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Schlachthof 5: oder Der Kinderkreuzzug

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Über das Buch

Weltliteratur im Gewand einer Graphic Novel 1969 veröffentlichte Kurt Vonnegut mit SCHLACHTHOF 5 ODER DER KINDERKREUZZUG ein literarisches Monument der Antikriegsromane, in dem er seine eigenen Erlebnisse als amerikanischer Kriegsgefangener schildert. Im Zweiten Weltkrieg überlebte er – gefangen in dem Keller eines Schlachthauses – die schrecklichen Luftangriffe auf Dresden. SCHLACHTHOF 5 ist zugleich ein possenhafter Blick auf Horror und Tragödie des Krieges, in dem Kinder an die Front und in den Tod geschickt werden, sowie eine bewegende Untersuchung dessen, was es bedeutet, ein fehlbarer Mensch zu sein: Billy Pilgrim hat Kilgore Trout gelesen und hat ein erfolgreiches Geschäft rundum die Augenoptik eröffnet. Billy Pilgrim hat eine liebevolle Familie gegründet und die Bombardierung Dresdens miterlebt. Billy Pilgrim ist auf den Planeten Tralfamadore gereist und hat Kurt Vonnegut getroffen. Billy Pilgrim ist von aller Zeit losgelöst. Ausgehend von Kurt Vonneguts bewegender Antikriegsgeschichte SCHLACHTHOF 5 übersetzen der mit dem Eisner Award ausgezeichnete Autor Ryan North (THE UNBEATABLE SQUIRREL GIRL) und der für den Eisner Award nominierte Zeichner Albert Monteys (UNIVERSE!) einen literarischen Klassiker in die Sprache der Comics.

Editionen (10)

ISBN9783966585064
VerlagCross Cult Entertainment
Erscheinungsdatum31.03.22
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

74 Bewertungen

11 Rezensionen

3,7

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  • sibylle
    sibylle

    173 Follower

    3,5

    Absurd und verstörend. Wie das so ist.

    Die Geschichte ist unfassbar anders als alles, was ich bisher gelwsen habe. Ich wollte Abwechslung, ich bekam sie. Eine Geschichte über den zweiten Weltkrieg, vom Ende, der Mitte und dem Anfang eines tragischen Lebens so nüchtern erzählt, als wär es das Normalste der Welt. Wie das so ist. Ach und die Aliens sind nicht zu vergessen.. Ich mochte den Schreinstil. Wenn ich das Buch in die Hand genommen habe, bin ich immer gut durchgekommen. Die Geschichte hat mich zum Denken motiviert und mir gezeigt, was noch so alles möglich ist in der literarischen Welt. Keine Anhnung ob es eine Empfehlung ist, ich fühle mich genau so, wie sich diese Rezension liest. Chaotisch und verwirrt. 😄

    29. Mai 2025

  • buchfang
    buchfang

    378 Follower

    4,5

    So geht das.

    Weiter geht’s in meiner Mini Reihe zum 80. Jubiläum des Endes des zweiten Weltkriegs in Europa. Ich wurde durch die siebenstellige Podcast Reihe, zum Ende des Krieges, von „Was bisher geschah“ auf dieses Thema aufmerksam. Wen das interessiert, dem kann ich diese Reihe sehr ans Herz legen. Vom 13.-15. Februar 1945 wurde Dresden von Alliierten Bomben extrem schwer geschädigt. Bei diesem Angriff kamen zwischen 22.700 und 25.000 Menschen ums Leben. Einer, der überlebt hat, war der amerikanische Kriegsgefangene Kurt Vonnegut. Dieses prägende Ereignisse hat er versucht in diesem Buch zu verarbeiten. Dabei hat er nicht einfach die Ereignisse nüchtern runter geschrieben, sondern daraus einen Roman entwickelt, der mit Science Fiction und Zeitreise Elementen versehen ist, die man dort nicht vermuten würde aber die sich gut in die Geschichte integrieren. Man muss sich kurz zurecht finden, dann wird die Geschichte aber richtig interessant. Es geht nicht nur um diese Nacht. Es geht generell um die Absurdität des Krieges und was das mit einem Menschen macht und wie es diesen in den Wahnsinn treibt. Auf keinen Fall eine konventionelle, aber eine originelle Geschichte, die dieses grausame Kapitel der deutschen Geschichte verdaubar verpackt. Wenn man sich diesem Stil öffnen kann, wird man mit einem interessanten Zeitzeugen Bericht belohnt.

    8. Mai 2025

  • mart.pohl
    mart.pohl

    388 Follower

    3,5

    Ein Buch über die Folgen und die Zerstörung eines Menschen durch den zweiten Weltkrieg

    Der Autor Kurt Vonnegut hat als amerikanischer Kriegsgefangener u.a. die Luftangriffe auf Dresden im Keller eines Schlachthauses überlebt. Sein Buch über die Erfahrungen als umherirrender Soldat auf deutschem Gebiet, der anschließenden Kriegsgefangenschaft sowie seines Lebens nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges gilt als einer der wichtigsten postmodernen Antikriegsromane der Weltliteratur. Ich hatte ehrlich gesagt so meine Probleme mit dem Roman: die Beschreibungen der Kriegserfahrungen als amerikanischer Soldat sind sehr intensiv und haben mich nachhaltig beeindruckt. Die Beschreibung der durch das zerstörte und feindliche Gebiet marodierenden Figuren ist virtuos. Die Schilderung der Kriegserfahrungen machen allerdings nur 1/3 des Erzählten aus. Die Zerstörung Dresdens spielt dabei (erstaunlicherweise) eine untergeordnete Rolle. Der Hauptteil des Romans widmet sich der psychischen Folgen der Hauptfigur Billy Pilgrim. Geistig labil driftet er, aus der Zeit gefallen und in der Vorstellung von Außerirdischen entführt worden zu sein, durch die Episoden seiner eigenen Biografie. Die handwerklich kunstvoll gestalteten Zeitsprünge durch das Leben sind abwechslungsreich, aber auch ein bisschen anstrengend, jedes Ereignis wird zudem mit dem lapidaren Satz „So geht das!“ kommentiert (schlechte und auf die Dauer nervige Übersetzung von „So it goes“, besser „So spielt das Leben“ ?). Die Message des Buches ist schnell verstanden: Die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Krieges bestimmt das Leben eines jeden Beteiligten und führt zwangsläufig in den Wahnsinn. Der Roman hat mich in einzelnen Episoden nachhaltig beeindruckt, ist in seiner Gänze für mich aber zu gekünstelt und bleibt ohne echte Antworten auf die Bedrohungen des Krieges in heutiger Zeit.

    13. Aug. 2024

3 von 11 Rezensionen

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