Blick ins Buch

Meister Floh

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Über das Buch

Am 26. Juli 1822, einen Tag nach dem Tode Hoffmanns, veröffentlichte das 'Morgenblatt für gebildete Stände im beigefügten 'Literaturblatt (Nr. 60) eine ausführliche, fünf Spalten lange Rezension des Werkes. 'Was ist der Humor? Gleichnisweise zu reden, ein Floh, der karikierte Gebärden und hohe, lustige Sprünge macht, auch mitunter ein wenig sticht, ohne schmerzlich zu verwunden.' Unter Verweis auf die von dem Berliner Kupferstecher Carl Friedrich Thiele geschaffenen Umschlagzeichnung, auf der ein Floh abgebildet ist, wird fortgefahren: 'In kolossaler Größe, wie seinesgleichen unter einem tüchtigen Mikroskop sich ausnimmt, und - was das possierlichste bei der Sache ist - er steht auf den Hinterbeinen aufrecht wie ein Mensch. Das Gerücht sagt, daß unser Meister Floh, ehe er frei in die Buchläden hüpfen durfte, eine Untersuchung von seiten der Geheimen politischen Literaturpolizei habe passieren müssen.' Der Rezensent weist auf die Erklärung hin, welche Meister Floh dem Peregrinus Tyß über den gesellschaftlichen Status des Flohvolkes gibt, das sich durch seinen 'unbezähmbaren Freiheitssinn' auszeichne, und fährt fort: 'Es freut uns, daß diese Stelle der Untersuchungskommission keinen Anstoß gegeben hat, und daß es sonach dem Volke der Flöhe nicht verargt wird, wenn es fortfährt, in republikanischer Verfassung zu leben. Hoffentlich wird der weise Floh, welcher der Genius vom Helden dieses Märchens ist, durch die Usurpation des Titels Meister auch nicht in den Verdacht kommen, diejenigen geheimen Republiken [gemeint sind die Freimaurerlogen] parodieren zu wollen, welche von weisen, erhabenen, ehrwürdigen etc. Meistern regiert werden.'

Editionen (8)

ISBN9783939682073
VerlagGehlen, Albert
Erscheinungsdatum30.09.06

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