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Romane

Der eiserne Marquis

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Über das Buch

Wien, im Jahr des Herrn 1753. Ein junger Bursche aus der Provinz tritt als Lehrling in die Dienste des Uhrmachers Servasius Weisz. Er ist überaus begabt, aber seit der Kindheit ein Sonderling. All sein Streben zielt darauf ab, Welt und Leben zu fassen und neu zu erschaffen nach den Gesetzen der Mechanik. Als er sich in die Grafentochter Amalia verliebt, kommt es zu einer furchtbaren Tragödie, die ihn zur Flucht aus Wien zwingt. Er tritt in das Heer des preußischen Königs ein und zieht unter neuem Namen als Jacob Kainer in den Krieg. Im Lazarett macht er die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Marquis, der beeindruckt ist von seinen handwerklichen Fähigkeiten. Der Marquis nimmt Jacob mit nach Paris, wo er ihm im Kampf gegen seine fortschreitende Krankheit beistehen soll. Gemeinsam suchen sie in den Schriften der Gelehrten und mit den Mitteln des Experiments nach der Triebfeder des menschlichen Leibes. Doch als ihre wissenschaftlichen Anstrengungen keinen Sieg über die Vergänglichkeit bringen, verschreibt sich der Marquis dunkleren Künsten – und das Schicksal nimmt seinen unerbittlichen Lauf.

Editionen (1)

ISBN9783954381654
VerlagLiebeskind
Erscheinungsdatum11.09.23
Seitenzahl928

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

5 Rezensionen

4,8

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  • dude
    dude

    15 Follower

    5,0

    Kurz will er sich fassen euer Rezensent. Meister Willmann ward ein trefflich Werk gelungen! Ja muss ich gar, will ihm nur im mindesten gerecht ich werden, ein Meisterwerk es titulieren. Fünf Sterne will ich ihm geben, allein weil derer sechs das Urteilsmaß nicht zulässt. Es beginnt die Erzählung unseres Protagonisten in der Salpêtrière, im Jahr 1753, einem „Gemäuer des weiblichen Wahns“, wie er uns mitteilt, als Retrospektive seines Lebens. Aufgewachsen als Sohn eines bigotten Schulmeisters, auf dem Lande im „Örtchen K— an der T—, wo die Erwartungen an die Welt so niedrig waren wie die Stubendecken“, zumeist unter der Obhut eines einfältigen Kindermädchens (seine Mutter war bei seiner Geburt verstorben), gelingt es ihm später, mit Hilfe seines Oheims den strengen Vater zu überzeugen, für den Buben wäre die Lehre eines Uhrmachers der richtige, gleichsam gottgefällige Weg ins Leben. So gelangt er später schliesslich in jungen Jahren, ins Wien ihrer Majestät Kaiserin Maria-Theresias. Wir begleiten unseren „Jacob“ - es ist dies nicht der Name auf den er getauft wurde, welchen er jedoch im Verlauf der Ereignisse wählen wird - durchs geniale Konstrukt dieser Erzählung. Sei es in leidenschaftlichem Eros, gar grausiger Bataille auf dem Felde oder in furchtbarem Furor seiner Eifersucht. Es sei hierbei noch angemerkt, dass viel historisches in die famose Erzählung mit eingeflochten ward. Die mechanische Ente eines Jacques de Vaucanson, die Automaten des Pierre Jaquet-Droz oder die Katastrophe zu welcher sich ein Feuerwerk anlässlich der Hochzeit des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie-Antoinette, am 30. Mai 1770 in Paris entwickelt hatte. Der historisch geschulte vermag derlei noch weit mehr zu entdecken. Von den heiteren Neben- wie faszinierenden Hauptfiguren wär gar viel zu berichten. Mit ihnen ward gezecht allerorten und in der Taverne, gehurt in der Schenke und fantasievollem Etablissement, geforscht in der Mechanik und dem Gekröse dahingeschiedenen Getiers und - geliebt. So muss ich es gestehen, sogar mir, der nach langen Irrungen den Weg zu resignativer Reife fand, ward es schwer im Herzen und fand mich im Ringen mit drängenden Zähren, bei Schilderung der reizenden und anmutigen jungen Damen, vor allem Amalias. Zuletzt sei hier noch die wunderbare Sprache und ihre herrlichen Formulierungen erwähnt. Ich habe hier versucht darin zu reüssieren, gleichwohl es mir an Übung und Erforschung selbiger mangelt. Der Autor beherrscht sie freilich meisterlich.

    11. Juli 2025

  • ms.julie.1984
    ms.julie.1984

    55 Follower

    5,0

    Dieses Buch! Ich gebe zu der Schreibstil ist anspruchsvoll, aber jede Minute die man hier verbringt ist ein Geschenk. Große Liebe! Please remember Reading is subjective

    21. Dez. 2024

  • hansdampf
    hansdampf

    200 Follower

    4,0

    Außer ziemlich dick ist dieses Buch dramatisch, gruselig, feinmechanisch und bildreich. Es hat Längen, ist aber andererseits ziemlich spannend und eigentlich nicht vorhersehbar. Schon gut

    22. Apr. 2024

3 von 5 Rezensionen

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