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Manche Bücher verlieren nicht gegen fehlende Zeit, sondern gegen fehlende Geduld.
DNF Nummer drei in diesem Monat. Vielleicht liegt es wirklich an den Sub-Leichen, die man sich irgendwann vornimmt, in der Hoffnung auf literarische Goldadern, und dann nur auf Geröll stößt 🤷♀️ Schätze sind eben nicht garantiert. Dieses Mal übernehme ich die Schuld allerdings nur anteilig, Ehrenwort. Das Buch wurde im BR nach exakt 142 Seiten einstimmig beerdigt, demokratisch, endgültig und ohne Wiederbelebungsversuche. Die größte Baustelle war für mich ganz klar die Lovestory, die in einem Tempo abgehandelt wird, bei dem selbst Romantik im Zeitraffer noch nach Slow Burn aussieht 🫣 Auf Seite 40 wird bereits von Seelenverwandtschaft fabuliert, auf Seite 60 ist man unsterblich verliebt und ohne den jeweils anderen angeblich nicht mehr lebensfähig. Glaubhaft war das für mich zu keinem Zeitpunkt. Vor allem nicht, weil der männliche Part gefühlt 140 Seiten lang standhaft versucht, sich gegen diese Gefühle zu wehren, nur um dann plötzlich einzuknicken. Durchhaltevermögen sieht anders aus 😅 Man merkt deutlich, dass hier emotionale Entwicklung übersprungen wurde, vermutlich aus Zeitersparnis. Hinzu kommt, dass in diesen ersten Kapiteln, gefühlt, bereits alles abgefeuert wird, wofür andere Autoren ganze Reihen benötigen. Große Enthüllungen, emotionale Höhepunkte, vermeintliche Wendungen, alles schon da, bevor man sich überhaupt an die Figuren gewöhnen kann. Danach bleibt schlicht nichts mehr übrig, worauf man neugierig sein könnte. Spannung? Abwesend. Überraschung? Ebenfalls. Alles, was auch nur ansatzweise als Plot hätte funktionieren können, wurde innerhalb der ersten 50 Seiten offen auf den Tisch gelegt, fein säuberlich und ohne Geheimnisse. Klar, ich kann nicht wissen was noch gekommen wäre, hat für mich aber auch den Reiz verloren, denn in anderen Rezis war die Rede von "nur geschnulze". Samantha, oder Sam, je nach Tagesform, war für mich leider kaum auszuhalten 🤦♀️ Anhänglich, kindisch, naiv und emotional auf dem Niveau eines sehr jungen Teenagers. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, eine 19-Jährige vor mir zu haben, weder in ihren Entscheidungen noch in ihren Dialogen. Statt Entwicklung gab es Wiederholungen, statt Tiefe endlose Gedankenschleifen. Der Schreibstil hat dem Ganzen leider auch keinen Gefallen getan. Sehr einfach, sehr direkt, teilweise unfreiwillig komisch. Der Moment, in dem ernsthaft der Satz „Bei dir piept’s wohl?“ fiel, war für mich das endgültige Sahnehäubchen auf diesem literarischen Dessert der Fragwürdigkeit 😬 Spätestens da war klar, dass ich emotional und stilistisch nicht die Zielgruppe bin. Am Ende bleibt für mich die ehrliche Frage: Vielleicht doch eher ein Jugendbuch? Wenn ja, dann hätte man das klarer kommunizieren sollen. Für mich war es jedenfalls nichts, und so bleibt dieses Buch ein weiterer DNF, den ich ohne Reue zu den Akten lege
11. Feb. 2026
Manche Bücher verlieren nicht gegen fehlende Zeit, sondern gegen fehlende Geduld.
DNF Nummer drei in diesem Monat. Vielleicht liegt es wirklich an den Sub-Leichen, die man sich irgendwann vornimmt, in der Hoffnung auf literarische Goldadern, und dann nur auf Geröll stößt 🤷♀️ Schätze sind eben nicht garantiert. Dieses Mal übernehme ich die Schuld allerdings nur anteilig, Ehrenwort. Das Buch wurde im BR nach exakt 142 Seiten einstimmig beerdigt, demokratisch, endgültig und ohne Wiederbelebungsversuche. Die größte Baustelle war für mich ganz klar die Lovestory, die in einem Tempo abgehandelt wird, bei dem selbst Romantik im Zeitraffer noch nach Slow Burn aussieht 🫣 Auf Seite 40 wird bereits von Seelenverwandtschaft fabuliert, auf Seite 60 ist man unsterblich verliebt und ohne den jeweils anderen angeblich nicht mehr lebensfähig. Glaubhaft war das für mich zu keinem Zeitpunkt. Vor allem nicht, weil der männliche Part gefühlt 140 Seiten lang standhaft versucht, sich gegen diese Gefühle zu wehren, nur um dann plötzlich einzuknicken. Durchhaltevermögen sieht anders aus 😅 Man merkt deutlich, dass hier emotionale Entwicklung übersprungen wurde, vermutlich aus Zeitersparnis. Hinzu kommt, dass in diesen ersten Kapiteln, gefühlt, bereits alles abgefeuert wird, wofür andere Autoren ganze Reihen benötigen. Große Enthüllungen, emotionale Höhepunkte, vermeintliche Wendungen, alles schon da, bevor man sich überhaupt an die Figuren gewöhnen kann. Danach bleibt schlicht nichts mehr übrig, worauf man neugierig sein könnte. Spannung? Abwesend. Überraschung? Ebenfalls. Alles, was auch nur ansatzweise als Plot hätte funktionieren können, wurde innerhalb der ersten 50 Seiten offen auf den Tisch gelegt, fein säuberlich und ohne Geheimnisse. Klar, ich kann nicht wissen was noch gekommen wäre, hat für mich aber auch den Reiz verloren, denn in anderen Rezis war die Rede von "nur geschnulze". Samantha, oder Sam, je nach Tagesform, war für mich leider kaum auszuhalten 🤦♀️ Anhänglich, kindisch, naiv und emotional auf dem Niveau eines sehr jungen Teenagers. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, eine 19-Jährige vor mir zu haben, weder in ihren Entscheidungen noch in ihren Dialogen. Statt Entwicklung gab es Wiederholungen, statt Tiefe endlose Gedankenschleifen. Der Schreibstil hat dem Ganzen leider auch keinen Gefallen getan. Sehr einfach, sehr direkt, teilweise unfreiwillig komisch. Der Moment, in dem ernsthaft der Satz „Bei dir piept’s wohl?“ fiel, war für mich das endgültige Sahnehäubchen auf diesem literarischen Dessert der Fragwürdigkeit 😬 Spätestens da war klar, dass ich emotional und stilistisch nicht die Zielgruppe bin. Am Ende bleibt für mich die ehrliche Frage: Vielleicht doch eher ein Jugendbuch? Wenn ja, dann hätte man das klarer kommunizieren sollen. Für mich war es jedenfalls nichts, und so bleibt dieses Buch ein weiterer DNF, den ich ohne Reue zu den Akten lege
11. Feb. 2026






