Blick ins Buch

Jugendbücher

Mercy Me

4,0(1)
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Über das Buch

Als Joel aus dem Gefängnis entlassen wird, schwört er sich, sein altes Leben endgültig hinter sich zu lassen. Er ist auf alles vorbereitet, nur nicht auf Fay, die er an einer Tankstelle zwischen Los Angeles und Sacramento trifft. Fay ist schön, ihr Lächeln strahlend und ihre Augen sind so blau, dass sie Joel den Himmel auf Erden versprechen, als er zu ihr in den Wagen steigt. Das Bild, das sie von sich zeichnet, katapultiert ihn, den Sohn mexikanischer Einwanderer, direkt in die schöne neue Welt des amerikanischen Vorstadtlebens. Doch Fay ist nicht die, die sie vorgibt zu sein. Die Zuflucht, die sie in Joels vernarbten Armen und seinen Geschichten von Geistern und Königinnen findet, droht unter dem Gewicht der Lügen, mit denen sie ihn umspinnt, zu zerbrechen. Schließlich muss Joel sich entscheiden: Zwischen Fay, die in seinen schwarzen Augen nichts anderes als ihren Traummann sehen will, und seinen Erinnerungen an das, was damals geschehen ist ...

Editionen (1)

ISBN9783962151201
VerlagEdel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Erscheinungsdatum05.04.18
Seitenzahl497

Rezensionen & Bewertungen

1 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • phoebemiller
    phoebemiller

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    4,0

    Inhalt (in eigenen Worten): Nach 2 Jahren Knast wird Joel endlich entlassen. Er möchte seine dunkle Vergangenheit hinter sich lassen und verlässt Los Angeles, um woanders ein neues Leben zu beginnen – mit leeren Taschen. Unterwegs trifft er auf Fay, die mit ihrem Vater auf den Weg zurück nach Sacramento ist. Sie ist eine kleine behütete Prinzessin – denkt Joel. Er ist dunkel und gefährlich – denkt Fay. Und doch vebindet die beiden etwas und sie können nicht voneinander lassen. Doch ihrer beide Geheimnisse sind dunkel und sie beide kaputter als der jeweils andere dachte … Meine Meinung: Die erste Überraschung in diesem Buch ereilte mich recht schnell: Ich hielt quasi ein Jugendbuch in der Hand, was ich aufgrund des offiziellen Klappentextes absolut nicht erwartet hätte. Da stellte sich gleich eine leichte Enttäuschung ein, denn eigentlich wollte ich kein Jugendbuch lesen, sondern einen Roman um kaputte Menschen, die um ihr Glück kämpfen. Das habe ich dann jedoch auch bekommen und das düsterer, als ich es in jedem bisherigen New Adult Roman serviert bekommen habe. Die Sprache der Autorin ist dabei sehr poetisch, tiefsinnig. Sie spielt mit Metaphern, wobei sie sich leider gerne wiederholt und auch etwas langatmig erzählt, was mich zeitweise ermüdet hat. Die Hälfte des Buches passiert an sich auch nicht viel. Fay und Joel lernen sich kennen und der Leser bemerkt schnell, dass beide dunkle Geheimnisse vor dem anderen verbergen. Dabei sind diese jedoch so offensichtlich und doch spricht sie die Autorin nicht laut aus, sondern eiert etwas herum. Dennoch schlägt sie einem mit dem düsteren Grundton ihrer Story in den Bann. Hier gibt es keine heile Welt, keinen Sonnenschein – in diesem Roman herrscht die Düsternis in den Menschen vor. Nina Kay zeigt, was aus jungen Leuten werden kann, wenn ihnen übel mitgespielt wird. Wie sie leiden, einknicken, sich selbst verletzen und versuchen, aus der Dunkelheit herauszukommen. Dieser Kampf ist es, der dieses Buch zu etwas Besonderem macht, der dafür sorgt, dass man es nicht einfach nebenbei lesen kann. Man fühlt es. Es zieht einen mit sich herab. Obwohl die ersten zwei Drittel nicht viel passiert, nimmt die Geschichte gegen Ende noch einmal an Fahrt auf. Ich hatte schon Angst vor diesem typischen Ende solcher Geschichten, habe einige Dinge kommen sehen, aber die Autorin konnte mich trotz aller Vorhersehbarkeit dann doch noch überraschen und hat ein paar Wendungen eingebaut, die ich so nicht erwartet habe. Auch das Ende selbst fand ich passend, wenngleich ich mir auch ein anderes hätte vorstellen können. Mercy Me von Nina Kay ist ein düsteres, poetisches Werk, das meiner Meinung nach etwas Potenzial verschenkt, einen aber trotz allem in den Bann schlägt – wenn ihr für etwas anderes offen seid, lest dieses Buch. Aber man sollte sich vollends drauf einlassen können.

    23. Jan. 2024

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