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Romane

Salambo

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Über das Buch

Es war in Megara, einer der Vorstädte von Karthago, in den Gärten Hamilkars.Die Söldner, die er in Sizilien befehligt hatte, feierten den Jahrestag der Schlacht am Eryx durch ein großes Gelage. Da der Feldmarschall abwesend und die Versammlung zahlreich war, schmauste und zechte man auf das zwangloseste.Die Offiziere hatten sich gestiefelt und gespornt in der Hauptallee gelagert, unter einem goldbefransten Purpurzelt, das von der Stallmauer bis zur untersten Schloßterrasse ausgespannt war. Die Scharen der Gemeinen lagen weithin unter den Bäumen, durch die man zahlreiche flachdachige Baracken, Winzerhäuschen, Scheunen, Speicher, Backhäuser und Waffenschuppen schimmern sah, einen Elefantenhof, Zwinger für die wilden Tiere und ein Sklavengefängnis.Feigenbäume umstanden die Küchen. Ein Sykomorenhain endete an einem Meere grüner Büsche, daraus rote Granatäpfel zwischen weißen Baumwollenkotten leuchteten. Traubenschwere Weinreben strebten bis in die Wipfel der Pinien. Unter Platanen glühte ein Rosenfeld. Hier und da wiegten sich Lilien über dem Grase. Die Wege bedeckte schwarzer Kies, mit rotem Korallenstaub vermischt. Von einem Ende zum andern durchschnitt den Park eine hohe Zypressenallee, gleich einem Säulengange grüner Obelisken.Ganz im Hintergrunde leuchtete auf breitem Unterbau das Schloß mit seinen vier terrassenartigen Stockwerken, aus numidischem, gelbgesprenkeltem Marmor. Seine monumentale Freitreppe aus Ebenholz, deren einzelne Stufen links und rechts mit den Schnäbeln eroberter Schlachtschiffe geschmückt waren, - seine roten Türen, die je ein schwarzes Kreuz vierteilte, - seine Fensteröffnungen, die im untersten Stock Drahtgaze vor den Skorpionen schützte, während sie in den oberen Reihen vergoldetes Gitter zeigten, - all diese wuchtige Pracht dünkte die Soldaten so hoheitsvoll und unnahbar wie Hamilkars Antlitz.

Editionen (37)

ISBN9791041903542
VerlagCulturea
Erscheinungsdatum16.01.23
Seitenzahl234

Rezensionen & Bewertungen

7 Bewertungen

3 Rezensionen

3,3

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  • rudolf_schmitt
    rudolf_schmitt

    72 Follower

    5,0

    Ich wusste lange nicht, was ich von diesem Buch halten sollte. War es ein historischer Roman? Ein Abenteuerroman? Fantasy? Auf jeden Fall nicht so ganz, was ich von dem Flaubert der Madame Bovary erwartet hatte. Jetzt, nachdem ich zuende gelesen habe, bin ich begeistert, denn neben den genannten Qualitäten des Romans, handelt es sich für mich vielleicht vor allem um einen Antikriegsroman. Die überbordende Pracht der beschriebenen Paläste, der unmäßige Reichtum der Herrschenden werden ebenso sprachmächtig dargestellt wie die Brutalität des Krieges, das Grauen auf den Schlachtfeldern, das Leiden der Menschen und Tiere. Mit diesem Wissen werde ich den Roman bald noch einmal lesen.

    28. Jan. 2025

  • buecherfee0111
    buecherfee0111

    66 Follower

    1,0

    1,5 Sterne Der Schreibstil war sehr modern und flüssig. Ansonsten hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Es geht hierbei um den Söldneraufstand nach der Niederlage Karthagos im 1. Punischen Krieg 241- bis etwa 238 vor Christus. Der Fokus wird hier eindeutig auf die Schlachten und die kriegerischen Strategien der einzelnen Kriegsverbände gelegt. Daher könnte das Buch jemanden der sich für diese interessiert deutlich spannender sein. Die Namensgeberin des Romans ist die (fiktive) Tochter vom karthagischen Feldherrn Hamilkar Barkas. Der ist eine reale historische Figur und der Vater der berühmten Hannibal, der mal mit seinen Kriegselefanten im 2. Punischen Krieg über die Alpen zog und so berühmt wurde. Im Roman spielt die Tochter Salambo eine sehr untergeordnete Rolle und kommt nur als Randfigur vor. Auch ihr Schicksal am Ende des Buches erzeugte bei mir nur eine großes Fragezeichen.

    10. Feb. 2023

  • buecherfee0111
    buecherfee0111

    66 Follower

    1,0

    1,5 Sterne Der Schreibstil war sehr modern und flüssig. Ansonsten hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Es geht hierbei um den Söldneraufstand nach der Niederlage Karthagos im 1. Punischen Krieg 241- bis etwa 238 vor Christus. Der Fokus wird hier eindeutig auf die Schlachten und die kriegerischen Strategien der einzelnen Kriegsverbände gelegt. Daher könnte das Buch jemanden der sich für diese interessiert deutlich spannender sein. Die Namensgeberin des Romans ist die (fiktive) Tochter vom karthagischen Feldherrn Hamilkar Barkas. Der ist eine reale historische Figur und der Vater der berühmten Hannibal, der mal mit seinen Kriegselefanten im 2. Punischen Krieg über die Alpen zog und so berühmt wurde. Im Roman spielt die Tochter Salambo eine sehr untergeordnete Rolle und kommt nur als Randfigur vor. Auch ihr Schicksal am Ende des Buches erzeugte bei mir nur eine großes Fragezeichen.

    22. Jan. 2023

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