Blick ins Buch

Romane

Martin Eden

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Über das Buch

"Sie wußte, daß Martin arm war, und verknüpfte das in Gedanken mit der Kindheit Abraham Lincolns, Charles Butlers und anderer Männer, die es zu etwas gebracht hatten. Und wenn sie einerseits auch die Vorstellung hatte, daß Armut alles andere eher als angenehm war, so hatte sie doch andererseits das sehr bequeme Gefühl, daß Armut gesund und ein scharfer Sporn war, der alle Menschen zum Siege trieb, wenn sie nicht elende Sklavenseelen waren. Und darum störte es sie auch nicht weiter, als sie erfuhr, daß Martin aus Armut Uhr und Mantel hatte versetzen müssen. Sie sah darin sogar eine gewisse Hoffnung, denn sie glaubte, es würde ihn früher oder später packen und zwingen, seine Schreiberei zu lassen." Jack London. Martin Eden. Erstdruck des amerikanischen Originals: Macmillan, New York 1909. Übersetzt von Erwin Magnus. Durchgesehener Neusatz. Diese Ausgabe folgt: Universitas Verlag, erster und zweiter Band, Berlin 1927.Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2019.LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

Editionen (6)

ISBN9783965422216
VerlagLIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Erscheinungsdatum27.11.19
Seitenzahl328

Rezensionen & Bewertungen

22 Bewertungen

5 Rezensionen

4,4

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  • annuschka
    annuschka

    20 Follower

    3,5

    Das Buch hat mich gequält..

    Martin Eden war für mich ein ziemlich besonderes Buch – und ehrlich gesagt auch kein ganz einfaches. Was ich an dem Buch richtig gut fand, war, dass es einen tiefen Sinn und eine klare Moral hat. Es geht um große Themen wie Selbstverwirklichung, Bildung und wie hart es manchmal ist, seinen Platz in der Welt zu finden. Der Anfang hat mich direkt gepackt. Martin ist so eine interessante Figur – total entschlossen, ein besseres Leben zu führen und sich selbst zu bilden. Auch das Ende war stark und hat bei mir echt einen Eindruck hinterlassen. Aber in der Mitte… puh, da habe ich echt gekämpft. Es hat sich ganz schön gezogen, und ich hab lange gebraucht, um weiterzulesen. Trotzdem glaube ich, dass das irgendwie auch zum Buch dazugehört. Diese zähe Mitte spiegelt gut wider, wie schwer es für Martin war, seinen Weg zu gehen. Man spürt richtig, wie viel Mühe und Frust das gekostet hat – und das macht das Ganze auch realistischer. Insgesamt: Kein Buch, das man mal eben so nebenbei liest. Aber eins, das bleibt – mit einer starken Botschaft und einem Protagonisten, den man so schnell nicht vergisst.

    11. Mai 2025

  • tamreading
    tamreading

    11 Follower

    4,5

    Eindrucksvoll geschrieben, Thematiken von Arbeiterklasse und Bürgertum, erwähnt von London bewunderte Denker der Zeit

    Clever und komplex, zum Teil sehr lang ausformuliert, gewitzt geschrieben, unverhohlen gesellschaftskritisch vor dem Motiv des liebenden Einzelnen. Es wird mit Martin Eden mitgefiebert und -gelitten, bis er einem am Ende doch entgleitet.

    27. Juli 2025

3 von 5 Rezensionen

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