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Historische Romane

Das Gold von Caxamalca

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Über das Buch

Jakob Wassermanns Das Gold von Caxamalca gestaltet die Begegnung zwischen den spanischen Eroberern und dem Inka-Herrscher Atahualpa als moralisch zugespitzte historische Erzählung. Im Mittelpunkt steht das verhängnisvolle Lösegeld aus Gold, das nicht Rettung, sondern Verrat und Vernichtung heraufbeschwört. Wassermann verbindet knappe, dramatische Szenenführung mit psychologischer Durchdringung und stellt den kolonialen Machtakt in den literarischen Kontext humanistischer Geschichtskritik und moderner Gewissensprosa. Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren und 1934 im österreichischen Exil gestorben, gehörte zu den bedeutenden Erzählern der deutschsprachigen Moderne. Sein Werk kreist häufig um Schuld, Recht, Außenseitertum und die Frage nach moralischer Wahrheit. Als jüdischer Autor in einer von Nationalismus und gesellschaftlichen Ausschlüssen geprägten Zeit entwickelte er ein besonderes Sensorium für Gewalt, Herrschaft und die Verformung des Menschen durch Gier und Macht. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als Erkenntnisform verstehen. Das Gold von Caxamalca ist zugleich Abenteuerbericht, Anklage und ethische Parabel: eine konzentrierte Lektüre über die zerstörerische Verführungskraft des Reichtums und die Fragwürdigkeit sogenannter Zivilisation.

Editionen (20)

ISBN9788028511371
VerlagCopycat
Erscheinungsdatum01.12.25
Seitenzahl44

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • Unknown User
    Unknown User

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    “Das Gold von Caxamalca” war Schullektüre in der 8. Klasse und genau dafür ist dieser Text hervorragend geeignet. Jakob Wassermann lässt den Mönch Domingo de Soria Luce von den letzten Tagen des Inkakönigs Atahuallpa berichten, der von den spanischen Eroberern, geführt von General Francesco Pizarro, zunächst gefangen genommen und dann hingerichtet wurde. Durch die unmittelbare Beteiligung des Berichterstatters an den Vorkommnissen zu jener Zeit, muss natürlich eine gewisse Subjektivität angenommen werden, gleichwohl eindeutige Kritik an den spanischen Eroberern geübt und insbesondere die Goldgier mit einer abstoßenden Monstrosität geschildert wird. Fragen zu materiellen Werten, zu moralischem Handeln und zur Abgrenzung “zivilisiert vs. wild” drängen sich geradezu auf, werden dennoch ohne Moralkeule dem Leser zur Interpretation überlassen. Wassermann hat dies wunderbar sprachlich umgesetzt und bietet inhaltlich einigen Stoff zur Diskussion. Das Hörbuch von Reclam ist auf Spotify verfügbar, gelesen von Winfried Frey.

    9. Mai 2023

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