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Biografien

Unorthodox

4,2(465)
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Über das Buch

Selten hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug erzählt wie Deborah Feldman. Feldman wuchs in der ultra-orthodoxen, chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, einem Stadtteil von New York, auf. Schon als Kind störte sie die strikte Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze der Sekte, die Ausgrenzung, die ärmliche Lebensweise und die Unterordnung der Frau. Ihr Gerechtigkeitsempfinden und ihr Wissenshunger haben sie angetrieben, ihren Alltag zu hinterfragen. In "Unorthodox" schildert Feldman das harte Leben in der Gemeinde, angefangen von den Kindertagen bis hin zu ihrer Zwangsehe. Und sie erzählt, wie sie den Mut fand, zusammen mit ihrem Sohn aus dieser Enge auszubrechen – hinein in eine ihr völlig unbekannte Welt.

Editionen (7)

ISBN9783958620070
Verlagsteinbach sprechende bücher
Erscheinungsdatum12.09.16

Rezensionen & Bewertungen

465 Bewertungen

59 Rezensionen

4,2

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  • 4,0

    Der Preis der Freiheit

    Deborah Feldman erzählt sehr eindrücklich und aufklärend von ihrem Leben in einer jüdischen Sekte. Dabei werden nicht nur die zahllosen Grenzen sichtbar, die dieses Leben mit sich bringen, sondern auch, wie hoch der Preis für die Freiheit wäre, sollte sie dieser Gemeinschaft den Rücken kehren. Deborah gibt dabei tiefe Einblicke in den jüdischen Glauben und ihrem begrenzten und ausgeschlossenen Leben, fernab der Gesellschaft, die wir kennen. Und sie gibt tiefe Einblicke in ihre Seele, die schon in der Kindheit bemerkt: ich gehöre nicht hier hin. Ich will mehr und ich kann mehr vom Leben erwarten. Dieser Durst und diese Kraft, die ihr innewohnen, begleiten uns durch das ganze Buch und faszinierten mich sehr. Für mich hatte der Teil über ihre Kindheit deutliche Längen, dafür packten mich die Erzählungen ihrer Jugend und der damit verbundenen Ehe umso mehr. Ein Buch über die Selbstbestimmung, über eine unfassbar starke Frau und ihren Mut, aufzubegehren und sich gegen alles zu stellen, was sie ihr Leben lang glauben sollte.

    12. Feb. 2025

  • kle3
    kle3

    140 Follower

    2,0

    Das war es leider nicht für mich

    - Bücherschrankfund & abgebrochen auf S. 123 - Also am Anfang fand ich das Buch super. Ich fand den Schreibstil klasse und bin durch die Seiten geflogen. Dann war die "Vorstellungsrunde" vorbei und die Autorin hat angefangen sehr ausführlich zu beschreiben. Also alles 😂 außerdem habe ich etwas Schwierigkeiten gehabt mit den ganzen Jiddischen Wörtern da sie entweder gar nicht oder ganz hinten übersetzt waren und man so immer wieder seinen Lesefluss unterbrochen hat durchs rumblättern. Fand ich nicht schön. Leider waren auch die Kapitel sehr lang (teilweise weit über 50 Seiten 😵‍💫), das hat das ganze dann auch nicht einfacher zu lesen gemacht. Fazit: Ein sehr wichtiges und interessantes Thema, geschrieben von einer Autorin die sehr viel und gerne um den heißen Brei redet. Ich empfehle an der Stelle dann das Hörbuch oder (wie ich es tun werde) die Nerflix Serie 🤭

    Das war es leider nicht für mich

    9. Feb. 2026

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Unorthodox - Ein Leben zwischen Zwang und Neuanfang

    „Unorthodox“ ist ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Die Geschichte einer jungen Frau, die den Fesseln einer streng religiösen und isolierten Gemeinschaft entkommt, ist ein packendes Zeugnis für den Willen zur persönlichen Freiheit. Wer sich für das Thema Ausstieg aus strengen sozialen Strukturen interessiert, findet hier einen authentischen, wenn auch fordernden Bericht. Der größte Pluspunkt des Buches ist die radikale Ehrlichkeit. Man bekommt einen tiefen Einblick in eine Welt, die hinter verschlossenen Türen existiert. Man spürt die Beklemmung, die Verzweiflung und schließlich den hart erkämpften Mut, sich aus einem vorgefertigten Lebensentwurf zu lösen. Es ist eine faszinierende Reise der Selbstfindung, die einen nicht unberührt lässt. Trotz der starken und wichtigen Thematik bringt der Leseprozess auch einige Herausforderungen mit sich. Die Kapitel sind teilweise recht ausführlich, was stellenweise das Tempo etwas verlangsamt. Zudem wirkt der rote Faden nicht immer ganz klar erkennbar, da viele Ereignisse dicht aufeinander folgen. Der häufige Einsatz fremdsprachiger Fachbegriffe – leider ohne Glossar – kann den Lesefluss gelegentlich unterbrechen, da man sich ihre Bedeutung erst erschließen muss. Thematisch ist die Darstellung stark von einer persönlichen Perspektive geprägt, wodurch andere Sichtweisen etwas in den Hintergrund treten. Ein etwas breiterer oder neutralerer Blick auf die Gemeinschaft hätte hier zusätzliche Tiefe schaffen können. Auch die eher sachliche und einfache Sprache macht es nicht immer leicht, eine emotionale Verbindung aufzubauen, passt jedoch gleichzeitig zum nüchternen Ton der Erzählung. Fazit: Inhaltlich ist das Buch sehr stark, weil es ehrlich und bewegend von einem schwierigen Ausbruch erzählt. Es ist zwar literarisch nicht besonders raffiniert geschrieben, überzeugt aber durch seine rohe Wahrheit. Wer etwas Geduld für die langen Kapitel und die schwierigen Begriffe mitbringt, wird mit einer sehr persönlichen Geschichte belohnt. Von mir daher 7 von 10 P. (Band aus meinem Bestand)

    Unorthodox - Ein Leben zwischen Zwang und Neuanfang

    16. Apr. 2026

3 von 59 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Deborah Feldman

Deborah Feldman, geb. 1986 in New York, wuchs in der chassidischen Satmar-Gemeinde im zu Brooklyn gehörenden Stadtteil Williamsburg, New York, auf. Ihre Muttersprache ist Jiddisch. Ihre autobiografische Erzählung "Unorthodox" war sofort ein spektakulärer New York Times Bestseller mit einer Millionenauflage.

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