teilen durch sie fabriziert ist, immer paranoider in der Angst vor der eigenen Vergangenheit. Dabei ist ihr Umfeld so eindrucksvoll beschrieben, dass man nie den Überblick über die einzelnen Nebendarsteller:innen verlieren kann. Chapeau. Die politisch angehauchte Frage, die in der ersten Hälfte des Romans transportiert wird, ist höchst spannend. Es wird eine Diskussion mit unterschiedlichen Standpunkten ausgetragen, wer das Recht hat, eine Geschichte wiederzugeben, in künstlerischer oder aufklärerischer Form. Ob man einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe angehören muss, um darüber berichten zu dürfen. Dass hier von einer PoC eine weiße Protagonistin gewählt wird, führt diese Diskussion im Gesamtkonzept des Buches ad absurdum. Eine Frage, die dieses Buch nicht abschließend geklärt hat und vermutlich auch nie vollends geklärt werden wird. Hierfür sind Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zurecht zu individuell um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Besonders beeindruckend finde ich eine unterschwellige Kritik an den sozialen Medien, die durchaus deutlicher benannt werden könnte, auch wenn in so ziemlich jedem zweiten Kapitel die Wesensveränderung von Juniper beschrieben wird, welche sie durch lesen von Beiträgen auf Goodreads, Twitter, Facebook etc. durchlebt. In diesem Fall konnte ich gute Rückschlüsse und auch Parallelen zu meiner eigenen Person gewinnen, welche die Story und Gefühlslagen noch greifbarer gemacht haben. Absolut getroffen hat mich ein Zitat, welches nur am Rande einer Vergangenheitserzählung der Protagonistin stattfand: „Nicht jede Frau hat eine Vergewaltigungsgeschichte. Aber fast jede Frau hat eine „Ich weiß nicht genau, es hat mir nicht gefallen, aber ich kann es nicht wirklich Vergewaltigung nennen“-Geschichte“ (Seite 245) Die Endzüge der Geschichte waren sehr durchdacht, für meinen Geschmack jedoch etwas zu standard-dramatisch, sodass man sie schon mehrfach in abgewandelter Form in klassischen Krimis zu lesen bekommen hat. Insgesamt bleibt es jedoch ein lesenswertes Werk, denn der Aufbau bis zum letzten Kapitel ist mehr als eindrucksvoll.
🔏💛 𝐘𝐄𝐋𝐋𝐎𝐖𝐅𝐀𝐂𝐄 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧: 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Teilweise habe ich die Sätze als etwas verschachtelt empfunden, wodurch ich sie zwei- oder dreimal lesen musste, um ihren Inhalt nachvollziehen zu können. Insgesamt war der Schreibstil dynamisch und durch die etwas ›größere‹ Schrift ließ sich der Roman bis auf einige Ausnahmen leicht und flüssig lesen. 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐥𝐮𝐧𝐠: In diesem Buch erfährt man als LeserIn sehr viel über die Verlagswelt sowie über die Hürden und Hindernisse im AutorInnen-Leben. Diese Sichtweise fand ich total spannend und ich konnte einiges an neuem Wissen mitnehmen. Erst ganz zum Schluss wird die zentrale Frage des Romans gelöst und zugleich ein offenes Ende mit Interpretationsspielraum geschaffen - ganz toll! 👍🏻 Grundsätzlich habe ich das Buch als ehrlich, realistisch, aber auch erschütternd empfunden. 𝐏𝐫𝐨𝐭𝐚𝐠𝐨𝐧𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧: Juniper steht im Hauptfokus der Handlung und durch die Schreibweise der ersten Person konnte man stets gut ihre Gedankengänge sowie Gefühle nachvollziehen. Insbesondere Junipers moralische Einstellung hinsichtlich des Umgangs mit dem noch unveröffentlichten Manuskript ihrer Freundin sind dadurch gut zutage getreten. 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Ein dynamisches Buch, das mit der richtigen Prise an Spannung versehen ist, sodass ich bis zum Ende mitgefiebert habe, ob Junipers ›Betrug‹ aufgedeckt wird. Stellenweise waren manche Sätze etwas zu verschachtelt, doch ich konnte viel Wissen über die Verlagsbranche und das AutorInnen-Dasein sammeln. 👀💛 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠: 4 / 5 ★ 𝐊𝐚𝐭𝐞𝐠𝐨𝐫𝐢𝐞: Leseempfehlung 𝐄𝐦𝐨𝐣𝐢-𝐀̈𝐬𝐭𝐡𝐞𝐭𝐢𝐤: 📖👀📃🔏💛 𝐒𝐩𝐢𝐜𝐞-𝐋𝐞𝐯𝐞𝐥: 0 / 5 🌶️ 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐥𝐢𝐧𝐠𝐬𝐳𝐢𝐭𝐚𝐭(𝐞): / 𝐈𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐁𝐮𝐜𝐡: 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧: Rebecca F. Kuang・@kuangrf 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: Eichborn・@eichbornverlag 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐚𝐧𝐳𝐚𝐡𝐥: 381 𝐄𝐫𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐝𝐚𝐭𝐮𝐦: 29.02.2024 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐓𝐫𝐨𝐩𝐞𝐬: Moderner Roman, Erwachsenenliteratur & Belletristik 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐛𝐚𝐧𝐝 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐢𝐡𝐞: Einzelband 𝐎𝐫𝐢𝐠𝐢𝐧𝐚𝐥𝐬𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞: Englisch

⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne
June und Athena sind zwei junge Autorinnen, die jedoch unterschiedliche Positionen in der Buchbranche einnehmen. Während Athena bereits Erfolge feiert, ist Junes Debütroman gefloppt. June ist daher sehr neidisch und strebt nach dem, was Athena erreicht hat. Als Athena June in ihrer Wohnung ihr neuestes Manuskript zeigt, von dem noch niemand etwas weiß, wollen die beiden feiern. Doch Athena erleidet einen Unfall und stirbt. Während June auf den Krankenwagen wartet, landet das Manuskript auf wundersame Weise in ihrer Tasche... Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen. Unsere Protagonistin June ist alles andere als sympathisch. Sie stiehlt Athenas Manuskript und sieht sich gezwungen, das Potenzial dieses Meisterwerks auszuschöpfen und es unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Dabei ahnt sie nicht, welche Steine sie ins Rollen bringen wird. Obwohl ich sie nicht wirklich mochte, habe ich teilweise ein Verständnis für sie entwickelt und konnte auch mit ihr mitfühlen. Das ist bei Charakteren, die ich eigentlich nicht mag, sehr selten! June rechtfertigt ihr Handeln, als wäre es völlig in Ordnung und als würde sie überhaupt nichts falsch machen, was mich zum Nachdenken über moralische Grenzen angeregt hat. Der Schreibstil der Autorin war wunderbar lesbar und die Geschichte überraschend spannend. Wichtige Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, Ethik, Plagiate und soziale Medien werden sorgfältig behandelt. Ich habe beim Lesen außerdem viel über die Buchbranche gelernt, z. B. hatte ich bisher nichts von Sensitivity Readern gehört. Obwohl ich mit dem Ende gerechnet hatte, hat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Der mittlere Teil war meiner Meinung nach nicht ganz so spannend, dennoch ist es ein sehr starkes Werk! „Yellowface“ war mein erstes Buch von Rebecca F. Kuang und was soll ich sagen, ich muss dringend bald zu „Babel“ greifen! 🤭

Gutes Buch, aber zu viel Hype.
Yelloface hat einige interessante Aspekte. Die Protagonistin ist absichtlich unsympathisch dargestellt, was tatsächlich gut gelungen ist. Es ist spannend, wie hier das wichtige Thema der kulturellen Aneignung behandelt und dabei auch Einblicke in den Literaturbetrieb gibt. Allerdings hat mir etwas gefehlt, was ich leider nicht genau benennen kann. Ab der Hälfte des Buches hat die Geschichte für mich an Fahrt verloren und es passiert nicht viel Neues, was es ein wenig langatmig macht. Insgesamt gute Ansätze, aber für mich nicht weltverändernd.
5 🌟- Jahreshighlight! Habe es zum Teil als Hörbuch gehört - kann ich nur empfehlen.
Diese Geschichte wird noch lange nachhallen und hat mich Vieles fühlen lassen. Juniper ist keine sympathische Protagonistin. Sie gesteht sich ihre Fehler zunächst ein, verdreht die Wahrheit, um sich ihr Verhalten schön zureden und schließlich begeht sie in ihrem Größenwahn neue Fehler. Ich hatte zwischendurch etwas, wie Mitleid, mit ihr. Dann habe ich sie wieder gehasst, wollte sie schütteln und sie aus ihrer verzerrten Wahrnehmung aufwecken. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es liest sich ein bisschen wie Tagebucheinträge. Es ist super spannend die Gedanken von Juniper mitzuverfolgen. Dadurch, dass wir nur ihre Sichtweise kennen, können wir die Ereignisse nur aus ihrer Perspektive bewerten und das lässt unglaublich viel Raum für Spekulationen und Vermutungen. Ich hätte sehr gerne Gedanken anderer Charaktere gehört. Aber irgendwie macht es das auch so unverwechselbar. Das wir eben nur die Sichtweise von Juniper und nur ihre Wahrheit kennen. Zweitweise habe ich sie bewundert, dass sie sich immer neue Lügenkonstrukte und Pläne ausgedacht hat, um aus der verzweifelten Situation herauszukommen. Ich dachte mir oft, wann bricht sie zusammen? Wann wird das Kartenhaus zerstört? Aber einmal in einem Meer aus Lügen gefangen, ist es immer schwieriger die Augen für die Wahrheit offen zu halten. Das Buch vereint einige gesellschaftliche Themen, es zeigt Kontroversen, die Macht des Internets, Rassismus, kulturelle Aneignung, die harte Branche der Verlagswelt und dem Streben nach Einzigartigkeit. Für mich wirklich ein herausragendes Werk, dass sehr zum Nachdenken anregt.
provokant und spannend zu lesen
“Yellowface” von Rebecca F. Kuang ist ein scharfsinniger, provokativer Roman, der sich mit kultureller Aneignung, Rassismus und den dunklen Seiten der Verlagsbranche auseinandersetzt. Die Geschichte dreht sich um die junge Autorin June Hayward, die nach dem Tod ihrer berühmten asiatisch-amerikanischen Kollegin Athena Liu deren Manuskript stiehlt und unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Kuang zeigt eindrucksvoll, wie Identitätspolitik und Macht im Literaturbetrieb aufeinanderprallen. Der Ton des Buches ist bissig, spannend und oft satirisch, doch einige Leser könnten den Fokus auf moralische Grauzonen als anstrengend empfinden. Insgesamt ist “Yellowface” eine fesselnde und mutige Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Wow!
Dieses Buch hat mich so sehr gefesselt. Ich fand es unglaublich faszinierend, wie unsympathisch Juniper war und wie wenig ich sie mochte. Wie sie sich und den Lesern immer wieder eingeredet hat, dass sie das Opfer der ganzen Situation ist und dass sie nichts falsch gemacht hat. Das Buch gibt einen sehr interessanten Einblick in die Buch- und Verlagswelt und was alles zum Veröffentlichen eines Buchs dazu gehört. Wenn man sich also dafür nicht interessiert, könnte es an manchen Stellen langatmig sein. Ich fand es aber die ganze Zeit spannend und faszinierend, wie die Protagonistin immer wieder versucht hat, sich aus dem Schlamassel zu winden und wie ihre Schuldgefühle sie langsam aber sicher haben wahnsinnig werden lassen. Die Autorin beschäftigt sich auch sehr intensiv mit den Themen Rassismus in der Verlagswelt sowie der heutigen Cancel-Culture, was ich auch sehr gelungen fand. Das Ende war wirklich sehr Thriller- bzw. fast schon Horror-mäßig und sehr packend. Zwar habe ich die finale Wendung kommen sehen, aber das ändert nichts an meiner Bewertung. Große Empfehlung für dieses radikale, gesellschaftskritische und durchweg spannende Buch mit einer Antiheldin wie sie im Buche steht 😉
Wunderbarer, präzisenr Schreibstil und eine bissige Erzählweise. Der Roman ist stark gesellschaftskritisch und setzt sich mit Themen wie kultureller Aneignung, Rassismus und dem Verlagswesen auseinander. Trotz der ernsten Inhalte bleibt das Buch durchgehend spannend. Intelligent und absolut lesenswert
Sehr guter Start, dann leider immer zäher, nur noch durch Wendungen, die zunehmend absurd werden, vorangetrieben. Sehr gute Darstellung von Literaturbetrieb und vor allem den Dynamiken auf Social Media, schaut einfach mal bei Threads rein. Allerdings ist das relativ schnell das Hauptthema, wodurch sich alles ein bisschen im Kreis dreht.
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten "ganz normaler" weißer Mädchen, so sieht es June zumindest. Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs. June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will. War ganz gut aber auch nicht so gut wie erhofft nach den ganzen guten Bewertungen die ich hier gelesen hatte.

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits hat die Autorin eine Vielzahl von spannenden und aktuellen Themen in ihre Geschichte gepackt, wie z.B. kulturelle Aneignung, Hate Speech auf Social Media, Cancel Culture oder Rassismus; immer im Mikrokosmos der Literaturszene und des Verlagswesens. Auf der anderen Seite bin ich mit der Protagonistin Juniper nicht wirklich warm geworden, weil sie mir mitunter zu oberflächlich und skrupellos rüberkam - daran konnte auch der kurzweilige und - besonders zum Ende hin - spannende Erzählstil nichts ändern. Unterm Strich reicht es für mich daher nur für ein "geht so".
Ein Paradebeispiel für eigenes Handeln, daraus resultierende Konsequenzen und zur Verantwortung gezogen werden❤️🔥! Hörbuch🎧!
Wow😍! "Yellowface", von Rebecca F. Kuang geschrieben und von Milena Karas gelesen... war ein richtig gutes und spannendes Hörbuch🥰. Leseempfehlung für das Buch und Hörbuch nehme ich schon Mal, hier oben, vorweg.😄 Es geht um Athena und June die beide befreundete Autor/- innen sind und sich aus Collegezeiten kennen. Athena ist sehr erfolgreich mit ihren Büchern und schreibt einen Bestseller nach dem anderen, während June eher nicht in ihrer Schriftsteller/-innenkarriere voran kommt. An einem Abend passiert ein Unfall und Athena stirbt. June beschließt, das unfertige Manuskript von Athena in ihrer Tasche mitgehen zu lassen und es prompt als ihr Eigenes zu veröffentlichen. Somit nimmt diese "schön geschriebene" (ironisch gemeint😉) Lüge mit Allem was dazugehört ihren Lauf. Ich fand es gut, nebenbei hinter den Kulissen blicken zu können, was das Verlagswesen betrifft und die Arbeit der Autor/-innen zu begleiten, von der Entstehung eines Buches, bis hin zum Verkauf🤗. Eine harte und schnelllebige Branche. In diesem Buch hat man echt Alles dabei❤️🔥. Anfänglicher Thriller, Plagiat, Intrigen, moralisches Denken, bis hinzu ansätzlichen Psychospielen und Paranoia und nicht zu vergessen, um das Gewissen zu beruhigen🥰😄... Oft genug sollte man sich Dinge schön reden. Es bringt einen nämlich dazu sich nicht zu reflektieren, sich keiner Schuld bewusst zu sein und achja, bevor ich es vergesse... redet man sich eine Lüge immer wieder ein, so verkauft es sich irgendwann besser als Wahrheit, weil sich der Glaubenssatz gebildet hat🤦🏻♀️😂. Also, die Hauptprotagonistin hat zwar Gedankengänge, in denen ihr Gewissen anpingt, aber der Neid, ihr Konkurrenz-Denken, das Trachten nach Erfolg und dem Geld, der mir irgendwann wie eine Sucht vorkam (bzgl. Social Media etc.) waren für sie größer und ließen auf mich diese Frau als sehr anstrengend erscheinen. Da ist es egal, was sie erlebte in ihrem Leben usw. Sie hat die Dinge durch den Tod ihrer Freundin so gut mit sich verknüpft, das sie sich ihrer Selbst so sicher war...😂!? Die Wahrheit kommt immer ans Licht und zwar mit Allem was dazugehört❤️🔥!
Irgendwie brillant
Am Anfang hab ich echt lange gebraucht, um reinzukommen, aber ab der Mitte konnte ich es kaum noch weglegen (als Hörbuch). Die Ich-Perspektive ist super spannend, weil man der Hauptfigur dabei zuschaut, wie sie sich immer tiefer in Lügen und Selbstmitleid verstrickt und irgendwie fiebert man trotzdem mit, obwohl sie echt alles andere als sympathisch ist. Man entwickelt teilweise echt Aggressionen gegen sie🫠 Die Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung und die Buchwelt werden richtig gut aufgegriffen. Ich wollte die ganze Zeit, dass endlich alles auffliegt. Das Ende fand ich richtig gelungen, auch wenn die Hauptfigur bis zum Schluss in ihrer eigenen Welt bleibt. Ein echt besonderes Buch!
D̶a̶ f̶e̶h̶l̶e̶n̶ e̶i̶n̶e̶m̶ d̶i̶e̶ W̶o̶r̶t̶e̶🤐...
🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 𝑍𝑢𝑚𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝑔𝑒ℎ𝑡 𝑒𝑠 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝐻𝑎𝑦𝑤𝑎𝑟𝑑 𝑠𝑜...𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑑𝑖𝑒 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡𝑠 𝑙𝑖𝑒𝑏𝑒𝑟 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑚𝑜̈𝑐ℎ𝑡𝑒, 𝑎𝑙𝑠 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑒𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑢𝑛𝑑 𝑏𝑒𝑟𝑢̈ℎ𝑚𝑡𝑒 𝐴𝑢𝑡𝑜𝑟𝑖𝑛 📠 𝑚𝑢𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑟 𝑑𝑎𝑚𝑖𝑡 𝑧𝑢𝑓𝑟𝑖𝑒𝑑𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑏𝑒𝑛, 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑒ℎ𝑒𝑚𝑎𝑙𝑖𝑔𝑒𝑛 𝐶𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑𝑖𝑛/𝐾𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑖𝑛 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝐿𝑖𝑢 𝑏𝑒𝑖 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑚 𝐸𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔 𝑧𝑢 𝑧𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑢𝑒𝑛. 𝐴𝑙𝑠 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑇𝑎𝑔𝑒𝑠 𝑒𝑖𝑛 𝑈𝑛𝑓𝑎𝑙𝑙 𝑒𝑟𝑒𝑖𝑔𝑛𝑒𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝑑𝑎𝑟𝑎𝑢𝑓ℎ𝑖𝑛 𝑠𝑡𝑖𝑟𝑏𝑡, 𝑠𝑡𝑖𝑒𝑙𝑡 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑖ℎ𝑟 𝑖ℎ𝑟 𝑙𝑒𝑡𝑧𝑡𝑒𝑠 𝑃𝑟𝑜𝑗𝑒𝑘𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑔𝑖𝑏𝑡 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑎𝑙𝑠 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑠 𝑎𝑢𝑠. 😱 𝑊𝑎𝑠 𝑑𝑎𝑛𝑛 𝑝𝑎𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑧𝑢 𝑣𝑒𝑟𝑔𝑙𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑙𝑜𝑠 𝑡𝑟𝑒𝑡𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝐿𝑎𝑣𝑖𝑛𝑒 ☄️𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑠𝑠𝑒𝑛 𝐾𝑜𝑛𝑠𝑒𝑞𝑢𝑒𝑛𝑧𝑒𝑛 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑔𝑒𝑟𝑒𝑐ℎ𝑛𝑒𝑡 ℎ𝑎𝑡, 𝑎𝑏𝑒𝑟 𝑎𝑏 𝑑𝑎 𝑎𝑛 𝑘𝑙𝑎𝑟 𝑘𝑜𝑚𝑚𝑒𝑛 𝑚𝑢𝑠𝑠.....𝑢𝑛𝑑 ℎ𝑜𝑙𝑙𝑎 𝑑𝑖𝑒 𝑊𝑎𝑙𝑑𝑓𝑒𝑒, 𝑑𝑎 𝑡𝑟𝑖𝑡𝑡 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒𝑠 𝑙𝑜𝑠. 𝐼𝑚 𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒 ℎ𝑜̈𝑐ℎ𝑠𝑡 𝒃𝒓𝒊𝒔𝒂𝒏𝒕𝒆 💣 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑒𝑛 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑛𝑑𝑒𝑙𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑑𝑎𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ 𝑘𝑜𝑛𝑠𝑡𝑎𝑛𝑡 𝑎𝑢𝑓 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑚 𝑠𝑒ℎ𝑟 ℎ𝑜ℎ𝑒𝑚 𝑆𝑝𝑎𝑛𝑛𝑢𝑛𝑔𝑠𝑙𝑒𝑣𝑒𝑙 ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛 😵💫👌 🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 Von mir eine klare Leseempfehlung🧐✅

💛👀 "Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt." 👀💛 [🎧 | Einzelband?]
Nach "Babel" war ich etwas skeptisch von dem Buch aber es war wirklich sehr spannend! Und hat uns einen kleinen Einblick in die Verlagswelt gegeben 🥰 In dem Buch geht es um die zwei Autorinnen Athena Liu und June Hayward, welche unterschiedlicher Herkunft sind. Athena ist bereits eine angesehene Autorin, wovon June nur träumen kann... Als Athena auf tragische Weise ums Leben kommt und June nicht weiß, was sie tun soll, steckt sie das unveröffentlichte Manuskript "Die letzte Front" ihrer Autorinnenfreundin ein und überarbeitet es. Wenig später veröffentlicht June das Buch unter dem Pseudonym "Juniper Song". Es wird schnell zu einem Erfolg... doch dieser währt nicht ewig... 👀💛📃 Die Geschichte, welche R. F. Kuang geschaffen hat, lässt einen wirklich mitfiebern und entführt in die tolle aber auch harte Welt des Verlangswesens 🥰 Der Schreibstil ist so authentisch und echt - einfach unglaublich klasse! 😍💛 Ich persönlich habe viel mit June mitgefiebert und war immerzu gespannt, wie es mit ihr weitergeht - sehr spannend! 👀 Das Einzige, was ich etwas "schade" fand, war, dass die Story relativ schnell Fahrt aufgenommen hat und so zügig die "Machenschaften" von June raus gekommen sind. Ich hätte mir gewünscht, dass es etwas länger andauern würde, aber sonst war das Buch so unglaublich toll gewesen! 🙈😍 Das Ende empfand ich als recht offen... Ich hoffe deswegen sehr auf einen zweiten Teil! 😍 Ich kann das Buch wirklich allen Leser*innen empfehlen, welche einen Einblick in die Verlagswelt bekommen wollen und das in Verbindung mit einer spannenden Geschichte zweier Autorinnen! 😍🥰👀💛📃 ❓ Wisst ihr zufälligerweise ob es einen zweiten Teil geben wird? 👀
![💛👀 "Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt." 👀💛
[🎧 | Einzelband?]](https://social-cdn.read-o.com/images/1715802403576-41.jpg)
Ein Leben in Lügen
Bitterböse und ohne jegliche Zurückhaltung- so wagt sich Rebecca F. Kuang an das Herzstück der Industrie der Geschichtenerzähler- das Verlagswesen. Es ist uns wohl allen bewusst, dass diese Industrie auch Schattenseiten hat, doch Yellowface drückt uns mit der Nase direkt drauf. Egal ob es Rassismus, Sexismus oder Ausbeutung ist: die Buchbranche hat es, genau wie die ewige Diskussion darum, wo kreative Freiheit aufhört und kulturelle Aneignung anfängt. Durch die Augen von June Hayward sehen wir das beste und das schlimmste auf einmal: in der Gesellschaft und auch in ihr persönlich. Sie ist ein wandelnder, manipulativer Widerspruch voller Neid und Gier, aber trotzdem kein Monster, sie dreht sich die Welt nur so, wie sie ihr gefällt. Yellowface ist spannend und irre, manchmal abstoßend, manchmal nachdenklich und ein Kampf mit der Protagonistin. Aber das ist okay, denn wer Juniper Song Hayward sympathisch findet, hat etwas falsch gemacht.

Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über kulturelle Aneignung, die Literaturbranche und Identität
R. F. Kuang liefert mit „Yellowface“ einen fesselnden, scharfzüngigen und hochaktuellen Roman, der die Buchbranche, kulturelle Aneignung, Rassismus und moralische Grauzonen auf brillante Weise behandelt. Die Geschichte um June, die das Manuskript ihrer verstorbenen asiatisch-amerikanischen Freundin klaut und als ihr eigenes ausgibt entfaltet sich voller Spannung, schwarzem Humor und gesellschaftlicher Relevanz. „Yellowface“ ist ein intelligentes und tiefgründiges Werk, das lange nachhallt. Absolut lesenswert.
Was für ein Tempo, was für eine Intensität! 💛
Athena und June, Freundinnen und Autorinnen. Beide sind jung, beide haben ihren Debütroman veröffentlicht - eine ist erfolgreich, die andere nicht. Als die eine bei einem tragischen Unfall stirbt, ist die andere dabei. Und plötzlich ist sie da, die Gelegenheit. Die Chance, in die Haut der anderen zu schlüpfen, ebenso erfolgreich und beneidenswert zu werden. Aus der Gelegenheit wird die Wirklichkeit - doch um welchen Preis? 💛 Es gleicht der Kraft eines Strudels, den Gedanken und Handlungen von June zu folgen. Ständig werde ich umher gewirbelt, wenn sich die Ereignisse überschlagen und trotzdem kann ich mich aus dem Sog der Worte nicht befreien. Und nie war ich ganz sicher, ob June die Wahrheit sagt oder ob sie die Realität zurecht biegt, um alles besser ertragen zu können, was nach Athena’s Tod geschieht. Rebecca F. Kuang schreibt fesselnd und faszinierend von einer Geschichte, die eigentlich vollkommen absurd erscheint. Denn natürlich könnte man keinesfalls diejenige sein, die sich in Lügen verstrickt und plötzlich in einer Parallelwelt aufwacht. Könnte man wirklich nicht? Es ist beängstigend, wie schnell aus einer unüberlegten Handlung, die im Schock und ohne reifliche Überlegung geschieht, eine ganze Lawine losgetreten wird. Ständig werden neue Entscheidungen von June verlangt, doch hat sie überhaupt eine Wahl? Sie ist eine Lügnerin und stiehlt nicht nur ein Lebenswerk, sondern gleich eine ganze Identität. Und trotzdem wünsche ich ihr manchmal, dass sie damit durchkommt. Doch in der nächsten Minute finde ich ihr Verhalten einfach nur abstoßend. Dass es der Autorin gelingt, June‘s Zerrissenheit auch auf mich als Leserin zu spiegeln, gefällt mir unglaublich gut. Ich habe „Yellowface“ super gern gelesen, habe mich von der kraftvollen Handlung fesseln lassen, habe viel gelernt über die Welt der Autor:innen und der Verlage und habe gestaunt über die Macht der sozialen Medien. Denn obwohl wir heute alle wissen, was ein Shitstorm ist, können wir die echte Gewalt, die davon ausgeht, wahrscheinlich nur erahnen. Ob der Hype um dieses Buch gerechtfertigt ist, solltest du selbst herausfinden. Ich war sehr überzeugt von der Geschwindigkeit und der Intensität von „Yellowface“ und von der skurrilen Idee, die diesem Roman zugrunde liegt. Ein halbes Pünktchen ziehe ich ab, weil ich mir eventuell einen noch stärkeren Paukenschlag als Ende gewünscht hätte. Ansonsten bin ich rundum happy und habe jede Zeile genossen. 💛

June erlebt den Moment, als Athena stirbt- und sie schnappt sich spontan ihr fertiges Manuskript. Sie feilt noch etwas an dem Manuskript herum und es wird ein richtiger Erfolg. June wird so erfolgreich, wie Athena es war. Sie erlebt alles jetzt aus der Sicht des Erfolges - auch die Hater in den sozialen Medien, den Druck für den nächsten Roman, das Misstrauen in der Lese- Verlags- Community und deren Räderwerk, welches aus allem Geld herausschöpfen will, die Diskussionen ob es eine bestimmte Hautfarbe braucht, um bestimmte Inhalte zu erzählen….etc. Die ganze Zeit sind wir im Kopf von June - was ich als sehr anstrengend empfunden habe. Die Rechtfertigung ihres schlechten Gewissens , die negativen, neidischen Gedanken bei den Erfolgen anderer, die krankhafte Abhängigkeit von der Beurteilung der Medialen Welt. Teilweise fand ich den Roman sehr gut und interessant. Doch June ist soooo anstrengend +unsympathisch . Der Rest war interessant!
„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Das Buch hat mir gut gefallen, gibt Einblicke in das Verlagswesen und was alles mit dazugehört. Ich konnte Juniperus verhalten schon nachvollziehen, aber manchmal habe ich mich echt über sie geärgert. Ob das Buch den Hype wert ist, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

Anders als erwartet
Also dieses Buch.... was soll ich sagen? eine Achterbahn der Gefühle. Juniper war mir, glaube ich, von Beginn an eine der unsympathischsten Protagonistinnen jemals. ich bin mir sicher, dass das genau die Intention der Autorin war. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und so detailliert durchdacht. Sie wirft einen Blick auf das Leben einer Rassistin, die rassismustypische Aussagen trifft und sich selbst nicht hinterfragt und keinerlei Selbstreflexion besitzt. Es geht hier vor allem um Rassismus gegen Asiaten, speziell um Menschen chinesischer Herkunft. Die Geschichte folgt einem roten Faden und lässt sich flüssig und verständlich lesen. Ich hatte, wegen den vielen positiven Bewertungen zu diesem Buch, sehr hohe Erwartungen. Das Buch konnte auch mich fur sich gewinnen. ich mochte sie. ich hatte während des gesamten Buches eine ansteigende Abneigung gegen Juniper. das Ende war allerdings nicht 100%ig nach meinem Geschmack - dennoch lesenswert!
Jahreshighlight
In Yellowface geht es um die Autorin June, deren Debütroman gefloppt ist. Sie führt eine sehr oberflächige Freundschaft mit Athena, deren Debüt wiederum sehr gut ankam. An den Abend, wo die beiden Athenas Netflix Vertrag feiern wollten, stirbt Athena vor Junes Augen. Die eifersüchtige June nutzt die Gelegenheit und stielt die Rohfassung eines Manuskripts, das Athena ihr kurz vorher gezeigt hat. Sie überarbeitet es und gibt es letztendlich als ihr eigenes aus. Zunächst prasselt ein voller Erfolg auf June ein. Nach kurzer Zeit kommen allerdings die ersten kritischen Stimmen, die Verdacht gegen, dass June das Manuskript von Athena gestohlen hat. Yellowface setzt sich mit einigen Themen, wie Rassismus, auseinander. Gleichzeitig kriegt man auch interessante Einblicke in das Leben als Autor. Auch auf Psychologischer Ebene fand ich das Buch einfach fantastisch. Man empfindet die verschiedensten Gefühle gegenüber June. Mitgefühl, Wut, Fassungslosigkeit etc.. Der beeindruckende Schreibstil passt perfekt zur Geschichte. An passenden Stellen wird das Tempo angetrieben, an anderen wird es etwas gestoppt. Vor dem Lesen dachte ich, dass es sehr anspruchsvoll ist und ich lange brauchen würde. Ich war nach drei anhalb Tagen fertig, was für mich schon sehr schnell ist. Wer ein mitreißendes Buch sucht kommt hier auf seine Kosten. Meiner Meinung nach ist Yellowface ein beeindruckendes Jahreshighlight und ich werde demnächst sicherlich auch Babel lesen. Empfehlen kann ich es einfach allen.
Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

Die hässliche Seite der Buchbranche..📒
Zum Inhalt: June Hayward und Athena Liu könnten nicht unterschiedlicher sein. Einzig und allein das Schreiben verbindet sie. Athena ist mit ihren jungen Jahren als chinesisch-amerikanische Autorin sehr gefragt und wird gefeiert. Sie steht immer im Rampenlicht und alles was sie anfasst, scheint zu Gold zu werden. June dagegen scheint als weiße und langweilig ‚normale‘ Frau keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denkt sie zumindest. Ihre Bücher werden nicht verlegt und sie wartet unentwegt auf ihren großen Durchbruch, doch sie scheint nur in dem Schatten ihrer Kontrahentin zu stehen. Doch gleich am Anfang des Romans muss June miterleben, wie Athena stirbt. Im Affekt und direkt nach deren Tod, stiehlt June ein unveröffentlichtes Manuskript von ihr, welches sich mit Leben der chinesischen Arbeiter im 1. Weltkrieg befasst. June überarbeitet das Manuskript und reicht es ein. Alle sind hellauf begeistert und es wird unter ihrem Künstlernamen Juniper Song veröffentlicht. Das Buch schlägt Rekorde und plötzlich sind ihre Träume zum Greifen nah.. Doch kann sie diese Umstände auf Dauer verheimlichen? Vorweg: Das Buch ist fantastisch! Mit June wurde eine Protagonistin erschaffen, die man eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann. Ebenso ist es bei Athena. Beide sind von Egoismus geprägt und es ist schier kein moralischer Kompass vorhanden. Athena war zu Lebzeiten von sich eingenommen, arrogant und benutzte die Erfahrungen anderer, um zu brillieren, wobei sie es für ihre eigenen Ideen ausgab. June ist ebenfalls egozentrisch und sieht nicht ein, dass ihr Diebstahl falsch war. Ihrer Meinung nach hat sie Athena einen Gefallen getan, da das Manuskript nicht ausgereift und gut genug war. Sie könne genau so gut die chinesische Geschichte aufarbeiten und erzählen. Sie baut sich ein riesen Netz aus Lügen auf und das Ganze scheint am Anfang gut zu funktionieren, doch nach und nach bricht das Lügenkonstrukt zusammen.. Obwohl sie so skrupellos ist, fiebert man ständig mit ihr mit. Ständig kommt die Frage auf: „Schafft sie es wirklich oder wann kommt es raus?“. Sie biegt die Wahrheit so lange, dass es dann wirklich verständlich und korrekt wirkt. Der Roman bietet auch einen guten Einblick in die Verlagswelt. Was zum Beispiel Social Media mit Autoren macht und dass manchmal nicht das Werk im Vordergrund steht, sondern eher das Aussehen und die Herkunft der Autor*innen. Viele Bücher werden nur noch danach ausgesucht, was gerade der Trend ist und sich gut verkaufen lässt. Das ist natürlich verkaufstechnisch klug, aber es führt auch schnell zu einer Übersättigung. Das Buch behandelt zudem das Thema Rassismus. Vorrangig wird ja June als ‚weiße Rassistin’ behandelt, weil sie über die chinesischen Arbeiter schreibt und die Leser das nicht erfreut, da sie aufgrund ihrer Abstammung kein Recht dazu habe. Es gibt viele moralische Fragen und während des Lesens hinterfragt man so einiges. Aber genau das zeichnet ein gutes Buch aus. Außerdem sieht man mal wieder, wie grausam Menschen untereinander sind. Wie dieser anonyme Umhang des Internets die Leute dazu animiert, Morddrohungen und die fiesesten Kommentare zu verschicken. Ich finde das Buch sehr gut und würde es auch jedem empfehlen!

Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über die Literaturbranche
Wie schmerzhaft ehrlich will ein Buch sein? Die Antwort von R.F. Kuang ist: Yellowface. Eigentlich nicht mein Genre, aber dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Moralische Grauzonen, Rassismus, toxische und ausnutzende Beziehungen sowie der absolute Brennpunkt: Social Media, sind nur ein paar der bedeutsamen und wichtigen Themen, die angesprochen werden und zum nachdenken anregen. Kuang hat dieser Literaturwelt überdeutlich einen Mittelfinger mit ihrem Buch gezeigt und hat dabei eine absolut unangenehme und unsympathische Protagonist geschaffen. Gott ich habe noch nie eine Protagonistin so sehr gehasst und es so sehr geliebt. June ist der absolute Inbegriff, aus meiner Sicht, eines schlechten Menschens. Einfach alles um June herum war ein selbstverschuldeter toxischer Kreis. Um es kurz zu fassen: Yellowface von R.F. Kuang ist ein mitreißender und vielschichtiger Roman, den sich jeder mal zu Herzen nehmen sollte. Ein Diamant in der Literatur, um mal bisschen theatralisch zu sein.

Buchinformationen
Beiträge
June, eine wenig erfolgreiche Schriftstellerin, gibt das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin, einer chinesischstämmigen Bestsellerautorin, als ihr eigenes aus. "Ach nö, nicht schon wieder eine Geschichte um ein gestohlenes Manuskript", war mein erster Gedanke. Dann ist hier aber doch vieles anders. Zunächst überarbeitet June den Text sehr stark, sodass gar nicht mehr eindeutig ist, wessen Werk es nun wirklich ist. Dann ist "Yellowface" vor allem aber auch eine witzige Satire auf das Verlagswesen, alltäglichen Rassismus sowie Social Media und zwischendurch auch ziemlich spannend. Gut gefallen hat mir auch, dass der Roman aus Junes Perspektive erzählt wird, June aber wirklich unsympathisch ist. Auch das ist mal ein schöner Ansatz, wie ich finde.
Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, aber leider ist es hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Der Schreibstil ist super und es werden sehr wichtige Themen wie Rassismus und auch cybermobbing angesprochen. Aber die Geschichte plätschert vor sich hin. Die Spannung bleibt dabei leider auf der Strecke und die Protagonistin ist mehr als unsympathisch.
Ein beeindruckender Roman, der in meiner Wahrnehmung noch nachhallen wird. Rebecca F. Kuang schafft es, eine Geschichte mit so vielen Höhen und Tiefen auf diesen Seiten zu verfassen, wie ich es lange nicht mehr zu lesen bekommen habe. Sie schafft es, eine unbändige Gier nach Aufmerksamkeit, gepaart mit der anschaulichen Leere beim Ausbleiben dieser, in Einklang einer höchst spannenden Hauptgeschichte zu bringen. Die Hauptprotagonistin Juniper wird durch zunehmenden Erfolg, der nur in Teilen durch sie fabriziert ist, immer paranoider in der Angst vor der eigenen Vergangenheit. Dabei ist ihr Umfeld so eindrucksvoll beschrieben, dass man nie den Überblick über die einzelnen Nebendarsteller:innen verlieren kann. Chapeau. Die politisch angehauchte Frage, die in der ersten Hälfte des Romans transportiert wird, ist höchst spannend. Es wird eine Diskussion mit unterschiedlichen Standpunkten ausgetragen, wer das Recht hat, eine Geschichte wiederzugeben, in künstlerischer oder aufklärerischer Form. Ob man einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe angehören muss, um darüber berichten zu dürfen. Dass hier von einer PoC eine weiße Protagonistin gewählt wird, führt diese Diskussion im Gesamtkonzept des Buches ad absurdum. Eine Frage, die dieses Buch nicht abschließend geklärt hat und vermutlich auch nie vollends geklärt werden wird. Hierfür sind Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zurecht zu individuell um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Besonders beeindruckend finde ich eine unterschwellige Kritik an den sozialen Medien, die durchaus deutlicher benannt werden könnte, auch wenn in so ziemlich jedem zweiten Kapitel die Wesensveränderung von Juniper beschrieben wird, welche sie durch lesen von Beiträgen auf Goodreads, Twitter, Facebook etc. durchlebt. In diesem Fall konnte ich gute Rückschlüsse und auch Parallelen zu meiner eigenen Person gewinnen, welche die Story und Gefühlslagen noch greifbarer gemacht haben. Absolut getroffen hat mich ein Zitat, welches nur am Rande einer Vergangenheitserzählung der Protagonistin stattfand: „Nicht jede Frau hat eine Vergewaltigungsgeschichte. Aber fast jede Frau hat eine „Ich weiß nicht genau, es hat mir nicht gefallen, aber ich kann es nicht wirklich Vergewaltigung nennen“-Geschichte“ (Seite 245) Die Endzüge der Geschichte waren sehr durchdacht, für meinen Geschmack jedoch etwas zu standard-dramatisch, sodass man sie schon mehrfach in abgewandelter Form in klassischen Krimis zu lesen bekommen hat. Insgesamt bleibt es jedoch ein lesenswertes Werk, denn der Aufbau bis zum letzten Kapitel ist mehr als eindrucksvoll.
🔏💛 𝐘𝐄𝐋𝐋𝐎𝐖𝐅𝐀𝐂𝐄 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧: 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Teilweise habe ich die Sätze als etwas verschachtelt empfunden, wodurch ich sie zwei- oder dreimal lesen musste, um ihren Inhalt nachvollziehen zu können. Insgesamt war der Schreibstil dynamisch und durch die etwas ›größere‹ Schrift ließ sich der Roman bis auf einige Ausnahmen leicht und flüssig lesen. 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐥𝐮𝐧𝐠: In diesem Buch erfährt man als LeserIn sehr viel über die Verlagswelt sowie über die Hürden und Hindernisse im AutorInnen-Leben. Diese Sichtweise fand ich total spannend und ich konnte einiges an neuem Wissen mitnehmen. Erst ganz zum Schluss wird die zentrale Frage des Romans gelöst und zugleich ein offenes Ende mit Interpretationsspielraum geschaffen - ganz toll! 👍🏻 Grundsätzlich habe ich das Buch als ehrlich, realistisch, aber auch erschütternd empfunden. 𝐏𝐫𝐨𝐭𝐚𝐠𝐨𝐧𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧: Juniper steht im Hauptfokus der Handlung und durch die Schreibweise der ersten Person konnte man stets gut ihre Gedankengänge sowie Gefühle nachvollziehen. Insbesondere Junipers moralische Einstellung hinsichtlich des Umgangs mit dem noch unveröffentlichten Manuskript ihrer Freundin sind dadurch gut zutage getreten. 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Ein dynamisches Buch, das mit der richtigen Prise an Spannung versehen ist, sodass ich bis zum Ende mitgefiebert habe, ob Junipers ›Betrug‹ aufgedeckt wird. Stellenweise waren manche Sätze etwas zu verschachtelt, doch ich konnte viel Wissen über die Verlagsbranche und das AutorInnen-Dasein sammeln. 👀💛 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠: 4 / 5 ★ 𝐊𝐚𝐭𝐞𝐠𝐨𝐫𝐢𝐞: Leseempfehlung 𝐄𝐦𝐨𝐣𝐢-𝐀̈𝐬𝐭𝐡𝐞𝐭𝐢𝐤: 📖👀📃🔏💛 𝐒𝐩𝐢𝐜𝐞-𝐋𝐞𝐯𝐞𝐥: 0 / 5 🌶️ 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐥𝐢𝐧𝐠𝐬𝐳𝐢𝐭𝐚𝐭(𝐞): / 𝐈𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐁𝐮𝐜𝐡: 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧: Rebecca F. Kuang・@kuangrf 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: Eichborn・@eichbornverlag 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐚𝐧𝐳𝐚𝐡𝐥: 381 𝐄𝐫𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐝𝐚𝐭𝐮𝐦: 29.02.2024 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐓𝐫𝐨𝐩𝐞𝐬: Moderner Roman, Erwachsenenliteratur & Belletristik 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐛𝐚𝐧𝐝 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐢𝐡𝐞: Einzelband 𝐎𝐫𝐢𝐠𝐢𝐧𝐚𝐥𝐬𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞: Englisch

⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne
June und Athena sind zwei junge Autorinnen, die jedoch unterschiedliche Positionen in der Buchbranche einnehmen. Während Athena bereits Erfolge feiert, ist Junes Debütroman gefloppt. June ist daher sehr neidisch und strebt nach dem, was Athena erreicht hat. Als Athena June in ihrer Wohnung ihr neuestes Manuskript zeigt, von dem noch niemand etwas weiß, wollen die beiden feiern. Doch Athena erleidet einen Unfall und stirbt. Während June auf den Krankenwagen wartet, landet das Manuskript auf wundersame Weise in ihrer Tasche... Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen. Unsere Protagonistin June ist alles andere als sympathisch. Sie stiehlt Athenas Manuskript und sieht sich gezwungen, das Potenzial dieses Meisterwerks auszuschöpfen und es unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Dabei ahnt sie nicht, welche Steine sie ins Rollen bringen wird. Obwohl ich sie nicht wirklich mochte, habe ich teilweise ein Verständnis für sie entwickelt und konnte auch mit ihr mitfühlen. Das ist bei Charakteren, die ich eigentlich nicht mag, sehr selten! June rechtfertigt ihr Handeln, als wäre es völlig in Ordnung und als würde sie überhaupt nichts falsch machen, was mich zum Nachdenken über moralische Grenzen angeregt hat. Der Schreibstil der Autorin war wunderbar lesbar und die Geschichte überraschend spannend. Wichtige Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, Ethik, Plagiate und soziale Medien werden sorgfältig behandelt. Ich habe beim Lesen außerdem viel über die Buchbranche gelernt, z. B. hatte ich bisher nichts von Sensitivity Readern gehört. Obwohl ich mit dem Ende gerechnet hatte, hat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Der mittlere Teil war meiner Meinung nach nicht ganz so spannend, dennoch ist es ein sehr starkes Werk! „Yellowface“ war mein erstes Buch von Rebecca F. Kuang und was soll ich sagen, ich muss dringend bald zu „Babel“ greifen! 🤭

Gutes Buch, aber zu viel Hype.
Yelloface hat einige interessante Aspekte. Die Protagonistin ist absichtlich unsympathisch dargestellt, was tatsächlich gut gelungen ist. Es ist spannend, wie hier das wichtige Thema der kulturellen Aneignung behandelt und dabei auch Einblicke in den Literaturbetrieb gibt. Allerdings hat mir etwas gefehlt, was ich leider nicht genau benennen kann. Ab der Hälfte des Buches hat die Geschichte für mich an Fahrt verloren und es passiert nicht viel Neues, was es ein wenig langatmig macht. Insgesamt gute Ansätze, aber für mich nicht weltverändernd.
5 🌟- Jahreshighlight! Habe es zum Teil als Hörbuch gehört - kann ich nur empfehlen.
Diese Geschichte wird noch lange nachhallen und hat mich Vieles fühlen lassen. Juniper ist keine sympathische Protagonistin. Sie gesteht sich ihre Fehler zunächst ein, verdreht die Wahrheit, um sich ihr Verhalten schön zureden und schließlich begeht sie in ihrem Größenwahn neue Fehler. Ich hatte zwischendurch etwas, wie Mitleid, mit ihr. Dann habe ich sie wieder gehasst, wollte sie schütteln und sie aus ihrer verzerrten Wahrnehmung aufwecken. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es liest sich ein bisschen wie Tagebucheinträge. Es ist super spannend die Gedanken von Juniper mitzuverfolgen. Dadurch, dass wir nur ihre Sichtweise kennen, können wir die Ereignisse nur aus ihrer Perspektive bewerten und das lässt unglaublich viel Raum für Spekulationen und Vermutungen. Ich hätte sehr gerne Gedanken anderer Charaktere gehört. Aber irgendwie macht es das auch so unverwechselbar. Das wir eben nur die Sichtweise von Juniper und nur ihre Wahrheit kennen. Zweitweise habe ich sie bewundert, dass sie sich immer neue Lügenkonstrukte und Pläne ausgedacht hat, um aus der verzweifelten Situation herauszukommen. Ich dachte mir oft, wann bricht sie zusammen? Wann wird das Kartenhaus zerstört? Aber einmal in einem Meer aus Lügen gefangen, ist es immer schwieriger die Augen für die Wahrheit offen zu halten. Das Buch vereint einige gesellschaftliche Themen, es zeigt Kontroversen, die Macht des Internets, Rassismus, kulturelle Aneignung, die harte Branche der Verlagswelt und dem Streben nach Einzigartigkeit. Für mich wirklich ein herausragendes Werk, dass sehr zum Nachdenken anregt.
provokant und spannend zu lesen
“Yellowface” von Rebecca F. Kuang ist ein scharfsinniger, provokativer Roman, der sich mit kultureller Aneignung, Rassismus und den dunklen Seiten der Verlagsbranche auseinandersetzt. Die Geschichte dreht sich um die junge Autorin June Hayward, die nach dem Tod ihrer berühmten asiatisch-amerikanischen Kollegin Athena Liu deren Manuskript stiehlt und unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Kuang zeigt eindrucksvoll, wie Identitätspolitik und Macht im Literaturbetrieb aufeinanderprallen. Der Ton des Buches ist bissig, spannend und oft satirisch, doch einige Leser könnten den Fokus auf moralische Grauzonen als anstrengend empfinden. Insgesamt ist “Yellowface” eine fesselnde und mutige Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Wow!
Dieses Buch hat mich so sehr gefesselt. Ich fand es unglaublich faszinierend, wie unsympathisch Juniper war und wie wenig ich sie mochte. Wie sie sich und den Lesern immer wieder eingeredet hat, dass sie das Opfer der ganzen Situation ist und dass sie nichts falsch gemacht hat. Das Buch gibt einen sehr interessanten Einblick in die Buch- und Verlagswelt und was alles zum Veröffentlichen eines Buchs dazu gehört. Wenn man sich also dafür nicht interessiert, könnte es an manchen Stellen langatmig sein. Ich fand es aber die ganze Zeit spannend und faszinierend, wie die Protagonistin immer wieder versucht hat, sich aus dem Schlamassel zu winden und wie ihre Schuldgefühle sie langsam aber sicher haben wahnsinnig werden lassen. Die Autorin beschäftigt sich auch sehr intensiv mit den Themen Rassismus in der Verlagswelt sowie der heutigen Cancel-Culture, was ich auch sehr gelungen fand. Das Ende war wirklich sehr Thriller- bzw. fast schon Horror-mäßig und sehr packend. Zwar habe ich die finale Wendung kommen sehen, aber das ändert nichts an meiner Bewertung. Große Empfehlung für dieses radikale, gesellschaftskritische und durchweg spannende Buch mit einer Antiheldin wie sie im Buche steht 😉
Wunderbarer, präzisenr Schreibstil und eine bissige Erzählweise. Der Roman ist stark gesellschaftskritisch und setzt sich mit Themen wie kultureller Aneignung, Rassismus und dem Verlagswesen auseinander. Trotz der ernsten Inhalte bleibt das Buch durchgehend spannend. Intelligent und absolut lesenswert
Sehr guter Start, dann leider immer zäher, nur noch durch Wendungen, die zunehmend absurd werden, vorangetrieben. Sehr gute Darstellung von Literaturbetrieb und vor allem den Dynamiken auf Social Media, schaut einfach mal bei Threads rein. Allerdings ist das relativ schnell das Hauptthema, wodurch sich alles ein bisschen im Kreis dreht.
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten "ganz normaler" weißer Mädchen, so sieht es June zumindest. Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs. June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will. War ganz gut aber auch nicht so gut wie erhofft nach den ganzen guten Bewertungen die ich hier gelesen hatte.

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits hat die Autorin eine Vielzahl von spannenden und aktuellen Themen in ihre Geschichte gepackt, wie z.B. kulturelle Aneignung, Hate Speech auf Social Media, Cancel Culture oder Rassismus; immer im Mikrokosmos der Literaturszene und des Verlagswesens. Auf der anderen Seite bin ich mit der Protagonistin Juniper nicht wirklich warm geworden, weil sie mir mitunter zu oberflächlich und skrupellos rüberkam - daran konnte auch der kurzweilige und - besonders zum Ende hin - spannende Erzählstil nichts ändern. Unterm Strich reicht es für mich daher nur für ein "geht so".
Ein Paradebeispiel für eigenes Handeln, daraus resultierende Konsequenzen und zur Verantwortung gezogen werden❤️🔥! Hörbuch🎧!
Wow😍! "Yellowface", von Rebecca F. Kuang geschrieben und von Milena Karas gelesen... war ein richtig gutes und spannendes Hörbuch🥰. Leseempfehlung für das Buch und Hörbuch nehme ich schon Mal, hier oben, vorweg.😄 Es geht um Athena und June die beide befreundete Autor/- innen sind und sich aus Collegezeiten kennen. Athena ist sehr erfolgreich mit ihren Büchern und schreibt einen Bestseller nach dem anderen, während June eher nicht in ihrer Schriftsteller/-innenkarriere voran kommt. An einem Abend passiert ein Unfall und Athena stirbt. June beschließt, das unfertige Manuskript von Athena in ihrer Tasche mitgehen zu lassen und es prompt als ihr Eigenes zu veröffentlichen. Somit nimmt diese "schön geschriebene" (ironisch gemeint😉) Lüge mit Allem was dazugehört ihren Lauf. Ich fand es gut, nebenbei hinter den Kulissen blicken zu können, was das Verlagswesen betrifft und die Arbeit der Autor/-innen zu begleiten, von der Entstehung eines Buches, bis hin zum Verkauf🤗. Eine harte und schnelllebige Branche. In diesem Buch hat man echt Alles dabei❤️🔥. Anfänglicher Thriller, Plagiat, Intrigen, moralisches Denken, bis hinzu ansätzlichen Psychospielen und Paranoia und nicht zu vergessen, um das Gewissen zu beruhigen🥰😄... Oft genug sollte man sich Dinge schön reden. Es bringt einen nämlich dazu sich nicht zu reflektieren, sich keiner Schuld bewusst zu sein und achja, bevor ich es vergesse... redet man sich eine Lüge immer wieder ein, so verkauft es sich irgendwann besser als Wahrheit, weil sich der Glaubenssatz gebildet hat🤦🏻♀️😂. Also, die Hauptprotagonistin hat zwar Gedankengänge, in denen ihr Gewissen anpingt, aber der Neid, ihr Konkurrenz-Denken, das Trachten nach Erfolg und dem Geld, der mir irgendwann wie eine Sucht vorkam (bzgl. Social Media etc.) waren für sie größer und ließen auf mich diese Frau als sehr anstrengend erscheinen. Da ist es egal, was sie erlebte in ihrem Leben usw. Sie hat die Dinge durch den Tod ihrer Freundin so gut mit sich verknüpft, das sie sich ihrer Selbst so sicher war...😂!? Die Wahrheit kommt immer ans Licht und zwar mit Allem was dazugehört❤️🔥!
Irgendwie brillant
Am Anfang hab ich echt lange gebraucht, um reinzukommen, aber ab der Mitte konnte ich es kaum noch weglegen (als Hörbuch). Die Ich-Perspektive ist super spannend, weil man der Hauptfigur dabei zuschaut, wie sie sich immer tiefer in Lügen und Selbstmitleid verstrickt und irgendwie fiebert man trotzdem mit, obwohl sie echt alles andere als sympathisch ist. Man entwickelt teilweise echt Aggressionen gegen sie🫠 Die Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung und die Buchwelt werden richtig gut aufgegriffen. Ich wollte die ganze Zeit, dass endlich alles auffliegt. Das Ende fand ich richtig gelungen, auch wenn die Hauptfigur bis zum Schluss in ihrer eigenen Welt bleibt. Ein echt besonderes Buch!
D̶a̶ f̶e̶h̶l̶e̶n̶ e̶i̶n̶e̶m̶ d̶i̶e̶ W̶o̶r̶t̶e̶🤐...
🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 𝑍𝑢𝑚𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝑔𝑒ℎ𝑡 𝑒𝑠 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝐻𝑎𝑦𝑤𝑎𝑟𝑑 𝑠𝑜...𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑑𝑖𝑒 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡𝑠 𝑙𝑖𝑒𝑏𝑒𝑟 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑚𝑜̈𝑐ℎ𝑡𝑒, 𝑎𝑙𝑠 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑒𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑢𝑛𝑑 𝑏𝑒𝑟𝑢̈ℎ𝑚𝑡𝑒 𝐴𝑢𝑡𝑜𝑟𝑖𝑛 📠 𝑚𝑢𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑟 𝑑𝑎𝑚𝑖𝑡 𝑧𝑢𝑓𝑟𝑖𝑒𝑑𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑏𝑒𝑛, 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑒ℎ𝑒𝑚𝑎𝑙𝑖𝑔𝑒𝑛 𝐶𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑𝑖𝑛/𝐾𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑖𝑛 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝐿𝑖𝑢 𝑏𝑒𝑖 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑚 𝐸𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔 𝑧𝑢 𝑧𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑢𝑒𝑛. 𝐴𝑙𝑠 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑇𝑎𝑔𝑒𝑠 𝑒𝑖𝑛 𝑈𝑛𝑓𝑎𝑙𝑙 𝑒𝑟𝑒𝑖𝑔𝑛𝑒𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝑑𝑎𝑟𝑎𝑢𝑓ℎ𝑖𝑛 𝑠𝑡𝑖𝑟𝑏𝑡, 𝑠𝑡𝑖𝑒𝑙𝑡 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑖ℎ𝑟 𝑖ℎ𝑟 𝑙𝑒𝑡𝑧𝑡𝑒𝑠 𝑃𝑟𝑜𝑗𝑒𝑘𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑔𝑖𝑏𝑡 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑎𝑙𝑠 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑠 𝑎𝑢𝑠. 😱 𝑊𝑎𝑠 𝑑𝑎𝑛𝑛 𝑝𝑎𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑧𝑢 𝑣𝑒𝑟𝑔𝑙𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑙𝑜𝑠 𝑡𝑟𝑒𝑡𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝐿𝑎𝑣𝑖𝑛𝑒 ☄️𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑠𝑠𝑒𝑛 𝐾𝑜𝑛𝑠𝑒𝑞𝑢𝑒𝑛𝑧𝑒𝑛 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑔𝑒𝑟𝑒𝑐ℎ𝑛𝑒𝑡 ℎ𝑎𝑡, 𝑎𝑏𝑒𝑟 𝑎𝑏 𝑑𝑎 𝑎𝑛 𝑘𝑙𝑎𝑟 𝑘𝑜𝑚𝑚𝑒𝑛 𝑚𝑢𝑠𝑠.....𝑢𝑛𝑑 ℎ𝑜𝑙𝑙𝑎 𝑑𝑖𝑒 𝑊𝑎𝑙𝑑𝑓𝑒𝑒, 𝑑𝑎 𝑡𝑟𝑖𝑡𝑡 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒𝑠 𝑙𝑜𝑠. 𝐼𝑚 𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒 ℎ𝑜̈𝑐ℎ𝑠𝑡 𝒃𝒓𝒊𝒔𝒂𝒏𝒕𝒆 💣 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑒𝑛 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑛𝑑𝑒𝑙𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑑𝑎𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ 𝑘𝑜𝑛𝑠𝑡𝑎𝑛𝑡 𝑎𝑢𝑓 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑚 𝑠𝑒ℎ𝑟 ℎ𝑜ℎ𝑒𝑚 𝑆𝑝𝑎𝑛𝑛𝑢𝑛𝑔𝑠𝑙𝑒𝑣𝑒𝑙 ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛 😵💫👌 🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 Von mir eine klare Leseempfehlung🧐✅

💛👀 "Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt." 👀💛 [🎧 | Einzelband?]
Nach "Babel" war ich etwas skeptisch von dem Buch aber es war wirklich sehr spannend! Und hat uns einen kleinen Einblick in die Verlagswelt gegeben 🥰 In dem Buch geht es um die zwei Autorinnen Athena Liu und June Hayward, welche unterschiedlicher Herkunft sind. Athena ist bereits eine angesehene Autorin, wovon June nur träumen kann... Als Athena auf tragische Weise ums Leben kommt und June nicht weiß, was sie tun soll, steckt sie das unveröffentlichte Manuskript "Die letzte Front" ihrer Autorinnenfreundin ein und überarbeitet es. Wenig später veröffentlicht June das Buch unter dem Pseudonym "Juniper Song". Es wird schnell zu einem Erfolg... doch dieser währt nicht ewig... 👀💛📃 Die Geschichte, welche R. F. Kuang geschaffen hat, lässt einen wirklich mitfiebern und entführt in die tolle aber auch harte Welt des Verlangswesens 🥰 Der Schreibstil ist so authentisch und echt - einfach unglaublich klasse! 😍💛 Ich persönlich habe viel mit June mitgefiebert und war immerzu gespannt, wie es mit ihr weitergeht - sehr spannend! 👀 Das Einzige, was ich etwas "schade" fand, war, dass die Story relativ schnell Fahrt aufgenommen hat und so zügig die "Machenschaften" von June raus gekommen sind. Ich hätte mir gewünscht, dass es etwas länger andauern würde, aber sonst war das Buch so unglaublich toll gewesen! 🙈😍 Das Ende empfand ich als recht offen... Ich hoffe deswegen sehr auf einen zweiten Teil! 😍 Ich kann das Buch wirklich allen Leser*innen empfehlen, welche einen Einblick in die Verlagswelt bekommen wollen und das in Verbindung mit einer spannenden Geschichte zweier Autorinnen! 😍🥰👀💛📃 ❓ Wisst ihr zufälligerweise ob es einen zweiten Teil geben wird? 👀
![💛👀 "Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt." 👀💛
[🎧 | Einzelband?]](https://social-cdn.read-o.com/images/1715802403576-41.jpg)
Ein Leben in Lügen
Bitterböse und ohne jegliche Zurückhaltung- so wagt sich Rebecca F. Kuang an das Herzstück der Industrie der Geschichtenerzähler- das Verlagswesen. Es ist uns wohl allen bewusst, dass diese Industrie auch Schattenseiten hat, doch Yellowface drückt uns mit der Nase direkt drauf. Egal ob es Rassismus, Sexismus oder Ausbeutung ist: die Buchbranche hat es, genau wie die ewige Diskussion darum, wo kreative Freiheit aufhört und kulturelle Aneignung anfängt. Durch die Augen von June Hayward sehen wir das beste und das schlimmste auf einmal: in der Gesellschaft und auch in ihr persönlich. Sie ist ein wandelnder, manipulativer Widerspruch voller Neid und Gier, aber trotzdem kein Monster, sie dreht sich die Welt nur so, wie sie ihr gefällt. Yellowface ist spannend und irre, manchmal abstoßend, manchmal nachdenklich und ein Kampf mit der Protagonistin. Aber das ist okay, denn wer Juniper Song Hayward sympathisch findet, hat etwas falsch gemacht.

Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über kulturelle Aneignung, die Literaturbranche und Identität
R. F. Kuang liefert mit „Yellowface“ einen fesselnden, scharfzüngigen und hochaktuellen Roman, der die Buchbranche, kulturelle Aneignung, Rassismus und moralische Grauzonen auf brillante Weise behandelt. Die Geschichte um June, die das Manuskript ihrer verstorbenen asiatisch-amerikanischen Freundin klaut und als ihr eigenes ausgibt entfaltet sich voller Spannung, schwarzem Humor und gesellschaftlicher Relevanz. „Yellowface“ ist ein intelligentes und tiefgründiges Werk, das lange nachhallt. Absolut lesenswert.
Was für ein Tempo, was für eine Intensität! 💛
Athena und June, Freundinnen und Autorinnen. Beide sind jung, beide haben ihren Debütroman veröffentlicht - eine ist erfolgreich, die andere nicht. Als die eine bei einem tragischen Unfall stirbt, ist die andere dabei. Und plötzlich ist sie da, die Gelegenheit. Die Chance, in die Haut der anderen zu schlüpfen, ebenso erfolgreich und beneidenswert zu werden. Aus der Gelegenheit wird die Wirklichkeit - doch um welchen Preis? 💛 Es gleicht der Kraft eines Strudels, den Gedanken und Handlungen von June zu folgen. Ständig werde ich umher gewirbelt, wenn sich die Ereignisse überschlagen und trotzdem kann ich mich aus dem Sog der Worte nicht befreien. Und nie war ich ganz sicher, ob June die Wahrheit sagt oder ob sie die Realität zurecht biegt, um alles besser ertragen zu können, was nach Athena’s Tod geschieht. Rebecca F. Kuang schreibt fesselnd und faszinierend von einer Geschichte, die eigentlich vollkommen absurd erscheint. Denn natürlich könnte man keinesfalls diejenige sein, die sich in Lügen verstrickt und plötzlich in einer Parallelwelt aufwacht. Könnte man wirklich nicht? Es ist beängstigend, wie schnell aus einer unüberlegten Handlung, die im Schock und ohne reifliche Überlegung geschieht, eine ganze Lawine losgetreten wird. Ständig werden neue Entscheidungen von June verlangt, doch hat sie überhaupt eine Wahl? Sie ist eine Lügnerin und stiehlt nicht nur ein Lebenswerk, sondern gleich eine ganze Identität. Und trotzdem wünsche ich ihr manchmal, dass sie damit durchkommt. Doch in der nächsten Minute finde ich ihr Verhalten einfach nur abstoßend. Dass es der Autorin gelingt, June‘s Zerrissenheit auch auf mich als Leserin zu spiegeln, gefällt mir unglaublich gut. Ich habe „Yellowface“ super gern gelesen, habe mich von der kraftvollen Handlung fesseln lassen, habe viel gelernt über die Welt der Autor:innen und der Verlage und habe gestaunt über die Macht der sozialen Medien. Denn obwohl wir heute alle wissen, was ein Shitstorm ist, können wir die echte Gewalt, die davon ausgeht, wahrscheinlich nur erahnen. Ob der Hype um dieses Buch gerechtfertigt ist, solltest du selbst herausfinden. Ich war sehr überzeugt von der Geschwindigkeit und der Intensität von „Yellowface“ und von der skurrilen Idee, die diesem Roman zugrunde liegt. Ein halbes Pünktchen ziehe ich ab, weil ich mir eventuell einen noch stärkeren Paukenschlag als Ende gewünscht hätte. Ansonsten bin ich rundum happy und habe jede Zeile genossen. 💛

June erlebt den Moment, als Athena stirbt- und sie schnappt sich spontan ihr fertiges Manuskript. Sie feilt noch etwas an dem Manuskript herum und es wird ein richtiger Erfolg. June wird so erfolgreich, wie Athena es war. Sie erlebt alles jetzt aus der Sicht des Erfolges - auch die Hater in den sozialen Medien, den Druck für den nächsten Roman, das Misstrauen in der Lese- Verlags- Community und deren Räderwerk, welches aus allem Geld herausschöpfen will, die Diskussionen ob es eine bestimmte Hautfarbe braucht, um bestimmte Inhalte zu erzählen….etc. Die ganze Zeit sind wir im Kopf von June - was ich als sehr anstrengend empfunden habe. Die Rechtfertigung ihres schlechten Gewissens , die negativen, neidischen Gedanken bei den Erfolgen anderer, die krankhafte Abhängigkeit von der Beurteilung der Medialen Welt. Teilweise fand ich den Roman sehr gut und interessant. Doch June ist soooo anstrengend +unsympathisch . Der Rest war interessant!
„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Das Buch hat mir gut gefallen, gibt Einblicke in das Verlagswesen und was alles mit dazugehört. Ich konnte Juniperus verhalten schon nachvollziehen, aber manchmal habe ich mich echt über sie geärgert. Ob das Buch den Hype wert ist, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

Anders als erwartet
Also dieses Buch.... was soll ich sagen? eine Achterbahn der Gefühle. Juniper war mir, glaube ich, von Beginn an eine der unsympathischsten Protagonistinnen jemals. ich bin mir sicher, dass das genau die Intention der Autorin war. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und so detailliert durchdacht. Sie wirft einen Blick auf das Leben einer Rassistin, die rassismustypische Aussagen trifft und sich selbst nicht hinterfragt und keinerlei Selbstreflexion besitzt. Es geht hier vor allem um Rassismus gegen Asiaten, speziell um Menschen chinesischer Herkunft. Die Geschichte folgt einem roten Faden und lässt sich flüssig und verständlich lesen. Ich hatte, wegen den vielen positiven Bewertungen zu diesem Buch, sehr hohe Erwartungen. Das Buch konnte auch mich fur sich gewinnen. ich mochte sie. ich hatte während des gesamten Buches eine ansteigende Abneigung gegen Juniper. das Ende war allerdings nicht 100%ig nach meinem Geschmack - dennoch lesenswert!
Jahreshighlight
In Yellowface geht es um die Autorin June, deren Debütroman gefloppt ist. Sie führt eine sehr oberflächige Freundschaft mit Athena, deren Debüt wiederum sehr gut ankam. An den Abend, wo die beiden Athenas Netflix Vertrag feiern wollten, stirbt Athena vor Junes Augen. Die eifersüchtige June nutzt die Gelegenheit und stielt die Rohfassung eines Manuskripts, das Athena ihr kurz vorher gezeigt hat. Sie überarbeitet es und gibt es letztendlich als ihr eigenes aus. Zunächst prasselt ein voller Erfolg auf June ein. Nach kurzer Zeit kommen allerdings die ersten kritischen Stimmen, die Verdacht gegen, dass June das Manuskript von Athena gestohlen hat. Yellowface setzt sich mit einigen Themen, wie Rassismus, auseinander. Gleichzeitig kriegt man auch interessante Einblicke in das Leben als Autor. Auch auf Psychologischer Ebene fand ich das Buch einfach fantastisch. Man empfindet die verschiedensten Gefühle gegenüber June. Mitgefühl, Wut, Fassungslosigkeit etc.. Der beeindruckende Schreibstil passt perfekt zur Geschichte. An passenden Stellen wird das Tempo angetrieben, an anderen wird es etwas gestoppt. Vor dem Lesen dachte ich, dass es sehr anspruchsvoll ist und ich lange brauchen würde. Ich war nach drei anhalb Tagen fertig, was für mich schon sehr schnell ist. Wer ein mitreißendes Buch sucht kommt hier auf seine Kosten. Meiner Meinung nach ist Yellowface ein beeindruckendes Jahreshighlight und ich werde demnächst sicherlich auch Babel lesen. Empfehlen kann ich es einfach allen.
Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

Die hässliche Seite der Buchbranche..📒
Zum Inhalt: June Hayward und Athena Liu könnten nicht unterschiedlicher sein. Einzig und allein das Schreiben verbindet sie. Athena ist mit ihren jungen Jahren als chinesisch-amerikanische Autorin sehr gefragt und wird gefeiert. Sie steht immer im Rampenlicht und alles was sie anfasst, scheint zu Gold zu werden. June dagegen scheint als weiße und langweilig ‚normale‘ Frau keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denkt sie zumindest. Ihre Bücher werden nicht verlegt und sie wartet unentwegt auf ihren großen Durchbruch, doch sie scheint nur in dem Schatten ihrer Kontrahentin zu stehen. Doch gleich am Anfang des Romans muss June miterleben, wie Athena stirbt. Im Affekt und direkt nach deren Tod, stiehlt June ein unveröffentlichtes Manuskript von ihr, welches sich mit Leben der chinesischen Arbeiter im 1. Weltkrieg befasst. June überarbeitet das Manuskript und reicht es ein. Alle sind hellauf begeistert und es wird unter ihrem Künstlernamen Juniper Song veröffentlicht. Das Buch schlägt Rekorde und plötzlich sind ihre Träume zum Greifen nah.. Doch kann sie diese Umstände auf Dauer verheimlichen? Vorweg: Das Buch ist fantastisch! Mit June wurde eine Protagonistin erschaffen, die man eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann. Ebenso ist es bei Athena. Beide sind von Egoismus geprägt und es ist schier kein moralischer Kompass vorhanden. Athena war zu Lebzeiten von sich eingenommen, arrogant und benutzte die Erfahrungen anderer, um zu brillieren, wobei sie es für ihre eigenen Ideen ausgab. June ist ebenfalls egozentrisch und sieht nicht ein, dass ihr Diebstahl falsch war. Ihrer Meinung nach hat sie Athena einen Gefallen getan, da das Manuskript nicht ausgereift und gut genug war. Sie könne genau so gut die chinesische Geschichte aufarbeiten und erzählen. Sie baut sich ein riesen Netz aus Lügen auf und das Ganze scheint am Anfang gut zu funktionieren, doch nach und nach bricht das Lügenkonstrukt zusammen.. Obwohl sie so skrupellos ist, fiebert man ständig mit ihr mit. Ständig kommt die Frage auf: „Schafft sie es wirklich oder wann kommt es raus?“. Sie biegt die Wahrheit so lange, dass es dann wirklich verständlich und korrekt wirkt. Der Roman bietet auch einen guten Einblick in die Verlagswelt. Was zum Beispiel Social Media mit Autoren macht und dass manchmal nicht das Werk im Vordergrund steht, sondern eher das Aussehen und die Herkunft der Autor*innen. Viele Bücher werden nur noch danach ausgesucht, was gerade der Trend ist und sich gut verkaufen lässt. Das ist natürlich verkaufstechnisch klug, aber es führt auch schnell zu einer Übersättigung. Das Buch behandelt zudem das Thema Rassismus. Vorrangig wird ja June als ‚weiße Rassistin’ behandelt, weil sie über die chinesischen Arbeiter schreibt und die Leser das nicht erfreut, da sie aufgrund ihrer Abstammung kein Recht dazu habe. Es gibt viele moralische Fragen und während des Lesens hinterfragt man so einiges. Aber genau das zeichnet ein gutes Buch aus. Außerdem sieht man mal wieder, wie grausam Menschen untereinander sind. Wie dieser anonyme Umhang des Internets die Leute dazu animiert, Morddrohungen und die fiesesten Kommentare zu verschicken. Ich finde das Buch sehr gut und würde es auch jedem empfehlen!

Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über die Literaturbranche
Wie schmerzhaft ehrlich will ein Buch sein? Die Antwort von R.F. Kuang ist: Yellowface. Eigentlich nicht mein Genre, aber dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Moralische Grauzonen, Rassismus, toxische und ausnutzende Beziehungen sowie der absolute Brennpunkt: Social Media, sind nur ein paar der bedeutsamen und wichtigen Themen, die angesprochen werden und zum nachdenken anregen. Kuang hat dieser Literaturwelt überdeutlich einen Mittelfinger mit ihrem Buch gezeigt und hat dabei eine absolut unangenehme und unsympathische Protagonist geschaffen. Gott ich habe noch nie eine Protagonistin so sehr gehasst und es so sehr geliebt. June ist der absolute Inbegriff, aus meiner Sicht, eines schlechten Menschens. Einfach alles um June herum war ein selbstverschuldeter toxischer Kreis. Um es kurz zu fassen: Yellowface von R.F. Kuang ist ein mitreißender und vielschichtiger Roman, den sich jeder mal zu Herzen nehmen sollte. Ein Diamant in der Literatur, um mal bisschen theatralisch zu sein.





















































